Wirtschaft & Finanzen

Online verkaufen: Welche Möglichkeiten stehen zur Verfügung?

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Gerade unter dem Eindruck der Herausforderungen im Jahr 2020 sehen immer mehr Menschen die Zukunft für ihr bestehendes oder ihr noch zu gründendes Unternehmen im Internet. Es hat sich gezeigt, dass viele Menschen im Prinzip dazu bereit sind, die verschiedensten Waren und Dienstleistungen über das Netz zu bestellen.

Dabei spielen auch kleine Namen inzwischen wieder eine größere Rolle, entfernen sich doch viele Konsumenten von den großen Marken und den Platzhirschen mit fragwürdigen Bedingungen für die Mitarbeiter. Wer selbst darauf hinarbeitet, den eigenen Shop im Internet zu veröffentlichen, hat zudem verschiedenste technische Varianten zur Verfügung.

Eigener Online-Shop? Shopsoftware und One-Click-Dienste machen es einfach

Ein Grund dafür, dass bis heute nicht viele Unternehmen den Schritt ins Internet gewagt haben, lag an der vermeintlichen technischen Hürde beim Aufbau. Da wurden Befürchtungen laut, dass es hohe technische Expertise bräuchte, um einen solchen Shop im deutschsprachigen Internet erfolgreich zu gestalten. Auch hier gab es aber einige technische Innovationen und heute braucht es kein großes Wissen mehr, um einen eigenen Shop ins Internet zu stellen und erfolgreich zu vermarkten. Vor allem die Shopsysteme sind dabei von entscheidender Bedeutung.

Klassiker sind natürlich Dienste wie Shopify. Sie erlauben es, dass ein eigener Shop mit wenigen Klicks erstellt wird und die vorhandenen Funktionen reichen in der Regel für den Einstieg vollständig aus. Auch ein eigener Shop auf einem eigenen Server mit Magento oder einem ähnlichen System ist in der heutigen Zeit eine einfache Angelegenheit für sich. Dazu kommt, dass es viele Agenturen und Profis gibt, die für einen kleinen Betrag bei der Umsetzung ganz nach den eigenen Wünschen helfen können.

Zuletzt etablieren sich aber zudem Möglichkeiten auf einer technisch alternativen Basis. Die sozialen Netzwerke wie Facebook sind beispielsweise auf den Zug E-Commerce aufgesprungen und bieten heute eigene Dienst. Dazu kommt, dass mit dem Dropshipping ein ganz neuer Trend in Deutschland immer beliebter wird und die bereits bestehenden Strukturen für den Verkauf von Waren und Dienstleistung in Deutschland auf den Kopf stellt.

Worauf ist bei der Auswahl des eigenen Shops zu achten?

Die entsprechenden System richten sich natürlich an unterschiedliche Bedürfnisse. Wer zum Beispiel bereits einen kleinen eigenen Einzelhandel hat und sich jetzt im Internet ausbreiten möchte, braucht in der Regel kein umfassendes System, das mit einer eigenen Administration und somit hoher technischer Verantwortung einhergeht. Viele der Funktionen sind heute Standard und bei jeder Lösung vorhanden. Welches System ist für welche Gruppe empfehlenswert?

  • Eigenes Shopsystem: Beim eigenen Shopsystem hat man die vollständige Kontrolle über den Hoster und den Shop an sich. Das bedeutet, dass er ganz nach den eigenen Bedürfnissen angepasst werden kann. Es sind aber zeitlich auch die kompliziertesten Systeme mit komplexer Anleitung und besonders empfehlenswert für Shops, die sich vollständig auf das Internet konzentrieren möchten.
  • Fertige Software: Eine fertige Software für Shopify erlaubt den Einsatz in unterschiedlichen Größen und mit verschiedenen Bedürfnissen. Auch hier ist eine Anpassung weitestgehend möglich und wird nur von den groben Grenzen des Systems beschränkt. Der Vorteil ist, dass der eigene Shop auch bei mangelnden technischen Kenntnissen in wenigen Klicks aufgesetzt und funktionstüchtig ist.
  • Social Networks: Gerade dann, wenn man sich neu in die Welt des E-Commerce einarbeiten möchte, sind die neuen Möglichkeiten, die beispielsweise durch Facebook geboten werden, besonders interessant. Sie lohnen sich auch für Einsteiger in dem Bereich.

Natürlich befindet sich auch die E-Commerce in einem beständigen Wandel und neue Lösungen gibt es regelmäßig zu finden. Wichtig ist vor allem zu wissen, dass es in der heutigen Zeit keinen Grund mehr gibt, nur aus technischen Befürchtungen auf einen Shop im Netz zu verzichten. Sowohl für Existenzgründer als auch für jene, die bereits über ein Geschäft verfügen, ist das wachsende E-Commerce Umfeld eine tolle Möglichkeit und kann sich schnell zu einem starken Standbein für die eigenen Unternehmungen entwickeln.

Dropshipping, Facebook, was ist neu im Bereich E-Commerce?

Zu den neusten Trends im Bereich E-Commerce gehört beispielsweise das Dropshipping. Gerade für Gründer ist es interessant, da hier die Hürde des eigenen Lagers nicht mehr vorhanden ist. Stattdessen fungiert man als eine Art Zwischenhändler und legt die Logistik in die Hände eines größeren Partners, der den Versand übernimmt. Aber auch Facebook ist jetzt im großen Spiel vertreten. Seit der Pandemie gibt es eine Funktion, mit der man einen kleinen Shop auf der eigenen Seite im sozialen Netzwerk einrichten und so Produkte auf Facebook verkaufen kann. Gerade die Unternehmen, die bisher noch nicht in diesem Bereich aktiv sind und testen wollen, wie gut die eigenen Waren ankommen, können auf diese Weise einen langsamen Einstieg in die Materie wagen.

Dazu kommt, dass man bei dem Betrieb eines Shops via Facebook durch unterschiedliche Synergien punktet. So ist beispielsweise die eigene Seite zur Bewerbung der entsprechenden Produkte und Dienstleistungen mit der Facebook-Seite direkt vorhanden. Auch die bereits bestehenden Fans der Seite können natürlich direkt als eine Zielgruppe für das Marketing genutzt werden. Mit der einfachen Verbindung von Anzeigen in dem sozialen Netzwerk können gezielte Kampagnen gestartet werden, mit denen man dem Erfolg des eigenen Shops ein wenig bessere Chancen geben kann. Zudem hält einen niemand davon ab, bei ein wenig Erfolg den Shop weiter auszubauen.

Der Facebook Shop lässt sich auf sehr einfache Weise mit verschiedenen anderen Systemen verbinden. Auch hier sei wieder Shopify genannt, die schon seit einiger Zeit über eine Integration von Facebook in den eigenen Shop verfügen. Das bedeutet, dass man das Angebot im sozialen Netzwerk kann bequem vom eigenen Shop aus gestalten kann. Das erlaubt auf der einen Seite, das Publikum mit bestimmten Angeboten zu locken und auf der anderen Seite zu garantieren, dass die Besucher langfristig auf den eigenen Shop übersiedeln. Eine gute Strategie also, die gerade in Hinblick auf das so komplexe Marketing im Online-Business viele neue Möglichkeiten liefert.

Ob nun Shop im Social Network, ein großer eigener Shop oder einer der vielen Dienstleister für die schnelle Erstellung – E-Commerce wächst auch in Deutschland immer weiter, das hat sich in den letzten Monaten gezeigt. Es ist daher ein guter Zeitpunkt, sich mit den eigenen Möglichkeiten zu beschäftigen und vielleicht den Einstieg zu wagen.

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