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Sake Ersatz: Die besten Alternativen im Überblick

sake
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Begibt man sich beim Kochen auf fernöstliches Terrain, dann kann es hierzulande manchmal ein wenig problematisch sein die originalen Zutaten für die gewünschten Gerichte einzukaufen. In größeren Städten gibt es meist einen Asia Laden, der die notwendigen Dinge führt.

Manchmal hat man auch in gut sortierten Supermärkten Glück und wird auf der Suche nach ein wenig exotischer anmutenden Zutaten fündig. Wohnt man jedoch auf dem Land ist nicht immer gesagt, dass man sich mit den passenden Zutaten für die eigenen Kochabenteuer eindecken kann. Wer zum Beispiel den japanischen Reiswein Sake benötigt könnte so vor ein Problem gestellt werden. Doch zum Glück kann der japanische Reiswein Sake auch ersetzt werden, man muss nur wissen wie. Hier ist nachzulesen welche Produkte sich als Ersatz für Sake gut eignen.

Ersatz für Sake: Grundlegende Informationen zum Reiswein

Der deutsche Begriff für Sake, nämlich Reiswein, führt viele Konsumenten zunächst auf eine falsche Fährte. Da unter anderem das Wort Wein im Begriff Reiswein steckt nehmen viele Menschen an, dass es sich bei Sake um eine bestimmte Art von japanischem Wein handelt. Doch das ist nicht richtig. Sake wird in einem Fermentierungsprozess hergestellt, und zwar aus poliertem Reis. Weiterhin sind Mehl und Hefe in Sake enthalten. Diese Kombination führt zu einem Gärungsprozess bei dem der Sake entsteht. Sake hat einen Alkoholgehalt von 15 bis 20 Prozent. Geschmacklich kann Sake die unterschiedlichsten Varianten aufweisen. Unter anderem ist der Geschmack von Sake stark davon abhängig welche Art von Wasser für die Herstellung verwendet wurde. Die meisten Sorten schmecken leicht bis massiv erdig oder auch waldig. Ansonsten können die Geschmacksnoten unterschiedliche Süße- und Säuregrade beinhalten.

Sake durch Sherry ersetzen

Geschmacklich sehr nahe kommt Sherry dem Sake. Das liegt unter anderem daran, dass es auch hier die unterschiedlichsten Sorten mit den unterschiedlichsten Aromen und Geschmacksnoten gibt. Wer Sake für ein japanisches Gericht benötigt tut gut daran nachzuforschen welche Sake-Sorte genau für dessen Herstellung empfohlen wird und forscht dann, zum Beispiel im Internet, nach, welche geschmacklichen Nuancen dieser Sake aufweist. Anschließend sollte man einen geschmacklich darauf abgestimmten Sherry aussuchen. Pale Dry Sherry eignet sich meist besonders gut. Ihm wird nachgesagt der beste Ersatz für Sake zu sein. Auch muss man bei der Menge, die im Rezept angegeben ist, nicht umrechnen.

Sherry
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Man benutzt einfach genauso viel Pale Dry Sherry, wie man auch an Sake benutzen würde. Möchte man einen anderen Sherry, als einen Pale Dry Sherry benutzen, sollte man jedoch vorsichtig sein, denn dann kann es geschmacklich doch zu einigen Abweichungen kommen. Am besten verwendet man zunächst ein bisschen weniger Flüssigkeit, als im Rezept angegeben wurde und tastet sich durch beständiges Abschmecken langsam an das gewünschte geschmackliche Endergebnis heran.

Weißwein als Eratz

Unter Umständen kann Sake auch durch Weißwein ersetzt werden, jedoch gilt der Weißwein nicht als erste Wahl. Denn da Weißwein aus Trauben, Sake aber aus Reis gewonnen wird, gibt es geschmacklich doch einige Unterschiede. Möchte man den Sake in einem Rezept also durch Weißwein austauschen, sollte man in jedem Fall zu einer trockenen Sorte greifen. Auch hier bietet es sich an das Gericht mehrfach abzuschmecken, nachdem jeweils nur kleine Mengen Wein angegossen wurden.

Gin und Wermut können ebenfalls Sake ersetzen

Gin und Wermut gelten ebenfalls als Alternativen für die Verwendung von Sake. Häufig ist das geschmackliche Endergebnis sogar treffender, als wenn Weißwein benutzt wird. Das liegt daran, dass Wermut und Gin per se eine recht bittere Note aufweisen, ebenso wie Sake. Dennoch sollte man wissen welchen Gin oder Wermut man benutzt und die Bitternote des verwendeten Produkts abschätzen können. Hier gilt, dass der Gin oder Wermut immer möglichst bitter sein sollten. Man sollte jedoch beachten, dass der Alkoholgehalt von Gin und Wermut mehr als doppelt so hoch sein kann, wie der von Sake. Gerade, wenn jemand nicht gerne Alkohol trinkt, oder auch Kinder von dem Gericht essen sollen, bietet es sich an sich nach einer alkoholreduzierten, oder gar alkoholfreien, Alternative umzusehen.

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Die alkoholfreie Alternative: Fruchtsaft

Wer möchte kann Sake auch durch einen Fruchtsaft ersetzen. Hier kommt es jedoch maßgeblich auf die verwendete Sorte an, denn es eignen sich nur wenige Fruchtsäfte als Ersatz für Sake. Am nächsten kommt man dem Sake hierbei geschmacklich, wenn man Traubensaft und Apfelsaft miteinander vermischt. Natürlich können die beiden genannten Saftsorten auch in Reinform benutzt werden. Ansonsten eignen sich lediglich weitere klare Fruchtsäfte. Nicht ersetzen kann man Sake also zum Beispiel mit Bananen- oder Nektarinensaft. Da Fruchtsäfte eher süß als bitter oder sauer sind, sollte man zusätzlich zu den Säften auch noch einen guten Schuss Essig angießen, um dem Gericht die benötigte Säure zu verleihen. Außerdem gilt auch bei der Verwendung von Säften, dass man sich langsam herantasten und nicht zu viel Saft und Essig auf einmal in das Gericht schütten sollte.

DIY Sake Ersatz: Reiswein selbst machen

Für diejenigen, die gerne tüfteln spricht nichts dagegen sich selbst an die Herstellung von Sake zu wagen. Denn so schwierig ist das gar nicht. Man benötigt dafür Klebereis, vier Tassen voll, den man eine Stunde lang in heißem Wasser quellen lassen sollte. Danach muss der Reis abtropfen und für 30 Minuten gedämpft werden. Wenn er abgekühlt ist werden eine kleine Menge Hefe und und ein Teelöffel Mehl untergemischt. Diese Mischung wird dann in sterilisierte Schraubgläser abgefüllt. Die Deckel sollten gut schließen. Auf einer sonnigen Fensterbank lässt man die Mischung einen Monat lang ziehen und füllt die sich absetzende Flüssigkeit, den eigenen Sake, dann in Flaschen ab und lagert sie im Kühlschrank.