Das Lied der Nachtigall
Ein Fundstück
von Bernd-Ingo Friedrich
Die Zeiten sind schlecht für alles, was sich sträubt, dem Zeitgeschmack zu entsprechen. Dazu gehören leider auch Unterholz und natürlich gewachsene Bäume. Da mit der Herstellung von Allee- und anderen Bäumen in Rasierpinselform und Sichtachsen in die Unendlichkeit durch die vereinten Kräfte von Kommunen, Stiftungen, Vereinen, Hausmeisterdiensten und anderen Experten die Nistgelegenheiten für Singvögel rapide dahinschwinden, drucken wir an dieser Stelle für unsere Naturfreunde das Lied der Nachtigall ab. Damit sie es irgendwann einmal wenigstens noch nachlesen können:

Tju tju tju tju
Schpe tju skva,
Tjo tjo tjo tjo tjo tjo tjo tix;
Kwtjo kwtjo kwtjo kwtjo.
Skwo skwo skwo skwo
Zü zü zü zü zü zü zü zü zü zi!
Kworror tju skwa pipikwisi
Tscho tscho tscho tscho tscho tscho tscho tscho tscho tscho tscho tscho tschirrhading!
Tschi ssi ssi ssi ssi ssi ssi ssi ssi ssi ssi,
Tschorre tschorre tschorre tschorre hi;
Tschatn tschatn tschatn tschatn tschatn tschatn tschatn tschi
Dlo dlo dlo dlo dlo dlo dlo dlo dlo dlo
Kwiu tr rrrrrrrr izz!
Lü lü lü li li li li li li
Kwio didl li lülili
Ha gürr gürr kwikwio!
Kwuj kwuj kwuj kwuj kwi kwi kwi gi gi gi;
Goll goll goll goll gia hüdüdoj.
Kwi kwi horr ha djadja dillhi!
Etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch etsch
Kwarre hostehoj
Kwia kwia kwia kwia kwia kwia kwia kwiati
Kwi kwi kwi jo jo jo jo jo jo jo kwi
Lü lile lölö didi jo kwia.
Higaj gaj gaj gaj gaj gaj gaj gaj kwior tschio tschiopi.
Aus: Johann Matthäus Bechstein, Gemeinnützige Naturgeschichte Deutschlands nach
allen drey Reichen, erschienen von 1789 bis 1795 in Leipzig.
Photo: Helga Heinze
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