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Unagi-Sauce: Herkunft, Geschmack und leckere Rezeptideen

unagi-sauce
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Aus der japanischen Küche nicht wegzudenken: Unagi-Sauce als Bestandteil eines traditionell zubereiteten, gegrillten Aal-Gerichtes. Sowohl zum Marinieren als auch zum Verfeinern findet sie hier Anwendung. Inzwischen hat sich die asiatische Spezialität auch im europäischen Raum etabliert. Unagi-Sauce zu Gegrilltem, Sushi oder als Dip serviert, findet vermehrt ihre Liebhaber.

Wie schmeckt Unagi-Sauce und was ist drin?

Am besten lässt sich der Geschmack von Unagi-Sauce als süßlich und gleichzeitig leicht salzig und würzig beschreiben. Obwohl es sich bei wörtlicher Übersetzung um Aal-Sauce handelt, sind die gleichnamigen Fische nicht in der Sauce enthalten. Unagi-Sauce besteht in der Hauptsache aus eingedickter Sojasauce und karamellisiertem Zucker sowie einem Schuss Mirin, dem bekannten japanischen Reiswein. Abhängig vom jeweiligen Hersteller kann Unagi-Sauce daneben Sake enthalten, was den Geschmack der Sauce noch einmal intensiviert.

Wofür ist die Sauce geeignet?

Unagi-Sauce zu gegrilltem Aal ist die klassische Art, die japanische Spezialität zu verwenden. Wer jedoch keinen Aal mag, muss auf den interessanten Geschmack der Sauce dennoch nicht verzichten. Sie lässt sich daneben mit diversen anderen Gerichten kombinieren. Zu gegrillten Steaks passt sie ebenso gut wie zu Hähnchen oder als Basis für leckere Dips. Reis oder Nudeln bekommen durch Unagi-Sauce einen asiatischen Touch. Lecker auch mit Unagi-Sauce mariniertes Grillfleisch und sogar Gemüse kann mit der japanischen Sauce verfeinert werden.

Die Konsistenz

Unagi-Sauce wird von unterschiedlichen Herstellern angeboten. Die Konsistenz ist in jedem Fall eher dickflüssig. In etwa so, wie wir sie vom Ketchup her kennen. Wer sich entschlossen hat, Unagi-Sauce selbst herzustellen, hat natürlich Einfluss auf die Beschaffenheit der Sauce, die sich auch etwas dünnflüssiger zubereiten lässt.

sushi mit unagi
Nishihama/shutterstock.com

Unagi-Sauce selbst gemacht

Die schmackhafte Unagi-Sauce selbst herzustellen ist keine besonders große Herausforderung. Obwohl sich die weiteren Zutaten leicht variieren lassen, stellt Sojasauce immer die Basis dar. Hier gilt es darauf zu achten, eine dunkle Variante zu verwenden, da diese einen etwas süßeren Geschmack aufweist als helle Sojasauce. Die nächste Zutat ist Wein, wobei Mirin als japanischer Weißwein die erste Wahl sein sollte. Ist das Produkt aber nirgends erhältlich, kann auch ein normaler deutscher halbtrockener Weißwein die Alternative sein. Nach Belieben kann der Unagi-Sauce Zucker und Honig zugefügt werden.

Einfach hausgemacht: Die leckersten Rezepte

Das Grundrezept für Unagi-Sauce besteht aus lediglich drei Zutaten: Sojasauce, Wein und weißem Zucker. Diese werden zu gleichen Teilen in einem Topf zum Kochen gebracht. Sofort, wenn die Mischung anfängt zu sieden, auf kleiner Flamme einkochen lassen und so auf etwa die Hälfte der Menge reduzieren. Wem es zu lange dauert, bis die Sauce durch das Kochen die passende Konsistenz erhält, kann Stärke zugeben, um den Vorgang zu beschleunigen.

Verfeinert werden kann die Unagi-Sauce während des Kochvorgangs unterschiedlich. Cayennepfeffer eignet sich hierfür besonders gut. Der in Japan als fünfte Geschmacksrichtung bekannte Uami-Geschmack lässt sich auch in der Unagi-Sauce realisieren. Hierfür einfach etwas getrocknete Fischbrühe aus dem Asia-Shop zugeben. Besonders dann, wenn es um authentisch asiatische Gerichte geht, eine gute Alternative zu herkömmlicher Unagi-Sauce.

1. Unagi-Sauce mit Honig und Ingwer

Eine abgewandelte, aber leckere Variante der Unagi-Sauce eignet sich besonders gut, wird sie zu Fischspezialitäten vom Grill gereicht.

  • Zutaten: 50 ml Sojasauce, 50 ml Olivenöl, 10 g Honig, etwas Maisstärke, 5 g Ingwerwurzel.
  • Zubereitung: Honig sowie Olivenöl in einen Topf geben und auf dem Herd erhitzen. Inzwischen die Stärke mit der Sojasauce vermengen und ebenfalls in den Topf geben. Ingwerwurzel schälen, reiben und hinzufügen. Das Ganze jetzt bei niedriger Temperatur etwa zehn Minuten köcheln. Den Topf vom Herd nehmen, die Masse abkühlen lassen und fertig ist die Unagi-Sauce mit Ingwer, die so hervorragend zu gegrilltem Fisch passt.

2. Unagi-Sauce mit Aal

Um dem typisch japanischen Unagi-Rezept besonders nahezukommen, eignet sich die Zubereitung der Unagi-Sauce mit geräuchertem Aal bestens.

  • Zutaten: 200 ml qualitativ hochwertige Sojasauce, eine halbe Tasse Wasser, 15 g Maisstärke, 250 ml Mirin-Wein, 110 g Zucker, 70 g geräucherter Aal
  • Zubereitung: Sojasauce, Wasser und Mirin vermischen und in einem Topf auf den Herd stellen. Sobald die Masse zu kochen beginnt, Temperatur verringern und einige Minuten leicht köcheln lassen. Nun den Zucker hinzufügen, umrühren und weiter kochen lassen. Den geräucherten Aal in kleine Stücke schneiden und in den Topf geben. Die Masse jetzt noch einmal auf höherer Temperatur aufkochen lassen. Die Maisstärke in kaltem Wasser auflösen, in den Topf geben und alles bei niedriger Hitze so lange köcheln lassen, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Diese Unagi-Sauce lässt sich prima zum restlichen Räucheraal servieren.
gegrillter aal
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3. Unagi-Sauce mit Knoblauch

Sogar Knoblauchgeschmack kann in einer Unagi-Sauce zur Geltung kommen.

  • Zutaten: Ein Glas Sojasauce, drei zerkleinerte Knoblauchzehen, ein halbes Glas Weißwein, 1 halbes Glas Wasser, 30 g Zucker, 1 TL geriebener Ingwer, 1 TL Maisstärke, 1 TL Olivenöl
  • Zubereitung: Ingwer und Knoblauch gemeinsam mit dem Zucker und der Maisstärke in einen Topf geben und mischen. Sojasauce, Wasser und Wein hinzufügen und den Topf auf den Herd stellen. Die Mischung zum Kochen bringen und anschließend bei niedriger Temperatur so lange köcheln lassen, bis eine dickliche Masse entsteht. Jetzt einige Tropfen Olivenöl in den Topf geben und umrühren. Danach durch Filtern grobe Knoblauch- und Ingwerstücke entfernen und abkühlen lassen. Eine köstliche Variante der Unagi-Sauce, die zu vielen asiatischen Gerichten, aber auch zu Gegrilltem passt.

Fazit

Unagi-Sauce lässt sich vielseitig verwenden, wobei sie in Kombination mit gegrilltem Aal und weiteren Fischsorten besonders gut ihren außergewöhnlichen Geschmack entfaltet. Auch für Sushi bestens geeignet. Wer auf glutenfreie Ernährung achten muss, findet im Handel entsprechende Varianten der japanischen Sauce. Egal, welche Unagi-Sauce bevorzugt wird, sie stellt mittlerweile auch eine Bereicherung innerhalb der deutschen Küche dar. International zu Kochen gehört für viele Menschen mittlerweile zum Alltag. Auch Unagi-Sauce wird daher vermehrt in deutschen Vorratsschränken zu finden sein.

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