Gesundheit & Medizin

Tachykardie (Herzrasen): Die Ursachen im Überblick

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Im Normalfall schlägt unser Herz mit 50 bis 100 Schlägen pro Minute. Angst oder Vorfreude können unseren Herzschlag beschleunigen und bewirken, dass wir starkes Herzklopfen verspüren. Die Ursachen von Herzrasen (Tachykardie) können aber auch in Herzerkrankungen liegen. Schlägt das Herz kontinuierlich mit über 100 Schlägen pro Minute, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ursachen für Tachykardie

Treppensteigen, Sport, Aufregung oder Stress können ein plötzliches Herzrasen nach sich ziehen, das nach einigen Augenblicken wieder verschwindet. Gemäß der Deutschen Herzstiftung leiden in Deutschland rund 100 000 Menschen an gutartigem Herzjagen. Tritt Herzrasen jedoch wiederholt auf, sollten die Ursachen unbedingt von einem Kardiologen abgeklärt werden. So kann beispielsweise in der Kardiologie Gamm in Berlin-Zehlendorf eingeschätzt werden, ob die Symptome harmlos sind oder ob sich dahinter eine ernsthafte Erkrankung verbirgt. Dazu wird ein EKG im Ruhezustand sowie nach Möglichkeit auch während auftretender Symptome aufgezeichnet. In der Praxis legt man einen großen Wert auf präventive Maßnahmen und Früherkennung.

Bei dauerhaft erhöhtem Herzschlag ist dieses nicht mehr in der Lage, den Körper optimal mit Blut und damit mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Bei Herzrasen liegt eine Störung innerhalb des Erregungsleitungssystems des Herzens vor, die ihre Ursachen in den Vorhöfen (Atrien) oder den Herzkammern (Ventrikeln) haben kann. Tachykardie kann Zeichen einer Herzerkrankung sein oder auch auf Bluthochdruck, Unterzuckung oder eine Erkrankung der Schilddrüse hinweisen. Die Ursachen für Herzrasen sind vielfältig, grundsätzlich können folgende Arten unterschieden werden.

Vorhofflattern oder -flimmern

Am häufigsten tritt das sogenannte Vorhofflimmern oder -flattern auf. Dabei handelt es sich um eine Rhythmusstörung, die besonders häufig im Alter zwischen 75 und 85 Jahren sowie bei Patienten mit Bluthochdruck auftritt. Die überhöhte Schlagrate im Vorhof wird mit einer Verzögerung in die Kammer weitergeleitet. Vorhofflimmern kann mittels eines kleineren Kathetereingriffs geheilt werden.

Kammertachykardie

Bei einer Kammertachykardie geht das Herzrasen von den Kammern aus. Eine gestörte Erregungsleitung führt zu unerwünschten elektrischen Impulsen in den Herzmuskelzellen, wodurch der Herzschlag deutlich beschleunigt wird. Ursachen dafür sind beispielsweise koronare Herzkrankheiten, Herzklappenfehler, Herzmuskelentzündungen oder ein Infarkt. Da eine Kammertachykardie zu einem plötzlichen Herztod führen kann, müssen die Ursachen genau abgeklärt und rasch behandelt werden.

Kammerflimmern

Generieren geschädigte Herzmuskelzellen (z. B. durch Vernarbung nach einem Infarkt) unerwünschte elektrische Impulse, tritt Kammerflimmern auf. Als Folge dieser unkoordinierten Erregung zuckt das Herz mit hoher Frequenz und pumpt kein Blut in den Kreislauf – das Herz bleibt praktisch stehen und Betroffene werden bewusstlos. Dieser lebensbedrohliche Zustand wird auch als „plötzlicher Herztod“ bezeichnet. Aufgrund der fehlenden Sauerstoffversorgung von Gehirn und wichtigen Organen sind schwere körperliche Schäden zu befürchten. Im Falle einer erfolgreichen Reanimation ist eine intensive Ursachenforschung notwendig.

Wichtiger Hinweis

Bei auftretendem Herzrasen sollte man keinesfalls zögern, sofort einen Arzt zu kontaktieren, vor allem, wenn man sich unwohl fühlt sowie Kurzatmigkeit, Atemnot oder ein Engegefühl in der Brust damit einhergehen.

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