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Butter aufschlagen: So geht garantiert nichts schief

Butter aufschlagen
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Butter aufschlagen bedeutet, Butter mit Zucker zu verrühren, wodurch sich eine weiche Creme bildet. Die aufgeschlagene Butter kommt anschließend zum Backen zur Anwendung.

Was bedeutet Butter aufschlagen?

In vielen Rezepten für Kuchen oder Gebäck ist vermerkt, dass die Butter aufgeschlagen werden soll. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Butter ausgepackt wird. Stattdessen lässt sie sich schaumig rühren und verleiht dem Kuchen oder Gebäck ein besonderes Aroma. Die weiche Creme, die sich beim Aufschlagen der Butter bildet, dient zum Backen. Weil auch Luft dabei in den Teig gelangt, kann der Kuchen besser aufgehen und wird lockerer. Für das perfekte Gelingen des Backwerks ist es also überaus wichtig, dass die Butter schaumig geschlagen wird.

So gelingt das Weichmachen

Die Butter lässt sich nur dann schaumig aufschlagen, wenn bei ihr die optimale Temperatur besteht. Ist die Butter nämlich zu warm oder zu kalt, lässt sie sich nicht schaumig schlagen. Steht die Butter im Kühlschrank, muss sie zunächst bei Zimmertemperatur wenigstens eine Stunde liegen. Die nötige Konsistenz hat die Butter erreicht, wenn sie so weich wie ein reifer Pfirsich ist, was sich mit einem Fingerdruck nachprüfen lässt. Allerdings darf die Butter auch nicht zu weich werden und angeschmolzen sein, weil sie sich dann nicht mehr richtig aufschlagen lässt. In diesem Fall sollte die Butter noch einmal für 5 bis 10 Minuten in den Kühlschrank gestellt werden, damit sie wieder mehr Festigkeit erhält.

Manchmal kommt es vor, dass vergessen wird, die Butter rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen. Dann besteht die Option, die harte Butter mithilfe einer Reibe in dünne Streifen zu teilen. Wer im Besitz einer Mikrowelle ist, erwärmt die Butter einfach in dem Gerät. Dabei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten, denn wenn die Butter schmilzt, kann sie nicht mehr schaumig geschlagen werden.

Butter mit einem Rührgerät aufschlagen

Ist die Butter im richtigen Zustand, wird sie in eine passende Rührschüssel gegeben. In dem Gerät kann die Butter bei niedriger Geschwindigkeit solange aufgeschlagen werden, bis sie ausreichend Weiche und Cremigkeit erlangt hat. Nächster Schritt ist die Hinzugabe von Zucker in kleinen Portionen. Der Zucker muss langsam hinzugegeben werden, damit er sich gut in die Butter einrühren lässt. Der Zucker kann sich dadurch auflösen und es entstehen keine Körner oder Klumpen innerhalb des Teigs. Kommt es zum Verrühren des Zuckers, schneidet er sich durch die Butter hindurch. Infolgedessen bilden sich Luftblasen, wodurch die Mischung gelüftet wird. Auf diese Weise kann der Teig aufgehen und das Gebäck wird locker und leicht.

butter rühren
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Bei den meisten Rezepten wird Puderzucker zum Aufschlagen der Butter benötigt. Grund dafür ist die perfekte Konsistenz des Puderzuckers zum schaumig schlagen, weil er mit seiner Oberfläche die Butter während des Schlagens optimal belüftet. Durch seine Feinheit wird wiederum verhindert, dass Kekse oder Kuchen eine grobe Struktur bekommen, was beispielsweise bei Kristallzucker der Fall sein kann.

Geschwindigkeit des Rührers erhöhen

Nach dem Verrühren des kompletten Zuckers oder Puderzuckers lässt sich das Tempo des Rührgerätes erhöhen. Das Schlagen dauert solange, bis die Butter ausreichend Glätte und Cremigkeit erhält. Zum Unterrühren von Butter oder Zucker, die am Innenrand der Rührschüssel kleben bleiben, sollten diese Reste mit einem Spachtel aus Gummi in die untere Richtung befördert werden. Der festklebende Teig lässt sich außerdem aus dem Rührwerkzeug entfernen und untermischen.

Beendigung des Rührens

Wichtig ist zudem, den richtigen Zeitpunkt für das Beenden des Rührvorgangs nicht zu verpassen. Erkennen lässt sich die perfekte Cremigkeit an einer hellbeigen Färbung des Teigs. Außerdem verdoppelt sich das Volumen. Der Teig sollte außerdem ähnlich dicht und cremig sein wie Mayonnaise. Allerdings dürfen Butter und Zucker auch nicht zu lange verrührt werden. Hat der Teig die helle Färbung und cremige Konsistenz erlangt und bilden sich leichte Spitzen, kann der Rührvorgang beendet werden.

Wird der passende Zeitpunkt verpasst, geht die verarbeitete Luft wieder verloren, sodass das Gebäck weniger gut aufgeht. Normalerweise reichen 6 bis 7 Minuten aus, um bei Einsatz eines Rührgerätes die erforderliche Cremigkeit zu erreichen. Sind Butter und Zucker gut verrührt, kann das weitere Backen je nach Rezept weitergehen.

Butter per Hand aufschlagen

Wer kein Rührgerät besitzt, kann die Butter auch per Hand aufschlagen. Dabei kommt eine gewöhnliche Rührschüssel zur Anwendung. Empfohlen werden Schüsseln aus Steingut oder Keramik, weil im Unterschied zu Plastik- oder Metallschüsseln das Schlagen der Butter schneller vorangeht. Vor der Hinzugabe des Zuckers wird die Butter zunächst allein schaumig gerührt. Auf diese Weise lässt sich der Zucker leichter dazugeben. Zum Zerdrücken der Butter verwenden lassen sich ein Schneebesen, ein Löffel aus Holz oder eine Gabel. Nach und nach wird der Zucker hinzugegeben und mit der Butter verrührt. Dabei muss eine Zeitlang konstant gerührt werden. Sind keine Klumpen mehr vorhanden und der Teig cremig genug und hell, ist die Mischung fertig.

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