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Clever Heizen mit kammergetrocknetem Brennholz

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Die ersten Minusgrade sorgten bereits für kalte Ohren und mancherorts konnten sogar die Schlitten aus dem Keller geholt werden. Spätestens jetzt hat auch der letzte Bewohner Deutschlands seinen Ofen in Betrieb genommen und sieht teils beunruhigt der nächsten Abrechnung entgegen.

Jene, die in weiser Vorausschau auf das Heizen mit Brennholz umgestiegen sind, dürfen an dieser Stelle ein wenig entspannter in die Zukunft blicken. Für sie heißt es Augen auf bei der Wahl des Feuerholzes und clever eingekauft. Denn nicht jedes Scheitholz, das günstig über den Ladentisch geht, schenkt auch die erhoffte Brennkraft und Wärme. Woran sich gutes Brennholz zum Heizen festmacht, kann jedoch ganz genau bestimmt werden.

Woran ist hochwertiges Brennholz zu erkennen?

Kurz gesagt: Gutes Brennholz liefert einen hohen Brennwert und damit möglichst viel Wärme für möglichst wenig Geld. Doch natürlich geht es dabei noch um weit mehr als nur die richtige Brennholzart. Neben der enthaltenen Restfeuchtigkeit, die jedoch mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen ist, können noch weitere Aspekte für oder gegen die Wahl eines bestimmten Feuerholzes sprechen.

Gut getrocknetes Brennholz ist hart

Gutes Brennholz ist möglichst hart und gibt nicht auf geringe Krafteinwirkung nach. Das gilt sowohl für Scheite aus weichen Hölzern als auch für jene aus Hartholz. Anderenfalls ist anzunehmen, dass das Holz noch eine zu hohe Feuchtigkeit besitzt und sich nicht zur Verwendung im Holzofen eignet. Da der Faktor Restfeuchtigkeit mit dem bloßen Auge nur schwer zu beurteilen ist, empfiehlt sich eine kurze Klangprobe. Hierfür werden zwei Holzscheite leicht aneinander geschlagen. Erklingt ein eher dumpfer denn ein heller Ton, so ist das Material wahrscheinlich noch verhältnismäßig feucht.

Hochwertiges Brennholz ist keinesfalls morsch

Morsches Holz ist ebenfalls nicht als Brennholz für Kamin oder Kachelofen geeignet. Meist hat ein solches Holz zu lange im Feuchten gelegen und im schlechtesten Fall sogar Schimmel angesetzt. Gutes Feuerholz ist sauber und trocken. Es weist keine Flecken oder Verfärbungen auf und ist frei von Pilzen, die durch Feuchtigkeit entstehen.

Rotes Licht bei grüner Rinde

Ist die Rinde an der Unterseite noch grün, so ist dies ein Zeichen dafür, dass das Holz noch viel zu frisch ist, um als Brennholz dienlich zu sein. Auch der starke Geruch von Holzsaft ist ein Hinweis darauf, dass der nötige Flüssigkeitsverlust noch aussteht. Ehe das Holz also in Kamin oder Kachelofen verfeuert werden kann, muss es noch geraume Zeit lagern und trocknen. Gutes Kaminholz trocknet bis zu 24 Monate, ehe es verkauft wird, und besitzt dann eine Restfeuchtigkeit von maximal 18 %.

Frisch versus kammergetrocknet

Während Hartholz eine hohe Dichte und damit eine hohe Brennkraft mitbringt, gilt Weichholz eher als Schnellzünder von vergleichsweise geringer Dichte. Beide Hölzer haben ihre Vorteile und ergänzen sich gut. Brennholz wie das von der Birke oder Esche gilt als bewährtes Kaminholz für jene, die nur selten Scheitholz nachlegen möchten. Weichholz wie die Erle hingegen verbrennt wegen seiner geringen Dichte schneller, lässt sich aber deutlich leichter entflammen. Daher ist es besonders für ein schnelles Feuer geeignet und äußerst dienlich beim Entzünden des Kamins oder Kachelofens. Die Wahl zwischen Hart- und Weichholz wird letztlich hauptsächlich anhand obiger Parameter getroffen.

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