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Bitteren Geschmack neutralisieren: Ursachen und Gegenmaßnahmen

Bitteren Geschmack neutralisieren
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In Lebensphasen, in denen es insgesamt einmal nicht so gut läuft, würde laut einer alten Redewendung das Leben „bitter schmecken“. Manchmal ist diese Redewendung jedoch nicht als solche, sondern wortwörtlich zu verstehen. Nämlich genau dann, wenn sich ein unschöner, bitterer Geschmack im Mund festgesetzt hat und nicht mehr verschwinden will. Gerade auf Dauer beeinträchtigt dies maßgeblich unser Wohlbefinden. Bei einer gestörten Geschmacksempfindung schwingt häufig die Angst mit, unentdeckt an Mundgeruch zu leiden.

Die Konsequenz daraus ist, dass man in seinem Wesen und Verhalten gehemmt ist und daher nicht mehr so frei ist, wie für gewöhnlich. In der Regel hat so ein festgesetzter bitterer Geschmack keine Ursachen, vor denen man sich großartig Sorgen machen müsste. Außerdem lässt sich diese Sinnesstörung meistens recht einfach wieder loswerden. Sofern sie jedoch über einen länger andauernden Zeitraum bestehen bleibt, sollte die ganze Geschichte näher unter die Lupe genommen werden.

Bitteren Geschmack neutralisieren: Grundlegende Informationen

Es kann mehrere Gründe haben, warum ein zubereitetes Mahl im Geschmack als zu bitter empfunden wird. Häufig ist bei der Zubereitung etwas angebrannt, oder das benutzte Gemüse bringt von Haus aus einen bitteren Geschmack mit sich. In jedem Fall muss zunächst die Ursache des bitteren Geschmacks geklärt werden. Dann kann auch auf eine entsprechende Weise gehandelt werden.

Bitterer Geschmack durch Gemüse

  1. Je nach Lage der Umstände können Gerichte, die Gemüse beinhalten, einen bitteren Geschmack mit sich bringen. Gemüse schmeckt generell häufig dann bitterer, wenn es nicht zum richtigen Zeitpunkt geerntet wurde, oder wenn während der Reifung die Wetterverhältnisse ungünstig waren.
  2. Verdorbenes Gemüse kann ebenfalls ein Grund dafür sein, warum der Geschmack nach der Zubereitung als zu bitter empfunden wird. In solchen Szenarien kann das Gemüse nicht mehr ausreichend gereinigt werden, und sollte daher am besten einfach entsorgt werden.
  3. Sollte bereits vor dem Kochen in Erfahrung gebracht werden, dass der Spargel oder Kohl einen zu bitteren Geschmack mit sich bringt, kann in das Kochwasser einfach etwas Butter oder Zucker hinzugegeben werden. Die bittere Note wird durch diesen Vorgang neutralisiert. Dies ist auch dann noch durchführbar, wenn der bittere Geschmack des Gemüses erst während dem Kochen festgestellt wird. Alternativ zu Zucker oder Butter kann für diesen Zweck auch Honig oder Süßungsmittel verwendet werden.
  4. Besondere Vorsicht ist jedoch bei der Zubereitung von Zucchini geboten. Sobald ein Exemplar auch nur ansatzweise bitter schmeckt, ist eine Entsorgung dieses Gemüses am ehesten zu empfehlen. Grund dafür ist, dass Zucchini mit bitterem Geschmack äußerst giftig sein können. Sobald sie erstmal dieses Niveau an Bitterkeit erreicht haben, hilft gegen den giftigen Zustand auch kein Kochen mehr.
gemüse im zopf
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Bitter schmeckendes essen retten und neutralisieren

  1. Bei Gerichten mit Soßen kann es häufiger mal vorkommen, dass diese Soßen bitter werden. Dem lässt sich Abhilfe schaffen, in dem der Soße eine rohe Kartoffel hinzugegeben wird. Diese Kartoffel wird dann eine gewisse Zeit in der Soße gegart, und anschließend wieder herausgenommen. Durch diesen Vorgang wird der Soße die bittere Geschmacksnote entzogen.
  2. Sobald der Geschmack des zubereiteten Mahls sehr bitter ausfällt, ist eine Verdünnung notwendig. Sollte während der Zubereitung etwas angebrannt sein, sollten die angebrannten Stücke (ob Gemüse oder Fleisch) großzügig entsorgt werden. Im Anschluss wird dann das Essen erneut gewürzt.

Weitere mögliche Ursachen

  • Erkältung:

Unter den zahlreichen Ursachen für bitteren Geschmack gehören Erkältungen wohl zu den harmlosesten. Schnupfen führt dazu, dass unsere Nase immer mehr dicht macht. Manchmal geht dann der Geschmackssinn komplett verloren, oder er ist dann so gestört, dass sämtlicher Geschmack plötzlich als bitter empfunden wird. Selbst bei dem Verzehr des eigenen Leibgerichts überlagert der unschöne Geschmack einfach alles. Das Gute dabei ist allerdings, dass sobald die Erkältung verschwindet, auch der Geschmackssinn in seiner normalen Form wieder zurückkehrt.

  • Medikamente:

Die Redewendung „eine bittere Pille zu schlucken“, passt wohl nirgendwo so gut wie hier. Die Nebenwirkungen einiger Medikamente kann in manchen Fällen zu einem bitteren Geschmack im Mund führen. Im Vergleich zu anderen Mitteln ist dies bei Antibiotika am häufigsten zu beobachten. Nachdem die Therapie jedoch vorüber ist, verabschiedet sich im Regelfall auch der bittere Geschmack. Schuld an einer solchen Missempfindung können auch einige Bluthochdruck-Mittel, Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankungen sein.

  • Hormonelle Veränderungen:

Geschmacksstörungen im Mund werden auch häufig durch den Start der Wechseljahre oder einer Schwangerschaft verursacht. Derartige Geschmacksstörungen werden dann im Mund als störende Bitterkeit wahrgenommen. Sobald die Veränderung der Hormone jedoch abgeschlossen ist, sollte sich auch der Geschmackssinn wieder normalisieren.