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Schlafzimmergestaltung: Die besten Ideen und Tipps

schlafzimmergestaltung
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Heutzutage haben die Menschen andere Bedürfnisse als früher. Früher war das Schlagzimmer ein sehr persönlicher Raum, den man tatsächlich nur nachts nutzte. Heute ist es ein Lebensraum, der auch tagsüber genutzt werden darf. Ein Single kann sich diesen Raum frei nach dem persönlichen Geschmack einrichten. Bei Paaren kann es vorkommen, dass unterschiedliche Vorstellungen und Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden müssen.

Das weibliche Bedürfnis nach Romantik und Schönheit kann aber durchaus mit dem männlichen Bedürfnis nach Struktur und Ordnung in Einklang gebracht werden. Immerhin ergänzen sich beide. Sie schließen sich zumindest nicht aus. Kompromisse sind möglich. Fakt ist: Wenn im Schlafzimmer von beidem ein Überschuss vorhanden ist, wird es ungemütlich. Insofern dürfen Romantik, Schönheit, Struktur und Ordnungssinn eine gelungene Allianz miteinander eingehen.

Individuelle Schlafzimmergestaltung: Das Schlafzimmer als Erholungsoase

Ältere Menschen haben meist andere Vorstellungen von einem Schlafzimmer als junge. Sie bevorzugen oft die klassische Schlafzimmer-Variante. Diese wird meist durch eine massive Schrankwand als Kleiderschrank für beide und ein Ehebett dominiert. Die Einrichtung im Schlafzimmer bleibt daher meist ein Eheleben lang unverändert. Bestenfalls wechselt man alle paar Jahre die Matratze und den Lattenrost aus.

Junge Menschen haben gerne mehr Spielraum für schöne Ideen. Massivität widerspricht ihrem Lebensgefühl. Daher richten junge Menschen das Schlafzimmer meist luftiger und variabler ein. Sie mögen es, die Schlafzimmer-Möbel auch mal anders zu arrangieren. Der intimste Raum des Hauses oder der Wohnung soll charaktervoll und individuell sein. Er soll der Erholung und dem Familienleben dienen. Da der Mensch viel Zeit seines Lebens schlafend verbringt, sollte das Schlafzimmer dem Wohlfühlen dienen.

gemütliches bett
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Alles, was weder der Entspannung, noch der Schlafqualität dient, hat hier nichts zu suchen. Der Raum sollte luftig, gemütlich und einladend wirken. Er sollte außerdem nicht durch chemische Ausdünstungen aus Teppichen und Möbeln belastet werden. Das Immunsystem regeneriert im Schlaf. Alles, was dem Erholungseffekt entgegensteht, ist daher verzichtbar. Vorzugsweise werden Schlafzimmer heute mit hellen Wandfarben, hellen Möbeln oder Naturholzmobiliar, dimmbarer Beleuchtung und viel Platz ausgestattet.

Wichtig sind aber auch ausreichend Stauraum, Verdunkelungsmöglichkeiten für die Nacht und die Wahl eines Raumes, der ausreichend Ruhe verspricht. Das Möblierungskonzept sollte diese Ansprüche berücksichtigen. Eine Grundregel für den Schlafraum lautet: Weniger ist meistens mehr. Vollgestopfte Schlafzimmer wirken leicht überladen. Es spricht aber nichts dagegen, einen schönen Sekretär im Schlafzimmer aufzustellen. Fernseher und PC sollten hingegen im Wohnzimmer stehen. Elektromagnetische Ströme stören den Schlaf.

Ein Lebensraum mit Charakter

Massive Schrankwände sind heutzutage meist tabu. Stattdessen werden schöne Kleiderschränke, Highboards und Regals aufeinander abgestimmt. Der Schlafraum wirkt heute luftiger als früher. Eine lockere Möblierung sorgt dafür, dass man sattgesehene Konstellationen ändern kann. Doch die Raumgröße entscheidet mit darüber, was geht. Das Bett ist weiterhin das prominente Möbelstück, das die Raumaufteilung bestimmt. Doch heute gibt es patente Lösungen wie Stapelbetten, Schlafsofas, Futon-Sofas oder Schrankbetten. Diese Lösungen räumen dem Bett tagsüber geringeren Platz ein. Das Schlafzimmer wirkt dadurch geräumiger. Es wird nicht durch ein massives Bett dominiert. Wer lieber auf ein bequemes Boxspring-Ehebett setzt, sollte den Stellplatz dafür gut wählen. Denn alle anderen Möbel müssen sich um das Bett herum arrangieren. Bei großen Räumen ist das kein Problem. Bei kleinen aber wohl.

Meist landet das Bett an einer Wand. Soll es frei im Raum stehen, müsste dieser groß genug sein. Neben dem Bett ist der Kleiderschrank das dominierende Schlafzimmermöbel. Früher wurde dort der gesamte Besitzstand an Kleidung von der Krawatte bis zum Abendkleid verstaut. Jeder Ehepartner hatte seine Schrankwandseite. In decken- oder bodennahen Schrankwand-Fächern verschwanden Schuhe und Bettwäsche. Heute nutzt man lieber ein oder zwei schöne Bauernschränke. Falls eine Schrankwand gewünscht ist, sollte diese weniger wuchtig ausfallen.

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Alternativ wird ein kleines Zimmer zum Ankleidezimmer umfunktioniert. Dort kann auch das Bügelbrett verschwinden. Die Schlafzimmer-Möblierung sollte entsprechend der Raumgröße vorgenommen werden. Filigrane Betten und aufgelockerte Schrank-Konstellationen passen besser zu kleinen Räumen. Ein Kingsize-Boxspringbett wirkt raumgreifend. Es verlangt nach einem entsprechend großen Schlafzimmer. Falls noch genügend Platz vorhanden ist, kann die Dame des Hauses einen Schminktisch, einen gemütlichen Lesesessel oder einen Sekretär im Schlafzimmer aufstellen.

Textilien und Dekoration bei der Schlafzimmergestaltung

Das Schlafzimmer sollte auch tagsüber einladend und aufgeräumt wirken. Einfarbige Tagesdecken und kuschelige Kissen sind meist die Lösung, um ein konventionelles Bett Tageslicht-tauglich zu machen. Ob die Wand über dem Bett mit einem Wandtattoo, einer Fotogalerie oder einem abstrakten Gemälde bestückt wird, bleibt dem persönlichem Geschmack überlassen. Der Schlafraum verträgt in jedem Fall keine lauten Farben. Neben hellen Pastelltönen sollten hier und da geschickte Kontraste durch ein kräftiges Dunkelblau oder monochrome Tonabstufungen der dominierenden Wandfarbe genutzt werden.

Zu monochrom und minimalistisch sollte das Schlafzimmer jedoch nicht eingerichtet werden. Der Gesamteindruck lebt von haptischen und optischen Kontrasten. Die damit erzeugten Effekte werden aber sparsam gesetzt. Naturmaterialien im Schlafraum unterstützen den Erholungseffekt. Die Dekoration im Schlafzimmer sollte entsprechend ausgesucht werden. Ob die Fenster tagsüber und nachts mit Lamellenrollos, Verdunklungsrollos oder Stores abgedunkelt werden, ist Geschmackssache.

Jedes Schlafzimmer braucht genügend Stauraum

Ordnung fördert den Schlaf, optisches Chaos im Schlafzimmer lenkt den Geist ab. Daher ist ausreichend Stauraum für alles, was hier gebraucht wird, elementar. Wo wird das Bettzeug verstaut? Wo Kosmetika, Nachtwäsche oder Bettwäsche? Diese Frage muss geklärt werden. Multifunktionale Möbel und Pappboxen helfen beim Verstauen all dessen, was man unterbringen muss. Tür-Haken für den Morgenmantel, Betten mit integrierter Schublade und kleine Regale an der Wand über dem Lowboard schaffen zusätzlichen Stauraum.

Junge Menschen kommen oft mit erstaunlich wenig Besitz aus. Somit ist es leichter, diesen zu verstauen. Je mehr Besitz jemand ansammelt, desto mehr Stauraum wird benötigt. Die Frage ist, ob ein Paar wirklich 10 verschiedene-Bettbezüge, 20 Outdoor-Jacken und 25 Jeans je Person benötigt. Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Die Menge des persönlichen Besitzes beeinflusst aber die Schlafzimmereinrichtung und den Platzbedarf in erheblichem Maß. Was nicht wirklich benötigt wird, sollte ausgelagert oder ausgemistet werden.

Es werde Licht – am besten dimmbares

Das Schlafzimmer sollte eine angenehme Beleuchtung erhalten. Leuchtkörper sind zunächst funktionelle Einrichtungsgegenstände. Sie tragen aber durch individuelles Design und raffinierte Lichtführung zum stimmigen Gesamteindruck des Raumes bei. Sowohl direkte als auch indirekte Leuchteffekte sollten vorhanden sein. Die Bewohner sollten bei Bedarf lesen, leise Musik hören oder bei abgedimmter Beleuchtung mit dem Nachwuchs kuscheln können. Das verlangt nach verschiedenen, unterschiedlich nutzbaren Lichtquellen.

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Das Licht im Schlafzimmer sollte warm und gelblich sein. Lichterketten sind eine wunderbare Lösung, um indirektes Licht zu erzeugen. Kerzen sollten im Schlafzimmer nicht genutzt werden. Sie verbrauchen Sauerstoff und erhöhen die Brandgefahr. Stattdessen können Solar-Kerzen genutzt werden. Diese erzeugen ebenfalls ein warmes flackerndes Licht. Sie müssen nur regelmäßig an der Sonne aufgeladen werden. Wunderbare Lichteffekte an Wand und Decke schaffen marokkanische Lampen, die mit buntem Glas oder aufwendigen Ziselierungen auch tagsüber als Hingucker wirken.

Fehler bei der Schlafzimmergestaltung: Manches sollte man besser unterlassen

Geraucht wird im Schlafzimmer grundsätzlich nicht. Die Luft sollte in diesem Raum immer sauerstoffreich und unbelastet sein. Umso größer ist der Erholungseffekt. Gegebenenfalls ist ein Luftreiniger ein sinnvoller Einrichtungsgegenstand. Vor dem Schlafengehen zu lüften, ist aber ebenso gut – es sei, denn unter dem Schlafzimmerfenster verläuft eine viel befahrene Straße. Die Beduftung des Schlafzimmers mit Duft-Ölen, Duftkerzen oder Parfüm-Spendern ist zu unterlassen. Auch Weichspüler sind mittelfristig schädlich für die Atemwege. Bett- und Nachtwäsche sollten nicht damit in Kontakt kommen. Der Grund: Erstens belasten Duftstoffe die Atemwege. Zweitens sind Duftstoffe jeglicher Art potenziell geeignet, für Sensibilisierungen und Allergien zu sorgen. Der Schlaf sollte tief, ungestört und belastungsfrei bleiben.