Hobbys & Freizeit

Italienischer Wein: Warum ist Wein aus Italien so beliebt?

Stokkete/shutterstock.com

Unter der heißen Sonne Italiens reifen vom Sommer bis in den frühen Herbst auf unzähligen Weinhängen die prallen Trauben, welche nach der Weinlese für die Herstellung der köstlichen italienischen Weine verwendet werden. Warum der Weinanbau in Italien so erfolgreich ist, welche Weinanbaugebiete, Rebsorten und Weinsorten es gibt, das berichten wir an dieser Stelle.

Die Erfolgsgeschichte italienischer Weine

Mehr als 40 Millionen Hektoliter Wein werden pro Jahr in Italien hergestellt. Damit gehört das südeuropäische Land zu den weltweiten Spitzenreitern bei der Weinproduktion. Einige der hier hergestellten Weinsorten haben es längst weltweit zu Ruhm gebracht. Die Tradition des Weinanbaus reicht in Italien weit zurück, denn schon vor mehr als eintausend Jahren entstanden hier erste Weinhänge. In der Blütezeit des römischen Reichs war Wein durch alle sozialen Stände hinweg ein viel konsumiertes Getränk. Bereits damals wurde die Qualität der italienischen Weine ständig verbessert. Heute werden italienische Weine in drei Qualitätsstufen unterteilt.

Den Anfang macht der so genannte Vino, welcher mit deutschem Tafelwein zu vergleichen ist. Die mittlere Qualitätsstufe wird als IGP abgekürzt und ähnelt unserem heimischen Landwein. Mit den Abkürzungen DOP und DOC werden Weine der höchsten Qualität wie der qualitativ hochwertige Wein von Zeni bezeichnet. Das Weingut Zeni befindet sich seit fünf Generationen und mehr als 130 Jahren im Familienbesitz. Neben dem Anbau klassischer Rebsorten widmet sich die Familie auch dem Betrieb eines Weinmuseums.

Die wichtigsten Weinanbaugebiete in Italien

Aufgrund der großen Menge Wein, die in Italien jährlich produziert wird, wundert es nicht, dass sich in vielen Regionen des Landes große Weinanbauflächen befinden. Diese verteilen sich auf alle Bereiche Italiens und profitieren vor allem von den guten klimatischen Voraussetzungen für den Weinanbau. Zu den bekannten Weinanbaugebieten Italiens zählen unter anderem Apulien, Piemont, Sardinien, die Toskana, Venetien, Südtirol und Trentino. Wein wird jedoch auch auf der Insel Sizilien, in Kampanien, der Lombardei, Umbrien und den Abruzzen angebaut.

Aufgrund der milden Temperaturen, der vielen Sonnenstunden und nährstoffreichen Böden eignen sich weite Teile des Landes ideal für den Anbau heimischer und importierter Rebsorten. Aus ihnen werden teilweise prämierte Weine in erstklassiger Qualität hergestellt und in die gesamte Welt exportiert.

Diese Rebsorten werden in Italien angebaut

Welche Aromen ein Wein aufweist und wie vollmundig er schmeckt, das hängt vor allem von der für die Herstellung verwendeten Rebsorte ab. Darüber hinaus wirken sich selbstverständlich auch klimatische Bedingungen während der Wachstumsphase der Trauben, der Nährstoffgehalt des Bodens und das Verfahren der späteren Verarbeitung zu Wein auf den Geschmack aus. Italien ist bekannt für seine breite Auswahl unterschiedlicher Rotweine. Inzwischen stellen zwar immer mehr Winzer aus Italien auch Weißwein her, der klassische Wein des südeuropäischen Landes ist jedoch nach wie vor ein vollmundiger Rotwein. Besonders häufig werden hier Rebsorten wie Barbera, Glera, Nebbiolo, Arneis und Sangiovese angebaut.