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Gesundheitsgefahr: So vermeidet man Schimmel in der Wohnung

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In mindestens 10 Prozent aller deutschen Haushalte befindet sich Schimmel, wobei das Ausmaß sich stark unterscheidet. Man erkennt ihn an den schwarzen Flecken, die sich an der Wand ausbreiten und dem muffigen Geruch. Der Schimmel ist aber nicht nur unansehnlich, sondern auch schlecht für die Gesundheit.

Wer über längere Zeit Stoffwechselprodukte des Schimmels einatmet, hat eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, an Asthma, Allergien oder an chronischen Erkrankungen der Atemwege und Nebenhöhlen zu erkranken. Und ist der Schimmel erst einmal da, dann wird man ihn nur schwer wieder los, weshalb die Prävention besonders wichtig ist.

Ursache des Schimmels

Schimmelsporen befinden sich grundsätzlich in jedem Haushalt, wenn auch nur in sehr geringen und ungefährlichen Mengen. Zu wachsen beginnen sie erst auf einem feuchten Untergrund. Diese Feuchtigkeit entsteht zum Beispiel beim Kochen oder durch die feuchte Atemluft. Etwa 10 Liter Wasser gelangt so bei einer 4-köpfigen Familie jeden Tag in die Räume. An kalten Oberflächen kondensiert dieses Wasser und bildet so die ideale Grundlage für Schimmelwachstum.

Richtig lüften

Die wichtigste Maßnahme ist es, die Luftfeuchtigkeit in den Räumen zu reduzieren. Das regelmäßige und korrekte Lüften ist hierbei die einfachste und effizienteste Möglichkeit, um das zu erreichen. Über das Lüften verlässt warme und feuchte Luft den Raum und wird mit kalter und weniger feuchten Luft von draußen ausgetauscht. Am besten funktioniert das Stoßlüften. Dabei lässt man ein Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett geöffnet. Falls das nicht möglich ist, ist auch die Spaltlüftung mit einem gekippten Fenster möglich, wobei hier die Lüftungsdauer mindestens 30 Minuten beträgt.

Luftfeuchtigkeit kontrollieren

Die Luftfeuchtigkeit im Raum ist ein entscheidendes Kriterium bei der Entstehung von Schimmel. Deshalb ist es sinnvoll, diese regelmäßig zu kontrollieren. Das funktioniert zum Beispiel mit einem Hygrometer. Ähnlich wie ein Thermometer zeigt dieser die Luftfeuchtigkeit in einem Raum an. So lässt sich feststellen, ob der Raum zu feucht ist, um im Zweifelsfall entsprechende Maßnahmen treffen zu können. Die Luftfeuchtigkeit sollte dabei in den meisten Räumen zwischen 40 und 60 Prozent liegen. Im Bad darf sie auch etwas höher sein.

Liegt sie allerdings darüber, dann müssen Maßnahmen zur Reduktion getroffen werden. Das ist aber nicht in allen Räumen ohne Weiteres möglich, da zum Beispiel im Keller kein Fenster vorhanden ist. In diesem Fall können elektrische Luftentfeuchter ein Fenster ersetzen. Diese lassen sich ortsunabhängig aufstellen und so einstellen, dass der Raum die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht.

Möbel richtig aufstellen

Indem man die eigenen Möbel richtig aufstellt, lässt sich die Gefahr für eine Schimmelbildung deutlich reduzieren. Stehen die Möbel nämlich zu nah an der Wand, dann wird dadurch die Luftzirkulation gestört. Das erhöht, speziell an den Außenwänden, die Schimmelgefahr. Wenn man dort einen Schrank aufstellen möchte, sollte man deshalb einen Mindestabstand von 6 bis 10 Zentimetern einhalten, damit die Raumluft hinter dem Schrank problemlos zirkulieren kann.

Auch vor Heizungen sollte im besten Fall kein Möbelstück stehen. Hier kann sonst die Wärmeabgabe des Heizkörpers blockiert werden, wodurch der Raum nicht richtig aufgewärmt werden kann. Die daraus resultierenden niedrigen Temperaturen können ebenfalls die Schimmelbildung fördern.

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