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Friedrich Gotthelf Jäsrich

Vom Musterschüler zum Kirchenräuber - Eine Selbstbiographie

Herausgegeben von C. G. Langner aus Muskau
Verlegt von C. G. Anton in Görlitz

Im Textraffer wiedergegeben von Bernd-Ingo Friedrich.


Nach einigem Überlegen, ob es zweckmäßiger wäre, das Folgende unter die „Bescheidenen Talente“ auf schefer.kulturpixel.de zu setzen oder unter „Bad Muskau“ und die „Muskauer, aus denen etwas geworden ist“ auf kulturpixel.de, habe ich mich entschlossen, ihn der Muskauer Prominenz zuzuordnen. Damit trage ich – ein bißchen – dem Zeitgeist Rechnung, der den Skandal über das Verdienst erhebt. (Siehe dazu auch Fürst Pückler und das Skandalieren in „Zwei Mal Machbuba, aber warum?“ oder „Das Bier einer großen Liebe“).


Der fünfte Band des Allgemeinen Bücherlexikons von Wilhelm Heinsius1 enthält 12 Titel des Görlitzer Verlegers C. (für Christian) G. (= Gotthelf) Anton, darunter: „Jäsrich, F. G., Selbstbiographie entworfen in d. Frohnfeste zu Mußkau, herausg. von C. G. Langner. 2te Aufl. 8. Görlitz, Anton. 812.“

Das Buch, das seinerzeit ein lokaler Knüller („Bestseller“) gewesen sein muß, ist selten geworden. Eine Erstausgabe befindet sich in der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar,2 ein bemerkenswertes Exemplar der zweiten Auflage in der Staatsbibliothek zu Berlin. Letzteres enthält neben dem Besitzstempel „Ex Biblioth. Regia Berolinensi.” einige sachkundige handschriftliche Korrekturen, die nur vom Herausgeber oder dem Verfasser selbst stammen können.3

Bereits die vierseitige Subskribenten-, hier „Pränumerantenliste“ überrascht. Von „Herr Markgraf Friedrich von Baden nebst Frau Gemahlin Hochfürstl. Durchlauchten, mit 2 Laubthlern, S. W.“ bis zum „Waisen- u. Zuchthausverw. Schüller“ aus Zittau zeichneten 109 Personen (ohne Gewähr) 121 Exemplare für insgesamt 86 Taler und zwei Groschen. Es kamen Beträge zwischen 12 Groschen (verkauft wurde das Buch schließlich für zehn) und jenen großzügigen 5 Talern ein, die „Ein ungenannter christlicher Cavalier“ aus „J.“ einzahlte. Einen Taler spendeten „Die beiden [Lübbener] Herrn Landesältesten und Bürgermeister Richter und Buckatsch, ohne ein Exemplar zu verlangen.“ Die „resp. Herren Pränumeranten und Beförderer dieses Werkchens“ wohnten in den Regionen um Berlin (Prof. Fichte; 3 Exemplare!), Budißin (Ober-Amtshauptmann v. Kiesewetter und der Landesälteste v. Gersdorf), Creba, Förstchen, Görlitz, Leisnig (Hr. Heidenreich, Strumpfwirkermeister), Lübben (von Manteuffel, von Houwald auf Straupitz, von Thermo auf Ziecke, von Oerzen, von Kleist), Milkel, Pegau (bei Leipzig), Pleiße bei Chemnitz, Sommerfeld, Sorau und Triebel. Die „Mußkauer“ beschließen die alphabetische Liste.

Ihre Aufzählung liest sich wie das Who is Who einer Kleinstadt. Zuerst werden die Comtessen Clementine, Bianca und Agnes von Pückler, „Hr. Graf v. Pückler der Jüngere“ (Sylvius von Pückler, der 1800 geborene jüngere Onkel des Fürsten Pückler) und „Candidat Wehlam, dessen Lehrer“ genannt. Es folgen
„Hr. Oberforstmeister von Erdmannsdorf, auf Zibelle
- Freiherr v. Houwald auf Bogendorf
- Hofrath Röhde
- Sekretair Wolff
- Schwarz, Königl. preußi. Commissionsrath und Bürgermeister in Sagan
- Schmidtchen, Königl. sächsi. Postmeister allhier
- Postschreiber Kuppe allhier
- Superintendent Vogel
- Hofprediger Pannach
- Apotheker Hedrich
- Apotheker Gehülfe Lange
- Kaufmann Glöckner
Frau Kaufmann Glöcknerin
Hr. Holzinspector Hartwig aus Berlin
- Bock, H. Gräfl. Pückler. Pachtinhab. von Braunsdorf
- Renteinnehmer Mühle, allhier
- Pappierfabrikant Fischer
- Kaufmann Apel
- C. v. P. a. P.
Ein Ungenannter J. V.
Hr. Hof-Gerichts-Sekretair Sieber allhier
- Hammer-Inspector Flach in Keule
- D. Larius
- Reichenbach, Pfarrer zu Nochten und Tzschelln
- Traugott Hentschel auf Ober-Kosel
- Zimmermeister Kottwitz
Fr. Glöcknerin sen. allhier
- Glöcknerin, Hammerherrin in Tzschirnd.
Hr. Bellmann, Küster allhier
- M. Götzinger, Diakonus zu Neustadt bei Stolpen
- Wagenknecht, Verwalter zu Kößlitz bei Görlitz
Mstr. Kordula, Schmidt in Zibelle“

Daß Jäsrich für kurze Zeit durchaus zu den Prominenten zählte, macht auch ein Vergleich mit den Aufzeichnungen Wolffs deutlich, denn in ihnen findet sich eine ganze Reihe der Pränumeranten wieder. Daß auch Leopold Schefer „den Jäsrich“ gelesen hat, liegt nahe, denn die „Fr. Glöcknerin sen. allhier“ dürfte entweder seine Großmutter oder eine „Glöcknerin“ aus deren weitläufiger, aus Boxberg stammender Verwandtschaft gewesen sein. (Natürlich könnte er sich den Jäsrich auch von irgendwem geborgt haben ...)

Die Allgemeine Literatur-Zeitung vom Jahre 1813 besprach Jäsrichs Buch mit Nennung des vollständigen Titels unter „Vermischte Schriften“: „GÖRLITZ, b. Anton: Friedrich Gotthelf Jäsrichs Selbstbiographie, nebst einigen Geistesarbeiten desselben in Prosa und in Versen, entworfen in der Frohnfeste zu Mußkau, und herausgegeben von Christian Gottlieb Langner, Archidiaconus und Wendischem Prediger daselbst. Zweyte Auflage. 1812. VIII u. 202 S. 8. (10 gr.)“. Die Seitenangabe bezieht sich allerdings noch auf die erste Auflage. Der zweiten sind „Einige Verbesserungen“ beigegeben, so daß sie (bei dem selben Preis) auf 204 Seiten kommt.

„Zwar gut gemeint, aber ziemlich unnatürlich und redselig ist der Predigtton in der Vorrede des Herausgebers [!], dem man es jedoch verzeihen kann, wenn er der deutschen Schreibart und des guten Geschmacks nicht ganz mächtig ist.“ – Hier irrte der Rezensent. Dem aufmerksameren Leser wird schnell klar, daß auch das „Mußkau im Monat Febr. 1810.“ datierte Vorwort größtenteils vom Autor verfaßt wurde. – Im weiteren führt der Rezensent aus: „Diese Fehler sind schon seltener in der allerdings merkwürdigen Lebensgeschichte des Inquisiten selbst, die er zum warnenden Beyspiel aufgestellt hat, und woraus man die Wahrheit auf’s neue bestätigt sieht, wie sehr Spielsucht und schlechter Umgang in der Jugend nicht bloss zum Leichtsinne, sondern zu wirklichen Verbrechen verleiten können. Freylich wäre diese Erzählung, die manche sonderbare Umstände enthält, noch anziehender, wenn in ihr manche unnütze Weitschweifigkeit und leere Declamation vermieden wäre, die man aber ihrem, übrigens müssigen, Vf. verzeihen muss. Auch in der Communion-Andacht und der Prüfung vor dem Genusse des Abendmahls wird man mehr die guten und frommen Gesinnungen, als die Einkleidung billigen. Von den beygefügten poetischen Versuchen, die sehr mittelmässig sind, enthält der erste Theil geistliche Lieder, und moralische Gedichte, denen in den beiden folgenden andere Verse vermischten Inhalts hinzugesetzt sind. Sie sind aber alle von keinem sonderlichen Werthe; und man wird auch hier Anlass finden, das traurige Schicksal ihres Vfs. zu bedauern, und ihm in dieser Hinsicht manches, was an sich kein Verdienst hat, gern zu Gute halten.“ 4

Damit ist die Schrift durchaus zutreffend charakterisiert. Zwei Zitate aus dem Vorwort lassen erkennen, worum es dem Verfasser, vor allem jedoch dem an dem Vorwort sicherlich beteiligten Archediakon bei der Bekehrung „seines“ Verbrechers ging, und welche Absichten beide mit der Herausgabe des Buches verfolgten. Auf der ersten Seite schon deklamieren sie: „Menschen! Menschen! um Gottes willen hütet euch an dem sittlichen Zustande irgend eines denkenden Wesens etwas zu verderben! Denn ihr seyd sonst die eigentlichen Beförderer des Unglücks, die Lieferanten der Züchtlinge – ja wohl gar – die Aufbauer der Galgen und Räder!“ und verraten sieben Seiten später, warum: „Die Philosophen behaupten zwar: daß der Freigeist der menschlichen Gesellschaft nie schädlich sey, weil er nie fähig sey sich anders gegen Menschen zu betragen als er es von ihnen erwiedert wünscht. Diese Hypothese kann wohl bey einem übrigens moralisch guten Atheisten wahr seyn, der, wie auch die wilden Nordamerikaner und andre Heiden, dem ihm angebornen Naturgesetz Folge leistet! – was ist aber von dem oben Geschilderten oder noch mehr Verirrten zu erwarten? Wenn er von Noth gedrungen wird, und sich vor Entdeckung sicher weiß: was soll ihn noch abhalten, den Reisenden im Walde zu erschlagen und sich seines Eigenthums zu bemächtigen, wenn er an keine Ewigkeit glaubt?“ – Es ging, besonders natürlich dem Archediakon, um den rechten Glauben und um die speziell christliche Moral ...


zary sorau marohn fincke 1800

Sorau, gez. v. Marohn, gest. v. H. Fincke.
Kupferstich, um 1800.


Friedrich Gotthelf Jäsrichs Selbstbiographie, deren Details schlaglichtartig einige wesentliche, meist aber wenig beachtete Facetten des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts erhellen, beginnt mit dem Satz: „Der sechste December 1779 ist der Tag, welcher mir mein Daseyn gab, zu Reinswalde bei Sorau in der Niederlausitz, wo mein noch lebender redlicher Vater Cantor und Schul-Lehrer ist ...“ Damit erschöpfen sich die exakten Daten zu seiner Biographie; die folgende Darstellung wurde vermutlich mit Rücksicht auf noch lebende Personen so allgemein gehalten wie möglich.

Sie beginnt mit seiner Kindheit, die zunächst normal verlief. Das Kind wurde geliebt, wuchs und lernte schnell und gut und versprach „etwas Ordentliches zu werden“. Im Alter von neun oder zehn Jahren wurde der kleine Jäsrich jedoch von einem Hund angefallen und litt noch lange Zeit danach immer wieder unter lebensbedrohlichen epileptischen Anfällen. Er schloß einige Male mit dem Leben ab und verfaßte sogar ein Testament, in dem er Eltern und Geschwistern seine wenigen Habseligkeiten anvertraute. Er genas allmählich, aber unter dem Einfluß der zahlreichen durchlebten Krisen veränderte er sich sein Wesen. Eine unstillbare Gier nach geselligem Leben, Unbeständigkeit und Leichtsinn wurden zu seinen bestimmenden Charakterzügen; hinzu kam ein Hang zu kleinen Diebereien. Fortan gingen all seine Versuche, in der (klein-) bürgerlichen Gesellschaft Fuß zu fassen, schief. Zu dieser Entwicklung beigetragen hatten wohl auch die über zweijährige übertriebene Fürsorge und Rücksichtnahme der falsch beratenen Familie als Reaktion auf die Probleme des Jungen.

Ab dem zwölften Lebensjahr erteilte ihm der Pfarrer Georg Heinrich Schmeil (1754–1791) Privatunterricht. Jäsrich brach ihn eigenmächtig ab, weil er meinte, er müsse unbedingt Jäger werden, nahm ihn wieder auf, lernte unter anderem Lateinisch und Französisch übersetzen und Griechisch lesen, wurde mit etwa 14 konfirmiert, bezog im selben Jahr das Lyzeum in Sorau, wo das Hebräische, die Geographie, die Mathematik, das Zeichnen und die Musik seine bevorzugten Fächer waren „(die Nöthigeren vernachläßigte ich ziemlich)“, und verließ auch diese Schule nach kurzer Zeit.

Schließlich erlernte er doch die Jägerei. „Ohne auf dem Lyceo viel für meinen Geist gesammlet zu haben, begab ich mich in die Lehre zu einem gewissen Heidereiter B. in A. Zu dieser berühmten Kunst mußte ich, um alles zu lernen, was ich jetzt wenigstens in 12 Wochen aus dem Grunde fassen könnte, 3 Jahre verwenden, und mein Vater ein hohes Lehrgeld dafür bezahlen.“ Doch: „Sowohl mein Lehrherr als dessen Frau waren beide musikalisch, und dies bot mir Gelegenheit, auch meine Kenntnisse in der Musik zu erweitern. Nebst mir lernte bei besagtem B. noch ein Jugend-Freund von mir, der der Sohn eines berühmten Büchsenmachers aus W. war. Von diesem profitirte ich einige mechanische Kenntnisse, als Pfeifenköpfe schneiden und beschlagen, Messing schmelzen, Gewehre repariren u.s.w. welches mir eigentlich angenehmer war, auch vortheilhafter und gewisser zu sein schien, als die Jägerey, welche mir dadurch schon verleidet wurde, daß ich, für mein vieles Lehrgeld, mehr Zeit zu häuslichen Arbeiten, als zu meinem Beruf anwenden mußte, auch fieng mein Geist nunmehr an, sich zu einer rühmlicheren Beschäftigung fähig zu fühlen, daher ich selten ohne ein Buch bei mir zu führen, ins Revier gieng, um daraus zu lernen.“

Kaum Jäger geworden, kehrte er ins Elternhaus zurück, um sich in seiner „Künstley noch mehr zu vervollkommnen“, sich damit etwas zu erwerben und sein „Glück in der Welt zu versuchen“. Dazu kam es aus verschiedenen Gründen nicht. Ein wenig Pech gehörte auch dazu, denn als er sich, vermittelt durch einen Freund, durchaus aussichtreich bei einem vermögenden schlesischen Magnaten persönlich um eine Jägerstelle bewarb, scheiterte er an einer – seiner – Kleinigkeit. Der Baron ließ ihn wissen: „Es thut mir leid, lieber Mann! seiner Talente wegen möchte ich ihn gern haben; aber er ist mir zu klein von Person; seh’ er sich meine Leute an! diese sind alle groß, und da ich ihn als Leib-Jäger mehr zum Staat und zur Bedienung, als ins Revier bedarf, kann ich ihn nicht brauchen, sondern muß suchen, einen größern, zu meiner übrigen Bedienung passenden Menschen zu finden; hier hat er 2 Rthlr. als eine Reise-Entschädigung!“

Er hätte jetzt gern wieder studiert, doch noch einmal diesen Wunsch zu äußern, traute er sich bei aller Engelsgeduld seines Vaters mit ihm nicht mehr. Statt dessen ließ sich der gerade erst Achtzehn- oder Neunzehnjährige von „Freunden“ eine katastrophale Ehe mit der ältesten Tochter des „Kramer Siebers in Linderode“ aufschwatzen, erwarb „mit geborgtem Gelde“ dessen stattlich verschuldetes Haus und ein angebliches Privilegium („kaufte der Gans den Hafer ab“), und „fieng so, bei ziemlicher Teuerung – wo wir 5 Personen zu Tische waren – zu handeln an.“ Es stellte sich nur zu bald heraus, daß auch das Handeln ihm nicht in die Wiege gelegt worden war. „Als Kaufmann war ich nicht allein zu unachtsam, sondern auch zu gewissenhaft und dienstfertig. Ersteres, weil ich Jeden der Meinigen verkaufen ließ, auch kaufte ich mir neue meßingne Pfund-Gewichte, wußte nicht, daß solche erst abgezogen werden müssen, hatte also lange Zeit an jedem Pfunde 5 bis 6 Loth Verlust. Letzteres, weil ich Jedem, der es begehrte, creditirte, und von vielen nicht bezahlt ward; auch gab ich nicht zu, daß Jemand mit Gewicht oder Maaß im mindesten verkürzt werden durfte, welches ein armer Kramer, wenn er auskommen will, eigentlich nicht thun kann.“

Auch die – intellektuell etwas unbedarfte – junge Gemahlin erwies sich als problematisch; es kam zu hitzigen Eifersuchtsduellen, die ihn des öfteren außer Haus, das heißt, in billige Schenken flüchten ließen und schließlich fast in den Selbstmord getrieben hätten. „... nach 6 kummervollen Jahren mußte ich mich zu einer freiwilligen Licitation verstehn, bei welcher mein Vater, der das Geld zum Kauf des Hauses hergegeben, ansehnlich verlor, und meine Frau nur noch 66 Thlr. väterliches Erbteil davon bekam.“ Hatte er es bisher nur zu seinem Vergnügen getan, so begann Jäsrich nun – in völliger Unkenntnis, daß es auch Falschspielerei gab! – um Geld zu spielen. Man zog es ihm erbarmungslos aus der Tasche.

Seine ebenfalls aussichtsreiche Bewerbung um eine Schulmeisterstelle wurde an einem hohen Spielgewinn bzw. einem schlechten Spielverlierer zuschanden. „Der nehmliche Herr, ein Capitalist, rächte sich dadurch, daß er die Begebenheit sogleich an meinen künftigen Schul-Patron, den dasigen Grundherrn treulich berichtete, mit der Warnung, mich nicht eines solchen Amtes zu würdigen“ – was dieser auch tat.

Kurzerhand qualifizierte Jäsrich sich selbst zu einem Goldschmied. „Ich miethete ein bequemeres Logis, und nahm zu mechanischen Arbeiten meine Zuflucht; denn sowohl dies, als auch die Musik, hatte ich dem ohngeachtet fleißig fortgesetzt, und meine Kenntnisse in beiden erweitert. Ich fieng an in Silber und Gold zu arbeiten; diese Versuche liefen zwar nicht ohne Lehrgeld ab, doch was ich versuchte, gelang auch. Linderode war aber nicht gerade der Ort, wo dergleichen Kenntnisse geschätzt und belohnt wurden ...“

Um seine inzwischen sechsköpfige Familie durchbringen zu können, begann er, alles Entbehrliche zu verkaufen, gelegentlich sogar zu betteln, und geriet trotzdem in immer größere Schulden. Grübeleien über seine trostlose Lage und die Bekanntschaft mit einem „wahren Helden der Freigeisterey“ erschütterten nachhaltig seinen Glauben an Gott und die bürgerliche Moral.

Um 1800 zog er als „Gehülfe des Herrn Stadt-Musikus“ (entweder noch des „Hr. Bellmann, Küster allhier“ oder schon seines Nachfolgers Ignatius Löbmann) nach Muskau, wo es ihm nicht besser erging als in dem Dorf, aus dem er gekommen war: „Das eigentliche Uebel aber, oder vielmehr der letzte Schritt zum Verderben war, daß nirgends so sehr, als hier, gespielt, oder vielmehr gegaunert ward.“

Über das Spielen schloß er Bekanntschaft mit Angehörigen einer Diebesbande, die in der Umgebung, zuletzt auch in der Stadt, zahlreiche Einbrüche verübt hatte. Der Umgang mit ihr machte ihn den Behörden verdächtig und er wurde – unschuldig – arretiert: „Ein bedeutender geltender Mann, der mich vorher am meisten hier zum Spiel verleitet, und mir mein Geld abgenommen hatte, machte die ungerechtesten Anzeigen gegen mich, und suchte alles nur erdenkliche hervor, um mich verdächtig zu machen. Da aber das Judicium alles genau und rechtlich untersuchte, wurde endlich meine Unschuld erwiesen, und war weiter nichts auf mich zu bringen, als daß ich dem Spiel nachgehe.“

Doch im „Stockhause“ geriet er in engere Beziehung zu dem Wirt, der die Diebesbande gewöhnlich beherbergt hatte. Dieser „unterrichtete mich von der Beschaffenheit und Gewerbe der Diebe, und versicherte mich, daß eine kurze Gemeinschaft mit ihnen mich bald aus meinem überhand genommenen Elende retten, und mir den jetzt unschuldig erlittenen Verlust vielfach ersetzen werde.“ Damit war der – ideelle – Grund für Jäsrichs kriminelle Karriere gelegt. Die Karriere in einem Absatz:

Wieder in Freiheit, fertigte er, wie schon einige Male zuvor, im Auftrag der Bande falsche Petschaften und Dokumente an, beteiligte sich an kleineren Diebstählen, machte sich durch sie erpreßbar und wurde endlich zur Teilnahme an einem Kapitalverbrechen genötigt, einem Kirchenraub. Anstatt danach – wie ihm der fürsorgliche „Räuber Gottlieb“ dringend riet – erst einmal das Weite zu suchen, blieb er, wo er war. Entnervt von den ständigen Aufregungen des halbherzigen Gangsterlebens hatte er sich entschlossen, seine Verhaftung – eine Frage der Zeit – abzuwarten, zu bekennen, was nicht zu leugnen war und nach verbüßter – hoffentlich milder –Strafe ein neues, anständiges Leben zu beginnen.

Im Kerker hörte er aber von der unmenschlichen Behandlung einiger in Pförten Inhaftierter und einem ehemaligen Mitgefangenen, der in Luckau an den Folgen seiner Mißhandlungen gestorben war. Er flüchtete aus dem Gefängnis, zog kreuz und quer durch Schlesien und traf mehrmals den Räuber Gottlieb wieder, zuletzt in der Nähe von Bunzlau mit einer Geliebten. „Dieser hatte vor kurzem einen Diebstahl von mehr als 1.000 Thlr. verübt, wovon er mich einige Zeit frei hielt ...“. Ihre Gelage erregten Aufsehen, und so wurden sie von einem französischen Kommando verhaftet. Gottlieb konnte sich bereits während des Transportes befreien; Jäsrich, den seine improvisierten Papiere zusätzlich verdächtig gemacht hatten, wurde nach Bunzlau gebracht, wo es ihm unter abenteuerlichen Umständen zum zweiten Mal gelang, aus einem Gefängnis auszubrechen. „Ein grüner Frack, Jagd-Tasche, Flinte, Koppel und Weide-Messer war schon für mich bereit, und so gieng ich, ohne Paß und Abschied, als Jäger-Volontair bald vor, bald hinter meinen Steckbriefen her ...“

Zu guter Letzt versetzte er „ein Paar verborgen gehabte goldene Epauletts“, spielte um den Erlös, gewann hinzu, und wollte vor der schweren Herzens beschlossenen Reise nach Ungarn oder Rußland nur noch ein Mal nach Hause, um die 16 Taler, über die er jetzt verfügte, mit seiner in mittlerweile unvorstellbarer Armut lebenden schwangeren Frau und den nun schon vier Kindern zu teilen. – Archidiaconus Christian Gottlieb Langners Kommentar zu Jäsrichs Umkehr zu Frau und Kindern lautet: „Dieser Gedanke war wohl der thörichtste nach menschlichem Urtheile; aber ohnfehlbar mußte er ihn fassen, damit er wieder eingefangen werden, und hier im längern Gefängniß zur Erkenntniß und gründlichen Umkehr gelangen sollte, wie ich ihn auch bei dem ersten Besuche darauf aufmerksam machte./ Anmerk. d. Herausgeb.“

„In der Schenke zu K. bei G.“ wurde Jäsrich von zwei Sorauer Bürgern, dem „Keller-Wirth Herrn Bensig und dem Friseur G.“ denunziert. „Der starre Anblick des Letzteren ließ mich nichts Gutes vermuthen; ich verließ augenblicklich die Stube, und wollte mich durch die Flucht retten; allein die Verfolgung war mir auf dem Fuße nach. Ich stand auf einem Zaun, bis an welchen ein großer angeschwollner Teich langte; die furchtbare Stimme des G. seine auf mich gehaltene Pistol, und die Schaaren der Bauern, die mit Stangen und allerhand Waffen heran nahten, erregten Todes-Angst in mir; ich sprang bis an die Schultern ins Wasser, welches mit Eis-Schollen bedeckt war, wollte durchschwimmen, war aber vom Schreck schon völlig entkräftet. Das stürmische Commando des Friseurs, mich auf den Kopf zu schießen, und der Anblick der ungeheuren Menge drohender Bauern setzte mich in Verzweiflung, daß ich, fast sinnlos, beschloß mich in der Flut zu begraben. Schon befand ich mich mitten im Strohm tief unterm Wasser; und indem mich die Fluth wieder aufhob, rief ein Weib mit lauter durchdringender Stimme: ‚Mensch! ich bitt’ euch um Gotteswillen! schont doch eurer armen Seele! ihr seyd ja sonst ewig verloren!!’ Das drang mir wie ein Schwerdt durch die Seele, und erfüllte mich mit Muth und Geistes-Stärke; ich beschloß augenblicklich meinem traurigen Schicksal geduldig entgegen zu eilen, bat den Richter, mich vor der Wuth der Bauern zu schützen, welches er mir zusicherte, und so stieg ich aus dem Wasser. Noch ehe ich das Ufer erlangte, rief mir der Schmidt, ein Schöppe, mit dem Stocke drohend zu: ‚Wart’ du Kanaille! nun will ich dir’s schon eintränken!’ das nehmliche Weib aber sagte: ‚Ihr müßt ihm nicht drohen, noch etwas zu Leide thun! er wird schon ohnehin bestraft werden!’ Er konnte es aber doch nicht unterlassen, mich einigemal mit der Fessel am Fuße zu rücken.

Als ich herein geführt ward, brachten die Bauern auch einen Kahn, und der Jäger ein paar Flinten herbei, welches aber entbehrlich war. Nun ward ich auf eine Schütte Stroh gelegt, und krumm in den Stock geschlossen. Der Friseur, der sich rühmte, mit meiner Gefangennehmung eine Prämie von 100 Dukaten verdient zu haben, wußte sich ein solches Ansehn zu geben, daß die Gerichten zu K. alle seine Befehle respectirten, ihre ziemlich hoch liquidirten Kosten von meinem Gelde bezahlt nahmen, und mich ihm, ohne Einholung höherer Resolution, zu weiterer Fortschaffung aus ihrer Gerichtsbarkeit übergaben.

Seine Absicht, aus welcher er mich gefangen nahm, scheint mir zwar nicht edel, für die Handlung selbst aber danke ich ihm herzlich, und werde sie Lebenslang mit Dank erkennen! Und mehr noch, und gewiß aufrichtig, danke ich seinem Reise-Gefährten, dem Keller-Wirth Herrn Bensig zu Sorau, welcher sich meine Arretirung eben so angelegen seyn ließ, und zwar aus Pflicht, denn von der Prämie wollte er nichts wissen.

Ich ward nun denselben Abend, in meiner nassen Kleidung, bei strenger Kälte, noch bis H. transportirt. Der dasige Hr. Gerichts-Director, welcher eben zugegen war, ließ mir sogleich Hände und Füße in Sprenger schließen, mit dem Bedeuten: ‚wenn ich das geringste Geräusch mit den Ketten hören ließe, mich noch in dieser Nacht zu Schanden schlagen zu lassen.

Ueberdieß wurde mir noch eine Kette an die rechte Hand und Fuß gelegt, und mit noch einer andern ward der eiserne Mann an die Mauer angeschlossen, und von dem Gerichtsdiener auf ein wenig Stroh in dem kalten Gefängniß aufs Ziegelpflaster gelegt. Steif gefroren, und steif geschlossen, mußte ich dort 36 Stunden mehr als viehisch leiden. Das Brodt mußte mir der Gerichtsdiener stückweise in den Mund stecken, weil ich vor lauter Eisen kein Glied bewegen konnte, und so verursachte diese Behandlung, daß ich der Mußkauer Abholung sehnlich und mit Freuden entgegen sah; und wiewohl ich auch auf dieser Reise die Strenge der Kälte an meinem nassen Körper schmerzlich empfinden, und hier bei meiner Ankunft durch eine ungeheure Menge neugieriger Zuschauer passieren mußte, so vermochte ich doch nun wieder zum erstenmal, sobald ich mich im Kerker allein befand, ein ernstliches Dankgebet, mit Thränen begleitet, zu verrichten, theils für die überstandenen unmenschlichen Qualen, mehr aber noch dafür, daß nun endlich einmal die drückende Angst des Herzens, und die mir immer vor Augen schwebende Furcht, wiewohl hart, doch glücklich überstanden war; und mir war in diesem Augenblick, da ich besonders auch meine Frau und meine [mittlerweile fünf] Kinder hier fand, beruhigender und wohler als jemals in meiner Freiheit. Freiheit darf ich es gar nicht nennen, denn ich weiß kein schrecklicheres, grauenvolleres, verworfeneres Leben, keine traurigere Lage, als überall unstät und flüchtig zu seyn; besonders für einen Gatten und Vater liebenswürdiger Kinder, der das zarte Gefühl väterlicher Liebe niemals zu unterdrücken vermag, der die Seinigen, durch seine Schuld, verlassen, verachtet, mit Schande bedeckt weiß, ohne sie jemals zu sehen, ohne sie trösten und aufrichten zu können, der ihre Thränen fühlt, ihre Seufzer hört, das sehnliche Verlangen nach ihm, welches bei dem Anblick eines jeden schuldlosen unbefangenen Kindes sein Innere erschüttert, – der im Traum von ihnen umarmt, geküßt, als zärtlicher Vater freundlich geliebkoset wird, und wachend wieder – der Unglückliche Verlassene Irrende ist!“

Das Hochgefühl währte nicht lange, „an zwei Ketten über Kreuz geschlossen“ verbrachte er schlafarme Tage und Nächte mit zweifelhaften Versuchen, die Untiefen seines chaotischen Innenlebens auszuloten und sein entzwei gegangenes Verhältnis zu Gott zu reparieren. Der Versucher lag noch immer auf der Lauer:

„Ich hatte das Unglück, daß mir, ohne mein Verschulden, zuerst das Schreiben, dann auch alle andere Beschäftigung gänzlich untersagt, und endlich noch ein Mitgefangener beigelegt ward, der zwar ein übrigens guter Mensch, aber nichts weniger als ein Christ war. Mein eigenes Betrübniß über den Verlust meiner Unterhaltung, und mein Mitgefangner, störten mich jetzt sehr in den Fortschritten meiner Besserung, und verleiteten mich endlich zu einem verdächtigen Unternehmen, wobei die eigentliche Absicht zwar ganz dem Anschein widersprach. Doch um nicht zu weitläufig zu werden, und mich nicht einer Entschuldigung verdächtig zu machen, will ich, sowohl den Beweggrund dazu, als auch die Umstände übergehen ...“ – Man merkt die Absicht ...

„Die mir jetzt zugezogene härtere Behandlung schmerzte mich zwar sehr, da besonders meine Gesundheit noch mehr darunter litt, welche ohnehin, bei der fast ungewöhnlich langen Untersuchung, während welcher ich, der diken Mauren und des engen Fensterchens wegen, auf jede reine Luft Verzicht leisten muß, schon unersetzlichen Verlust erlitten; allein desto angenehmer und werther war mir auch meine Einsamkeit wieder (denn ich ward allein gesetzt) da ich in meinen Betrachtungen nun ungestört fort gehen konnte, wobei ich mich immer mit Gott beschäftigte, selten allein war, und Christum als meinen einzigen wahren Freund, kennen und lieben lernte.

Einige Wochen darauf bat ich das Judicium um Erleichterung meines Schicksals, und versicherte, daß mich blos die gänzliche Beraubung aller Beschäftigung auch zu diesem Versuch verleitet, keineswegs aber die Neigung zum Bösen. Meine Bitte wurde mir gewährt; und unverhoft und ungesucht erhielt ich bald darauf die Erlaubniß, schreiben zu dürfen. Wie erfreulich mir dieses war, vermag ich nicht zu sagen; knieend und mit Freudenthränen dankte ich Gott dafür. Schon vorher hatte ich mit einem eisernen Nagel alle Wände im Kerker voll geistlicher Lieder geschrieben, und jetzt setzte ich es ungestört auf Papier fort, wobei ich in der Erkenntniß Gottes immermehr zunahm. Ich war auch bisweilen aufgelegt ein scherzhaftes Gedicht zu verfertigen, aber den wahren Frieden mit Gott, das Glück eines ruhigen Gewissens genoß ich noch nicht ...“

So avancierte Jäsrich, der in Erinnerung an seine Lyzeumszeit erklärt hatte „die Poesie schien mir ganz unbegreiflich“, zum Dichter. Zum glanzvollen Höhepunkt seiner Kerkerhaft wurde eine „Communion-Andacht“, bei der er seinen Mitgefangenen eine Art Predigt halten durfte: „Es saßen nehmlich außer dem Jäsrich noch drei andre gefangen, die das heil. Abendmahl mit ihm genossen, von denen der eine Namens Blume seitdem in Zibelle gestorben; der andre Belasch genannt, aber aufs Zuchthaus gekommen.“ (Angemerkt von Langner.)

Die Quintessenz seiner Rede steckt in dem Satz: „Wäre unter so vielen wohlthätigen Gesetzen auch noch diese unwiederrufliche Sentenz zu finden: daß, wer öffentlich über Gottheit, Religion und Tugend spottet, sein künftiges Schicksal im Tollhause zu erwarten hätte, oder an Ohren und Nase gebrandmarkt würde, dann würden gewiß die Zuchthäuser und Gefängnisse zur Hälfte entbehrlich seyn.“

Die notdürftig befestigte geistige und seelische Verfassung des Delinquenten, aber auch der naive Glaube seines Seelsorgers, werden sichtbar in den abschließenden Versen.

Zu dir, o Ueberwinder!
Schwingt, nach vollbrachtem Lauf,
Einst der erlöste Sünder
Frohlockend sich hinauf!
Du hilfst mir überwinden!
Führst mich zum Himmels-Heer!
Dort werden nicht verschwinden
Die Gnadenstunden mehr.
Hier ist mein Loos: Vertrauen;
Schon dies beseligt mich!
Dort aber dich zu schauen
Meßias! selbst – wo dich,
Bestrahlt von Gottes Sonne,
Der ganze Himmel preißt!
Gott! welche hohe Wonne
Erwartet meinen Geist!!

Friedrich Gotthelf Jäsrichs Lebensbeichte endet mit zwei Ausrufungszeichen. Nachrichten über sein weiteres Leben sind nicht überliefert.

Läßt man die Intentionen des Archediakons Langner außer acht, so ist wohl nur bedingt richtig, daß Jäsrich die Selbstbiographie zum Veröffentlichen seiner Gedichte „mißbraucht“ habe.5 Die „Beilagen“, das sind „1) Bitten eines Verbrechers, oder mein tägliches Gebet. October 1808“, und „2) Ein Gedicht, welches dem Herrn Superintendent Vogel nach gehaltener heil. Communion übergeben wurde“ klingen durchaus glaubhaft nach Reue; ob diese durch die jämmerlichen äußeren Umstände provoziert oder tatsächlich empfunden wurde, sei dahingestellt. Wie tief die Hände des Archediakons in die poetischen Versuche seines Schützlings eingriffen, wäre eine weitere Frage.

Die „Poetischen Versuche“ Jäsrichs sind in die drei Teile „Geistliche Lieder und moralische Gedichte“, „Natur-Scenen“ und „Scherzhafte und launige Gedichte“ gegliedert. Das erste Gedicht, ein „Morgenlied an die Sonne“, entstand im Juli 1809, das letztdatierte Gedicht ist eine „Elegie auf den Tod meiner seel. Mutter“ aus dem Februar 1810.

Zwei Abschriften daraus, die „Bitten eines Verbrechers, oder mein tägliches Gebet“ und das recht drollige Singstück „Der Pater und die Nonne“ sind – jedes für sich – auf schefer.kulturpixel.de wiedergegeben.

(25.07.2011)

jaesrich piranesi radierung carceri


Anmerkungen
1 Allgemeines Bücherlexikon oder vollständiges Alphabetisches Verzeichnis aller von 1700 bis zu Ende 1815 erschienenen Bücher, welche in Deutschland und in den durch Sprache und Literatur verwandten Ländern gedruckt worden sind. Nebst Angabe der Druckorte, der Verleger und der Preise. Von Wilhelm Heinsius. Fünfter Band. Welcher von 1811 bis 1815 erschienenen Bücher und die Berichtigungen früherer Erscheinungen enthält. Erste Abtheilung. A–F. Leipzig, 1817. bey Johann Friedrich Gleditsch; S. 284.
2 Friedrich Gotthelf Jäsrichs Selbstbiographie, nebst einigen Geistesarbeiten desselben in Prosa und in Versen, entworfen in der Frohnfeste zu Mußkau, und herausgegeben von Christian Gottlieb Langner, Archidiaconus und Wendischem Prediger daselbst. Leipzig und Sorau, bei J.[ohannn] G.[ottlob] Beygang und J.[ohann] W.[ilhelm] Ackermann, 1810.
3 Dass. Zweite Auflage. Görliz 1812, bei C. G. Anton.
4 Allgemeine Literatur-Zeitung vom Jahre 1813. Dritter Band. September bis December. Halle, in der Expedition dieser Zeitung, und Leipzig, in der kurfürstl. sächsischen Zeitungs-Expedition. 1813; S. 480.
5 Lehmann, Jürgen: Bekennen – Erzählen - Berichten. Studien zu Theorie und Geschichte der Autobiographie. Tübingen: Max Niemeyer Verlag 1988


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