Gesundheit & Medizin

Depressionen: Frühzeitiges Erkennen und Behandeln für eine erfolgreiche Therapie

Africa Studio/shutterstock.com

Die psychische Krankheit Depressionen kommt uns vertraut vor. Besonders in den letzten Jahren wurde eine gesellschaftliche Diskussion ausgelöst, die für einen Informationsfluss gesorgt hat. Betroffenen werden endlich ernst genommen und können offen über ihre Krankheit kommunizieren. Gleichzeitig hat sich ein Gefühl eingestellt, dass suggeriert, dass das Krankheitsbild Depressionen gründlich erforscht ist und Diagnosen zuverlässig gestellt werden können.

Dies ist allerdings ein Irrglaube. Richtig ist, dass eine Depression, wenn sie erkannt wurde, gut therapierbar ist. Mit der Unterstützung von Medikamenten schaffen es Erkrankte sich aus dem tiefen Loch der Dunkelheit herauszuarbeiten. Das Medikament Duloxetin hat sich als wirkungsvoll in der Behandlung von Depressionen und bei Angstzuständen gezeigt. Duloxetin ist ein selektiver Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer und hat eine stimmungsaufhellende Wirkung. Das Medikament gilt als besonders verträglich. Beim Absetzen von Duloxetin sollte man beachten, dass Nebenwirkungen auftreten können, die nur eine langsame Verringerung der Dosierung erlauben.

Depressionen haben viele Gesichter

Die Symptome einer Depression können sehr unterschiedlich sein. Die Schwere und der zeitliche Ablauf halten sich an keine festen Regeln. Es gibt auch keinen festen Auslöser für den Beginn einer Depression. Der Verlust eines nahen Angehörigen, Einsamkeit oder zu viel Stress sind einige der Ursachen, die eine tiefe Traurigkeit auslösen können. Plötzlich ist die Freude aus dem Leben verschwunden, bedeutungsvolle Verbindung im Leben sind wertlos oder es entsteht ein Gefühl, selbst nichts mehr wert zu sein. Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit bestimmen den Alltag.

Viele Patienten denken zunächst an eine Phase, die nach dem nächsten Urlaub verschwunden ist. Sogar nächste Angehörige spüren zunächst nicht, dass jemand in ihrem Umfeld schwer erkrankt ist. Es ist wichtig, schon bei dem Verdacht einer Depression das Gespräch mit einem Arzt zu suchen. Je frühzeitiger die Behandlung beginnt, desto besser sind die Heilungschancen.

Mit Medikamenten durch die schwere Phase kommen

Jeder Patient hat eine eigene Geschichte, die hinter der Erkrankung steht. Für eine Heilung ist es wichtig, die Auslöser für eine Depression zu kennen und sich Mechanismen anzueignen, die dauerhaft gegen Depressionen wirken. Je nach Schwere der Depression zum Zeitpunkt der Diagnose wird eine Therapie eingeleitet. Patienten, die suizidgefährdet sind, werden in diesem Fall stationär behandelt. Eine medikamentöse Therapie benötigt einen Zeitraum von einigen Wochen, bis sich der Wirkstoff in ausreichender Form im Körper befindet.

In diesem Zeitraum sollten Patienten mit einer schweren Form der Depression nicht allein sein. Bei leichteren Verläufen werden Patienten über Fachärzte behandelt, die für eine enge Betreuung sorgen. Die Medikamente helfen Patienten durch die ersten Phasen. Verbessert sich der Gesundheitszustand, beginnt eine Zeit aktiv gegen die Depressionen anzugehen und die Dosierung der Medikamente zu reduzieren. Gesprächstherapien bei Psychotherapeuten sind eine gute Unterstützung. Viele Patienten haben mit Ausdauersport und gezielten Entspannungstechniken aus dem Yoga gut Erfahrungen gemacht.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner