05
Zur Startseite

Feuer und Folianten

Bibliotheken und Stadtbrände in der Oberlausitz - eine Skizze

von Bernd-Ingo Friedrich



***


crusius muskau pyrologia      crusius pyrologia continuatio


Die Anfangszeilen des seitenlangen, barocken Titels PYROLOGIA Das ist: Die Göttlichen Feuerwercke Theils in der Natur/ Mehrentheils aber an Des Nachbars Brennendem Hause1 usw. erwecken den Anschein einer amüsanten Lektüre. Besieht man sich das 147-Seiten-Traktat daraufhin genauer, wird man allerdings enttäuscht. Sein Autor war Johann Caspar Crusius, „zuletzt Aedituus2 bey der Hauptkirche in Görlitz; ein guter lateinischer Poet; geb. in Lauban 1637 den 18. Sept. Vater : Casp. Cr. Schwedischer Dragoner-Lieutnant, nachgehends Bürger in Lauban; studirte in seiner Vaterstadt und in Leipzig; starb 1691 d. 11. März. 1661 Kantor in Muskau. 1678 Aedituus in Görlitz".3

Er befaßte sich aus triftigen Gründen mit dem Thema, denn in der Zueignung seiner Schrift lesen wir: „Wann ich dann ein gebohrner Lausitzer bin und diß klägliche Feuer=Unglück von so vielen Städten in Lausitz und der Nachbarschafft erfahren/ auch an meiner geliebten Geburt=Stadt Lauben in 12 Jahren zweymal angesehen/ ja beidemal in Abbrennung meines väterlichen Hauses und andern Vorraths selbst grossen Schaden zugleich gelitten habe ..." - Von Crusius sind in der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften zu Görlitz gut 1 ½ Dutzend gedruckte Werke überliefert; Gelegenheitsgedichte, Architekturbeschreibungen und die Übersetzung eines für die damalige Zeit beachtlichen Werkes über Hundehaltung. Allein vier von ihnen beschäftigen sich mit dem Feuer.


crusius muskau koebeln      crusius lauban hunde      crusius goerlitz kirchenbau


Die Pyrologia greift das Thema auf gewohnt barock-umständliche Weise bei der Wurzel an. Sie beginnt mit der Entstehung des Feuers im allgemeinen, behandelt ausführlich dessen „heydnischen Mißbrauch", seine nützlichen Anwendungen (durch den Christenmenschen), die Feuersbrünste, Ursachen derselben und endet selbstverständlich mit „Lehren und Moral". Crusius zitiert dazu, was Rang und Namen in der damaligen Gelehrtenwelt hatte, darunter Martin Luther, Flavius Josephus, Xenophon und Plinius, Mythologisches und zeitgenössische Feuerpredigten.

Unter den Brandursachen finden sich viele bekannte, aber auch merkwürdige Dinge. Die um die Mitte des 16. Jahrhunderts vielerorts beobachteten Feuerregen und Feuerklumpen finden ebenso Erwähnung wie die Tatsache „daß zu Mentz ein Gepenst mit einer brennenden Fackel eine Scheune in Brand gesteckt habe", 1603 ein Schneider in Muskau beim Fischsieden einen Brand verursachte4 , Brände „aus wollüstiger Oppigkeit/ und Verstand=loser Trunckenheit" und beim „Toback-Trincken" entstehen, und es fehlt auch nicht ein Hinweis darauf, daß die Spielsucht gefährlich werden kann: „...derer wurden 3 zum Brieg in Schlesien vom Hagel-Feuer getödtet, daß sie die Kartenblätter in den Händen behielten. Ingleichen Ihrer 7 Anno 1303 zu Cottbus in Nieder=Lausitz beym Würffelspiel."

Zur Vermeidung von Bränden wird generell allerlei Vorsicht empfohlen. Es sind dann letztlich aber doch die Sünden das Grundübel, sämtlich aufgezählt und mit Beispielen versehen, und der Beschluß, aus der spröden Prosa des Traktats in lyrische Moral gebracht, findet sich in einer anderen, gereimten Schrift wieder:

„Ach laßt uns weißlich thun/ was unsre Lehrer sagen
So werden Feuersplagen
Und ander Unglück mehr von uns und unserm Land
Hinführ seyn abgewandt."5

So einfach schien das damals. Es half aber nichts - die Menschen blieben sündig und ihre Siedlungen wuchsen, und so kam es im 18. Jahrhundert besonders in den Städten immer häufiger zu verheerenden Stadtbränden: Die Bevölkerung wohnte dicht gedrängt in Häusern aus Holz, in denen das Meiste wiederum nur aus Holz war. Stein und Eisen waren teuer, das Holz hatte man reichlich vor der Tür, auf dem Lande sowieso, und vom Pflug, mit dem man die Aussaat vorbereitete, bis hin zu dem Löffel, mit dem man seinen täglichen Haferbrei schlappte, wurde daraus alles gemacht. Um 1790 notierte Lichtenberg: „Wir wohnen zu Göttingen in Scheiterhaufen, die mit Türen und Fenstern versehen sind."6

Des Abgebrannten Leid war oft des Baumeisters Freud, und viele Dörfer und Städte, darunter Muskau, verdankten - wie der australische Busch seine Verjüngung - ihr geschlossenes Stadtbild den Großfeuern. Die durchdachte Anlage des Dorfes Halbendorf bei Muskau, am 23. März 1783 abgebrannt bis auf zwei Scheunen, kam eben so zustande. An die enorme Geldausgabe erinnert noch ein Denkmal für den Grafen von Pückler, gestiftet von seinem dankbaren Schwiegervater, dem Grafen von Callenberg.

„Es erhielt eine schnurgerade Dorfstraße von 71 Schritt Breite. Auch wurde es wegen der guten Verteilung der Gebäude gegen Feuer geschützt. Sämtliche Wohngebäude und Ställe waren Fachwerksgebäude, mit roten Steinen ausgeführt und mit roten Steinen gedeckt. Auch waren sämtliche Gebäude rechts und links nach einer Richtung, sogar die Schornsteine nach einer Schnur gebaut. Die Scheunen waren auch nach einer gewissen Ordnung gesetzt, aber nicht geradlinig. Während die eine näher dem Wohnhaus stand, wurde die zweite weiter zurückgesetzt, um dadurch das Überspringen eines Feuers auf die andere Strohscheune zu verhindern. Auf der durch das Dorf führenden sehr breiten Dorfstraße stand auf der einen Seite eine hinlängliche Anzahl Backöfen, auf der anderen Seite eine gleichmäßige Anzahl Ziehbrunnen."7

Auch in den Städten baute man zunehmend sicherer, errichtete Ziegelbauten und setzte Brandmauern zwischen die einzelnen Gebäude. Feuerordnungen und drakonische Strafen nützten wenig. Die Umstände begünstigten Brände, und die Mittel zur Beherrschung des einmal entfesselten Elements waren einfach nicht vorhanden.

István Ráth-Végh8 hatte bereits 1967 bemerkt, eine Geschichte der verbrannten Bibliotheken sei noch nicht geschrieben worden. Das ist noch immer der Fall, und in der Tat dürfte das gerade für einen Liebhaber des Buches eine ziemlich unerfreuliche Angelegenheit sein, der sich wohl so schnell niemand annehmen wird. Die Verluste der zahllosen ungeschützten, kleineren und großen Privatbibliotheken und Archive, die verbrannten, sind ohnehin nicht mehr zu ermitteln, doch selbst bei den größeren Bibliotheken sind die Schwierigkeiten enorm, zu einigermaßen brauchbaren Angaben zu kommen. Auch für die Oberlausitz, einen relativ überschaubaren Raum, gibt es nur hin und wieder Anhaltspunkte.

Zittau erlitt seinen letzten großen Stadtbrand im 7jährigen Krieg nach Beschuß durch die Österreicher 1757. Es verbrannten 80% der Stadt und das Rathaus mit dem Stadtarchiv. Das Archiv war 1608 schon einmal restlos verbrannt, wobei kurioserweise das berühmte Zittauer Fastentuch überlebte. Es ist Johann Benedikt Carpzow zu danken, daß es überhaupt noch Belege zur frühen Stadtgeschichte Zittaus gibt, die er in Analecta Fastorum Zittaviensium Oder Historischer Schauplatz Der Löblichen Alten Sechs-Stadt des Marggraffthums Ober- Lausitz ... (Leipzig 1716) gesammelt hat. Eine weitere unentbehrliche Quelle zur Geschichte der Oberlausitz ist sein Neueröffneter Ehren-Tempel Merckwürdiger Antiquitaeten des Marggraffthums Ober-Lausitz ... in 2 Bänden, Leipzig-Budißin 1719. Die Bedeutung des Sammelns erweist sich an ihnen besonders eindrucksvoll.9


crusius bautzen stadtbrand


Bautzen hatte etliche Male schwer unter Feuern zu leiden, so 1620, 1634, 1709, 1720. Das Feuer von1634, gelegt von Wallensteins Söldnern, vernichtete die erst 1569 gegründete Stadtbibliothek und das Archiv des Oberamtes, deren Räume vollständig ausbrannten. Es existieren jedoch keine Angaben über verbrannte Buchbestände.10

Die bedeutenden Sammlungen der Stadt Görlitz kamen den großen Feuersbrünsten der Jahre 1525, 1642, 1691, 1717 und 1726 größtenteils glimpflich davon.

Kamenz brannte letztmalig 1707 vollständig ab, Löbau 1710 und Lauban wurde 1760 fast völlig zerstört. Da die Sechsstädte sehr reich waren, kann man ohne weiteres davon ausgehen, daß dort durch die Brandkatastrophen bedeutende Bücher-Schätze vernichtet wurden.

Man begann schon früh damit, Bibliotheken sicher zu machen, denn Bücher waren kostbar. Die größeren Sammlungen, wenn auch nicht immer speziell gesichert, waren von jeher in soliden Gemäuern untergebracht worden. Kleinere Bibliotheken erhielt man, kümmerte sich aber nicht besonders um ihre Sicherheit. Mit Pietismus und Aufklärung und der allgemein zunehmenden Wertschätzung des Buches änderte sich das allmählich.

Die kleine Kirchenbibliothek von Horka wurde bereits 1729 feuersicher gebaut (das Pfarrhaus bekam erst nach einem Brand 1797 massive Wände). Vermutlich hatte man mit diesem Bibliotheksbau bereits auf das Unglück reagiert, das sich 5 Jahre zuvor auf dem Nachbargut ereignet hatte: „Das Gut Nieder-Horka wurde Pfingsten 1724 durch Feuer zerstört, wobei auch die reichhaltige Bibliothek des Herrn von Nostitz mit verbrannte."11

Ebenfalls nach einem furchtbaren Stadtbrand wurde 1730 im angrenzenden katholischen Sagan die Bibliothek des Augustinerklosters feuerfest gebaut. Dessen Abt Johann Ignatz von Felbiger, ein herausragender Vertreter der katholischen Aufklärung, der auf vielen Gebieten wissenschaftlich arbeitete, pädagogisch und literarisch tätig war und Neuerungen gegenüber sehr aufgeschlossen, veranlaßte auch, daß das Kloster des Hl. Augustin als erstes Gebäude in Schlesien bereits 1769, also nur 17 Jahre nach dessen Erfindung durch Benjamin Franklin, einen Blitzableiter bekam. Dazu erschien sogar eine Druckschrift: Die Kunst Thürme oder andere Gebäude vor den schädlichen Wirkungen des Blitzes durch Ableitungen zu bewahren, angebracht an dem Thurm der Saganischen Stifts- und Pfarrkirche, von dem Abt dieses Stifts Can. reg. Ord. S. Augustini, Congr. Later. Johann Ignatz von Felbiger. Breslau, bey Johann Friedrich Korn, dem älteren. 1771.12

Die zahlreichen Feuersbrünste, von denen Muskau heimgesucht wurde, 1532 (siehe Anm. 4), 1602, 1686, 1733, 1766 und 1775, gingen an der Schloßbibliothek vorüber, denn das Schloß war stabil gebaut und umgeben von Wasser. Erst 1945 brannte das Schloß infolge einer Brandstiftung nieder, die Bibliothek der letzten Besitzer wurde zuvor ausgelagert. Kinder fanden allerdings noch Reste verbrannter Bücher und sammelten die metallenen Schließen ein. Der Buchbinder Hubert Gotzmann berichtet, daß sich in Eisenbahnwaggons, die 1945 in Weißwasser aufgehalten wurden, zwischen den zur Verlagerung bestimmten Maschinen der Arnimschen Fabriken auch Bücher befanden. Russische Soldaten warfen Folianten aus den Waggons, von denen Anwohner einige bergen konnten, darunter Predigten Luthers, gedruckt bei Hans Luft in Wittenberg mit dem Eigentumsvermerk „Curt Reinicke von Callenberg". (Ein Indiz dafür, daß nach 1845 nicht alle Bücher zu Pückler nach Branitz gelangten.) Hubert Gotzmann hat die Bücher später selbst gesehen und sich um sie bemüht, sie sind aber an Unbekannte verkauft worden. Die Callenberg-Pückler-Bibliothek wurde hier bereits beschrieben. Auch sie verlor erst nach Kriegsende ihr Gesicht, wenn auch aus anderen Ursachen.13

Eine Bibliothek, deren Bestand beachtlich gewesen sein muß, war die Bibliothek der Stadtkirche. Sie blieb während der großen Stadtbrände ebenfalls verschont, denn Bernoulli beschrieb sie 1784 und fertigte ein „Verzeichnis der merkwürdigsten in der Kirchenbibliothek zu Muskau befindlichen Bücher" an.14 Diese Aufzählung und die Bibliographie Crusius' in der Pyrologia („Autores und deren Editiones, so zu diesem Wercklein gebraucht worden"- „Noch etliche andere Autores sind in den Allegatis benahmet") ergeben einen sehr beeindruckenden Bücherschatz. Die Liste Bernoullis enthält über 102 Titel des 15. und 16. Jahrhunderts. Darunter sind 11 Inkunabeln, Ausgaben Anton Kobergers, seltene Baseler Drucke, „eine Sammlung scherzhafter Erzählungen, aber etwas anderes als das bekannte Narrenschiff" von Sebastian Brant mit vielen Illustrationen, „vier Bücher, von menschlicher Proportion, durch Albrechten Dürer von Nurenberg erfunden und beschrieben" und vieles mehr, von dem sich das eine oder andere bei Crusius wiederfindet. Crusius nennt darüber hinaus eine ganze Reihe von Werken klassischer Autoren der Griechen und Römer, aus denen er sein Wissen zog.

crusius muskau ruinen

Stadtkirche Muskau 1945


Niemand weiß, wo all diese Schätze geblieben sind. Als Muskau 1945 in die Hauptkampflinie der Schlacht um Berlin einbezogen wurde, nutzten Viele die Gunst der chaotischen Tage zum Begleichen offener Rechnungen. Die Kirche wurde zwei Wochen nach der Kapitulation Deutschlands – zum Opfer einer Brandstiftung. Wahrscheinlich ist, daß die Bücher mit verbrannten. 1959 wurde die durchaus reparable Kirche gesprengt. Von ihr existieren nur noch Abbildungen und eine Beschreibung Johann Caspar Crusio von 1671, kurz die Muszkauische Kirchen-Zierde genannt.15

Über die Hälfte von Crusius' Werken, die die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften zu Görlitz besaß, sind ebenfalls Kriegsverluste. Eventuell sind sie noch in Breslau oder Lauban zu finden; wahrscheinlich aber wurden auch sie zum Raub der Flammen, denen Crusius' Habe zu seinen Lebzeiten zweimal zum Opfer fiel.

(2005. Erschienen in: Silesia Nova 005; Marginalien 182/ 2.2006.)


***



Anmerkungen
1 PYROLOGIA Physico-Historico-Theologica Das ist: Die Göttlichen Feuerwercke Theils in der Natur/ Mehrentheils aber an Des Nachbars Brennendem Hause/ In Beschreibung derer vielfältigen Feuer- brünste/ die in nechsten drey Jahren in Ober und Nieder-Lausitz und Dero umbliegenden Nachbarschafft Meissen/ Sachsen/ Schlesien/ Marck Brandenburg etc. vorgangen/ wie sie vorbedeutet werden/ was sie selbst andeuten/ woher sie entstehen/ wie sie abzuwenden und zu vertragen seyn. Sambt angehengter Betrachtung des letzten Welt- und ewigen Höllen-Feuers/ Aus der H. Schrifft und andern nützlichen Lehr- und/ Geschicht- Büchern gewiesen/ Und Denen abgebrandten Nachbarn zu bußfertigem Andencken/ denen Verschoneten aber zu Christlichem/ Nachdencken vorgestellet/ von Johann Caspar CRUSIO, Laubano, der H. Theologie Zugethanem/ zur Zeit bey der Mußkauischen Kirchen und Schulen Cantore. GUBEN/ gedruckt bey Christoph Grubern und beym Autore zufinden. Anno 1673, und PYROLOGIA (...) CONTINUATIO (...). Budissin, Andriae Richters Druck 1675.
2 Aedituus (lat.), Tempelaufseher u. Küster im Altertum.
3 Funcke, Christian Gabriel (Pseud. Christian Pius): Kurtzer Entwurf der Lebensgeschichten aller bei dem Görlitzischen Kirchendienste gewesenen Personen. Görlitz. Leipzig 1711; SLUB Dresden, Hist. Sax. H 1104; S. 113, und Otto, Gottlieb Friedrich: Lexikon der seit dem fünfzehenden Jahrhunderte verstorbenen und jetztlebenden Oberlausizischen Schriftsteller und Künstler, aus den glaubwürdigsten Quellen möglichst vollständig zusammengetragen. Görlitz 1800-1803; S. 228f.
4 Ebenfalls ein Schneider soll für einen Brand verantwortlich gewesen sein, der 1532 die Stadt Muskau vernichtete. „Ein Schneider soll angeblich nach einer Krähe geschossen haben. Dadurch geriet sein Haus in Brand, und das Feuer breitete sich über die ganze Stadt aus. In: Chronik von Stadt und Park Bad Muskau. Hrsg. Dr. Erich Merkle. Weißwasser: Inter-Media Werbeagentur GmbH 1997; S. 14.
5 Der Zu Köbeln in einem Der Herrschafft Muszkau an der Neiße Unweit vom Städlein gelegenem Dorffe Am 30. Maiy frühe umb zwey Uhr entstandene schädliche Brand (...). Budissin/ Gedruckt bey Andreas Richtern Im Jahr 1675. OLBdW Th.IX.214. In der Schrift selbst werden noch Brände in Buchwalde, Gablentz, Weißkeusel und Weißwasser aufgezählt; in dem Sammelband befinden sich Nachrichten von Bränden in Zittau, Bischofswerda, Lauban, Görlitz, Sorau, Kamenz, Muskau und Köbeln; die Pyrologia nennt neben „Türckenpredigten" und einer „Donnerpredigt" noch etliche gesammelte „Laubanische, Annebergische, Hirschbergische, Senfftenbergische, Forstnische, Lieberosische" und „Greiffenbergische" Feuerpredigten.
6 Lichtenberg, Georg Christoph: „Einfälle und Bemerkungen". In: Lichtenbergs Werke in einem Band. BDK. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag 1978; Heft J 1789-1793 (Nr. 168) S. 126.
7 Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. für Schule und Haus. Hrsg. Robert Pohl. Weißwasser: Verlag von Emil Hampel 1924; S. 183.
8 Ráth-Végh, István. Die Komödie des Buches. Leipzig und Weimar: Gustav Kiepenheuer Verlag 1984; S. 118.
9 Sperlich, Jana: Kleine Geschichte der Zittauer Bibliothek. Spitzkunnersdorf, Oberlausitzer Verlag 2004.
10 Reuther, Martin. Geschichte des Bibliothekswesens in der Stadt Bautzen. Hrsg. Stadtmuseum Bautzen. Bautzen 1955. (Wissenschaftliche Veröffentlichungen des Stadtmuseums Bautzen. Vorgeschichtlich–Geschichtliche Reihe, Heft 1).
11 Pohl, S. 282.
12 Friedrich, Bernd-Ingo: „Ein Bücher-Schatzkästchen in Schlesien". In: Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie. Hrsg. Pirckheimer-Gesellschaft. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag, 171. Heft (3.2003); S. 67-70.
13 ders. „Die Bibliothek des Fürsten Pückler". In: Marginalien, 175. Heft (3.2004); S. 20-27.
14 Bernoulli, Johann: Sammlung kurzer Reisebeschreibungen und anderer zur Erweiterung der Länder = und Menschenkenntniß dienender Nachrichten. 16 Bde. u. 2 Registerbde. Leipzig: Buchhandlung der Gelehrten 1781–1787; Jahrgang 1784, Fünfzehnter Band; S. 383-400.
15 Muszkauische Kirchen-Zierde bestehend In der wahren Religion/ die von alhier/ nach dem dieses Land vor Zeiten vom Heyden- zum Christenthum/ und folgends von der Römischen/ zur EvangelischApostolischen Lehre durch Gottes Gnade bekehret worden/ mit andern derselben zugethanen Kirchen gemein haben/ In einem zierliche Kirchengebäude beym Gottes Dienste üben/ In deutsche Reimen verfasset/ Und nebst unterschiedlichen Historischen Anmerckungen/ wie auch beygefügtem Bericht/ von den andern drey Kirchen/ und Benahmung derer Pfarrherren/ Capellanen/ und anderer Kirchen-Bediensteten/ so Zeit Evangelischer Religion sich allhier befunden haben/ zum Druck übergeben/ von Johann Caspar Crusio, Laubano, bey der Schulen und gedachter Kirchen allhier Cantore. In Guben/ Drucks Christoff Gruber 1671.

Nachtrag zum Zittauer Stadtbrand im Jahr 1757.
Siehe dazu auch: (Anonym) „Das traurige Andenken des bejammernswürdigen Schicksals, welches die gute Stadt Zittau am 23. Juli 1757 wie auch vorhergehende und nachfolgende Tage ausgestanden.“ In: Silesia Nova 02-2007. Dresden: Neisse Verlag 2007; S. 66-74.


Kommentare zu diesem Artikel ansehen | Kommentar zu diesem Artikel verfassen

Zur Startseite

Nach oben

made by hsulzer programmierung © 2008