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Sicherheit am Arbeitsplatz: Welche Rolle die Schuhe beim Arbeitsschutz spielen

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Nach einer Studie der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) wird kaum ein Körperteil am Arbeitsplatz so oft verletzt wie die Füße. Das ist auch kein Wunder: Wo gearbeitet wird, fällt öfter mal etwas herunter. Und wer nicht die richtigen Schuhe trägt, kann sich hier stark verletzen. Dieser Artikel zeigt, wie sich das mit den richtigen Arbeitsschutzschuhen verhindern lässt.

Was sind Arbeitsschutzschuhe und wo kann man sie kaufen?

Als Arbeitsschutzschuhe dürfen nicht einfach Schuhe bezeichnet werden, die etwas stabiler sind als normale Freizeitschuhe. In Deutschland gibt es für Arbeitsschutzschuhe verschiedene Sicherheitsklassen. Je nachdem, in welchem Einsatzgebiet die Schuhe getragen werden sollen, kommt eine andere Sicherheitsklasse infrage. Ein Blick auf die Arbeitsschuhe von Tooler zeigt, wie groß die Vielfalt an zur Verfügung stehenden Sicherheitsschuhen hierbei ist. Von Halbschuhen über Gummistiefel bis hin zu Feuerwehrstiefeln lässt der Markt kein Bedürfnis unerfüllt. Das ist auch wichtig, denn jeder dieser Schuhe erfüllt ein anderes Sicherheitsbedürfnis. Ein gutes Beispiel hierfür sind Schweißerschuhe: Sie müssen von allen Sicherheitsschuhen mit den härtesten Bedingungen stand halten.

Schweißerstiefel halten besonders hohen Temperaturen stand und verfügen zudem in der Regel über eine Stahl-Inneneinlage im Zehenbereich und an der Sohle. So ist gewährleistet, dass man selbst bei einem beherzten Tritt auf einen rostigen Nagel keiner Verletzungen erleidet und das auch ein schwerer Hammer, der auf die Zehenspitze fällt, keine Knochenbrüche zur Folge hat. Sicherheitsschuhe sind in vielen Betrieben sogar vorgeschrieben und ein eklatanter Teil des generellen Arbeitsschutzes. So darf in Deutschland in der Regel keine Baustelle ohne die richtigen Sicherheitsschuhe betreten werden. Die eingangs genannten Zahlen der BG ETEM zeigen, dass diese Vorsichtsmaßnahme durchaus ihre Berechtigung hat.

Welche Sicherheitsklassen gibt es bei Arbeitsschutzschuhen?

In Deutschland werden Arbeitsschutzschuhe nach verschiedenen Sicherheitsklassen eingeteilt. Grundsätzlich unterscheidet man hierzulande sieben Kategorien und eine Vielzahl an Zusatzangaben. Schuhe der Klasse SB bieten beispielsweise einen grundsätzlichen Schutz, die Klassen S2 bis S5 sind bereits speziell im Hinblick auf verschiedene Einsatzbereiche hin optimiert. Zusatzangaben wie „A“ für einen Antistatik-Schutz oder „P“ für Durchtrittsicherheit geben zudem darüber Aufschluss, ob die Schuhe für bestimmte Spezialbranchen gerüstet sind. Ein Elektriker wird beispielsweise nicht unbedingt schwere Schutzschuhe mit Stahlkappe und Durchtrittsicherheit brauchen, statisch aufladen sollten sich seine Schuhe aber keinesfalls.

Ein Metallarbeiter wiederum braucht Schutz vor Nägeln, Platten und anderen schweren oder spitzen Gegenständen, wasserdicht müssen seine Schuhe aber auch nicht unbedingt sein. Wer sich nicht sicher ist, welche Schutzschuhe in seiner Branche angebracht sind, sollte beim zuständigen Betrieb oder einer assoziierten Berufsgenossenschaft nachfragen. In der Regel gibt es genaue Verordnungen und Empfehlungen darüber, welche Arbeitsschutzschuhe für welche Tätigkeit wirklich erforderlich sind.

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