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Estrich versiegeln: So werden Oberflächen richtig geschützt

Estrich versiegeln
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Die Estrichoberfläche besteht in der Regel aus rauen Körnern. Bei der Anwendung als Bodenbelag ist eine Versiegelung des Estrichbodens umso wichtiger. Dadurch können die porösen Bodenstellen geschützt und die Oberfläche leichter gereinigt werden. Mit einer entsprechenden Versiegelung bleibt der Boden von Fremdkörpern und Schmutz geschützt. Der Boden wird durch eine Versiegelung weiterhin auch rutsch-, abrieb- und trittfest. Wie geht gehen Sie aber richtig vor, wenn Sie eine Versiegelung auf Ihren Estrich auftragen möchten?

Estrich versiegeln: Worauf man im Wohnzimmer achten sollte

Insbesondere im Wohnbereich zeigt sich der Estrich als optimal und sorgt für eine schöne Optik. Vor allem in der Küche kommt es oftmals vor, dass Fette, Öle und weitere Flüssigkeiten in die Estrichoberfläche eindringen und sie schädigen. Damit der Boden also gegen jegliche Verschmutzung geschützt ist, sollte er versiegelt werden.

  • Estrich versiegeln mit Epoxidharz

Der Estrich kann mit einem Epoxidharz aus zwei Komponenten versiegelt werden. Bei der Abmischung gibt es ein Mischverhältnis, welches Sie unbedingt einhalten müssen. Die Trocknungszeiten betragen bis zu 72 Stunden – vorher sollte der Boden auf keine Art und Weise belastet werden. Die Verwendung einer Atemschutzmaske sowie das Tragen von Schutzbrille und Schutzhandschuhen ist beim Auftragen empfehlenswert.

  • Estrich gegen Öle und Fette versiegeln

Fette und Öle können gerade in der Garage oder Küche leicht entstehen und in den Estrich eindringen. Sollte gleichzeitig noch anderer Schmutz in den Boden eindringen, dann wird die Oberfläche extrem unansehnlich. Soweit muss es allerdings nicht kommen: Die sicherste und einfachste Lösung stellt eine Estrichversiegelung dar.

Selbstverständlich kann der Schutz auch im Haus oder in den Räumlichkeiten einer Wohnung aufgetragen werden. Nachdem Sie die Versiegelung aufgetragen haben, fällt Ihnen die Reinigung um einiges leichter. Und letztendlich ist der Estrichboden dauerhaft geschützt, wodurch viele potenzielle Probleme schon mal gar nicht auftreten können.

Estrich farblos versiegeln: Diese Möglichkeiten gibt es

Eine der wichtigsten Voraussetzungen ist, dass Estrich auf einer sauberen und glatten Oberfläche aufgetragen wird. Diese muss also im Voraus mehrmals abgesaugt und gefegt werden. Des Weiteren müssen alle Vertiefungen und Risse ausgeglichen werden. Wird die Oberfläche nicht entsprechend vorbereitet, so kann die Stabilität der Versiegelung verschlechtert werden. Bevor der Estrichboden farblos versiegelt wird, sollte er vollkommen trocken sein: Das heißt, dass die Restfeuchte einen Wert von unter 0,3 % besitzen muss. Auch hier sollte Trocknungszeit von 72 Stunden eingehalten werden. Darüber hinaus müssen Fette und sonstige Flüssigkeiten vor eliminiert werden.

Die gängigste Art, den Estrichboden zu versiegeln, ist eine Zweitkomponenten-Epoxidharz-Versiedlung. Dieser Stoff unterscheidet sich nach der Anwendung im Außen- und Innenbereich. Selbst die Triff- und Rutschsicherheit machen einen großen Unterschied aus. Es ist besonders wichtig, dass Sie diese Produkte ausschließlich mit einer entsprechenden Schutzausrüstung auftragen: Eine Schutzbrille, feste Handschuhe und eine Atemschutzmaske und sind Pflicht.

polieren von estrich
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Ganz wichtig: Das Epoxidharz wird nur vor Ort gemischt. Das Mischverhältnis müssen Sie dabei unbedingt einhalten, da die Versiegelung ansonsten an Wirkung verliert. Das Epoxidharz sollte mit Roller oder Pinsel in dünnen Schichten aufgetragen werden. Direkte Sonneneinstrahlung und Zugluft sind zu vermeiden. Die Trockenzeit von 72 Stunden sollten Sie einhalten, bis Sie den Boden wieder betreten.

Vorgehensweise in der Garage

Selbst in der Garage empfiehlt es sich, den Estrich zu versiegeln. Eine Oberflächenbeschichtung mit Epoxidharz bildet den perfekten Schutz für den Estrich in Ihrer Garage. Durch vie Versieglung lässt sich die Garage viel einfacher reinigen. Wegen den vielen Ölen und Fetten müssen Sie vor allem diesen Bereich öfters sauber machen. Auch hier muss die Oberfläche vollkommen trocken sein, bevor Sie den Schutz auftragen. Die Mindesttemperatur sollte beim Versiegeln mindestens 10 Grad Celsius betragen. Wenn Sie nicht gerade im Winter vorhaben, den Schutz aufzutragen, dann können Sie somit nichts verkehrt machen.

Damit die Saugfähigkeit an der Bodenoberfläche reduziert wird, müssen Sie den Estrich zuerst tiefengrundieren. Die Grundierung sollte nicht glänzen und muss in den Boden gut einsaugen. Die Trockenzeit beträgt hier circa fünf Stunden. Der Garagenboden wird anschließend mit einer Zweikomonenten-Epoxi-Beschichtung versiegelt. Das Verhältnis beträgt 2:1: An diese Vorgabe sollten Sie sich unbedingt halten, wenn Sie ein gutes Ergebnis erzielen möchten. Ein homogenes Gemisch der Materialkomponenten ist für die Versiegelung äußerst wichtig. Nachdem Sie alles vermischt haben, sollten Sie sich etwa zehn Minuten gedulden, bis die Luft aus dem Material entwichen ist. Auf diese Weise verhindern Sie die Entstehung von Luftblasen im späteren Verlauf.

Vorgehensweise im Badezimmer

Im Badezimmer verhält es sich mit der Versiegelung ähnlich. Hier haben Sie den Vorteil, dass die Bodenfläche in der Regel beinahe glatt ist. Trotzdem ist Reinigung vor dem Auftragen sinnvoll, selbst wenn diese nicht so gründlich ausfallen muss wie auf anderen Bodenbelägen. Wichtig ist ebenfalls, dass Sie auf die Trockenheit im Raum achten, da die Versieglung ansonsten niemals trocknen wird. Das Badezimmer sollten Sie zudem vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Optimal ist es, wenn Sie das Bad gar nicht benutzen, während die Versiegelung trocknet.

Die Versieglung von Estrich: Mit welchen Kosten können Sie rechnen?

Der Estrich ist in der heutigen Bautechnik eine sehr weit verbreitete Art und Weise den Fußbodenbau abzuschließen. Der Bodenoberfläche wird mithilfe von Estrichbeton die höchste Festigkeit zugeschrieben. Darüber hinaus ist ein Estrich-Bodenbau wesentlich günstiger als ein Bodenuntergrund aus Holz. Der robuste und wertvolle wird Estrich durch eine Versiegelung vor Fetten und jegliche Art von Schmutz geschützt. Die Kosten für eine Estrichversiegelung betragen meist zwischen zehn und 50 Euro. Die Preise variieren selbst für die notwendigen Materialien. Ein feinporiger Boden braucht eine höhere Versiegelung, was selbstverständlich mehr Geld kostet. Aus diesem Grund lohnt es sich vormals einen Preisvergleich durchzuführen.

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