Ein Kalenderblatt aus Hessen
Von Pf. bibl. Friedrich Fuchs
und biF

Der „Rabenkalender 2001“ erfreute seine Abreißer am 1. Februar mit einem Zitat von „Fürst Pückler-Muskau, von Harry Rowohlt aus Weimar übermittelt“:
„Wie viel besser ist es doch bei uns als überall in der Fremde! Freilich erlebt man dort manches Merkwürdige. Zum Beispiel ist es gewiß ein sonderbarer Umstand (und doch kann man nach vielfältiger Erfahrung nicht mehr daran zweifeln), daß, wenn hier die Pferde müde und faul sind (was leider nur zu oft stattfindet), nur der Postillon Schnaps zu trinken braucht, um jene wieder sichtbar zu erheitern und mutig zu machen. Die Weisheit der Natur und ihre verborgenen Kräfte sind unergründlich!“*
Der Einsender Friedrich Fuchs aus Büdingen-Wolf hat dazu angemerkt: „... da hat der Pückler wohl bei Schefer abgeschrieben ...“**
Mich beschäftigt: Ob Rowohlt in Weimar mit dem Fürsten gesprochen hat? Möglich wär’s; Pückler soll ja 1810 auch mit dem abwesenden Geheimrat Goethe ...:)
(05.02.2012)
* Die Briefe eines Verstorbenen, die diese Zeilen enthalten, erschienen 1830/31.
** Leopold Schefers „Emanzipation der Pferde“ erschien 1828.
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