Gesundheit & Medizin

Leberwerte verbessern: Wie Buttermilch dabei helfen kann

Leberwerte verbessern mit Buttermilch
Natalya Stepowaya/shutterstock.com

Zugegeben: die Überschrift irritiert im ersten Moment. Aber wenn man weiß, welche Eigenschaften reine Buttermilch hat, wandelt sich die Irritation schnell in ein „Aha-Erlebnis“ und in Überzeugung. Um zu überprüfen, ob die Leber in Ordnung ist, werden routinemäßig drei Leberwerte, die so genannten Transaminasen, abgenommen. Diese Transaminasen gehören zu den Enzymen, die im Zusammenhang mit der Entgiftung für die Spaltungsvorgänge zuständig sind.

Zu den abgenommenen Leberwerten gehören standardmäßig GPT, GOT und gamma GT. Oft wird auch die alkalische Phosphatase kontrolliert. Erkranken kann die Leber durch falsche Ernährungsgewohnheiten, Alkohol, eine Leberzirrhose, Medikamente, Kortison, Stress und eine Hepatitiserkrankung. Auch eine Schwangerschaft kann zu erhöhten Leberwerten führen.

Leberwerte verbessern mit Buttermilch: Grundlegende Informationen

Es handelt sich um ein Nebenprodukt der Butterherstellung, das bei der Butterung in Form einer Flüssigkeit (reine Buttermilch) übrig bleibt. Die festen Bestandteile des Rahms werden bei der Herstellung von Sauerrahmbutter von der Flüssigkeit getrennt. Für Süßrahmbutter wird die restliche Flüssigkeit noch mit Milchsäurebakterien angereichert. Der leicht säuerliche Geschmack entsteht übrigens durch die Fermentierung. Ganz gleich, welcher Auslöser einer Lebererkrankung vorausgegangen ist: Mit reiner Buttermilch können die Leberwerte verbessert werden.

Im Zusammenhang mit einer Ernährungsumstellung kann die probiotische reine Buttermilch mit einem hohen Gehalt an probiotischen Milchsäurebakterien und einem Fettgehalt von unter 1 % beim Entgiften der Leber helfen. Der zudem hohe Proteingehalt und niedrige Fettanteil führen gleichfalls zu besseren Leberwerten. Alleine damit gilt die reine Buttermilch schon als sehr gesund. Wichtige Nährstoffe wie Zink, Folsäure und Kalzium plus viele Vitamine wie beispielsweise Vitamin A, Vitamin B1, B2, B3, B4, B5. B6, B7 und B9 und B12 sowie C, D, E und K sind für diese Aussage ebenfalls verantwortlich. Hinzu kommen wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente, die in reiner Buttermilch ebenfalls enthalten sind.

In welcher Form kann Buttermilch Tag für Tag ausreichend konsumiert werden?

An erster Stelle steht das zum Beispiel morgendliche Vollkorn-Müsli ohne Zuckerzusatz mit frischen Früchten gefolgt von leckeren Buttermilchsmoothies, die natürlich auch ohne Zucker zubereitet werden. Im Sommer bieten sich auch Kaltschalen mit reiner Buttermilch und Grapefruit an. Eine doppelte Power für die Reinigung der Leber.  Diese doppelte Unterstützung der Leber besteht auch, wenn die reine Buttermilch herzhaft mit Curry, Ingwer oder Kurkuma zubereitet wird.  In Verbindung mit Bärlauch und Knoblauch wird der Leber geholfen, vermehrt Schwermetalle auszuscheiden. Etwas Koriander in die reine Buttermilch erzielt den gleichen Effekt.

Muffins, Kuchen und Brot mit Vollkornmehl und reiner Buttermilch zubereitet, sind eine leckere und gesunde Abwechslung.  Alle Vorschläge können im Laufe der Zeit dazu führen, dass sich die Leberwerte verbessern. Geduld ist jedoch erforderlich. Denn genauso, wie die Leber lange Zeit brauchte, um nicht mehr ganz so gesund zu sein, braucht sie jetzt viel Zeit, um wieder gesund zu werden. Wie lange das dauert, hängt also vom Grad der Erkrankung ab. Und vom Durchhaltevermögen.

Vorsicht beim Kauf!

Geeignet ist nur die REINE Buttermilch, weil der Buttermilch (Zusatz „reine“ fehlt) Magermilch zugefügt werden darf. Zudem entsteht die „nicht reine“ Buttermilch nicht beim Buttern, sondern wird industriell hergestellt. Empfehlenswert ist zudem, auf Bioqualität zu achten.

Die richtige Ernährung mit Buttermilch bei erhöhten Leberwerten

Die Ernährungsbasis bei erhöhten Leberwerten sollte insbesondere aus Gemüse (Artischocken, Schwarzwurzeln, Topinambur, Chicorée und Pastinaken mit jeweils viel TL Inulin) bestehen. Dazu sättigendes Eiweiß aus Nüssen und Hülsenfrüchten sowie Eier, Milchprodukte (reine Buttermilch), Fisch und Geflügel. Wichtig sind auch hochwertige pflanzliche Öle wie Lein- und Weizenkeimöl. Bei der Obstauswahl sind zuckerarme Sorten erlaubt. Entlastet wird die Leber durch die Logi-Methode (Low Glycemic and Insulinemic Diet). Diese senkt den Blutzucker- und Insulinspiegel. Gebäck und Teigwaren sowie Brot aus Auszugsmehlen und Reis sind nur in Ausnahmefällen erlaubt.

Besser sind vollwertige Vollkornprodukte. Reine Buttermilch, über den Tag verteilt getrunken, unterstützt die Wirkung dieser Methode. Optimal ist, wenn diese (Leber) Diät von Heilpflanzen begleitet wird, die eine positive Wirkung auf die Leber und Gallenwege haben. Zu diesen gehören Löwenzahn, Mariendistel, Artischocke, Wegwarte, Gänseblümchen sowie Schafgarbe und Löwenzahn.

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