Mode & Fashion

Slow Fashion: Trend zu mehr Nachhaltigkeit in der Modewelt

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Katastrophale Arbeitsbedingungen in ausländischen Textilfabriken, Plastikberge in den Weltmeeren, verschmutzte Flüsse in Asien und Kleidung zum Schnäppchenpreis – diese Tatsachen stoßen immer mehr Verbrauchern und auch einigen Textilherstellern bitter auf. Ein neuer Trend stellt sich gegen die Wegwerfbewegung in der Modewelt und fordert mehr Nachhaltigkeit. Was genau sich hinter Slow Fashion verbirgt und wie jeder Konsument sich selbst an einem Wandel in der Modewelt beteiligen kann haben wir recherchiert.

Das verbirgt sich hinter Slow Fashion

Slow Fashion steht im direkten Gegensatz zur weit verbreiteten Fast Fashion mit all ihren negativen Konsequenzen für Mensch und Natur. Bei Slow Fashion wird großer Wert auf den fairen Umgang mit den Ressourcen der Natur, unserer Umwelt und den am Produktionsprozess beteiligten Arbeitern gelegt. Immer mehr Hersteller und Verbände bieten Hilfestellung für Verbraucher, die auf Slow Fashion umsteigen möchten. Dazu gehört auch die Intiative #RethinkFashion von Perwoll. Hier finden Interessierte jede Menge Tipps und Informationen wie Kleidung sich langfristiger und somit nachhaltiger nutzen lässt, worauf es bei fairer Kleidung ankommt und welchen Beitrag wir Verbraucher dazu leisten können.

Mehr Nachhaltigkeit durch Slow Fashion

Ein nachhaltiger Umgang mit Kleidungsstücken beginnt bereits beim Kauf. Wer hierbei eher zu wenigen hochwertigen und flexibel kombinierbaren Textilien greift, der kann seine Kleidungsstücke deutlich länger nutzen und dadurch Müll reduzieren. Dazu gehört auch die richtige Pflege der Textilien mit hochwertigen Waschmitteln und schonendem Reinigungsverfahren. Kleine Schäden können in der Regel per Hand ausgebessert werden. Außerdem lassen sich alte Textilien mit etwas Kreativität und Geschick in ganz neue Kleidungsstücke verwandeln. Gefällt ein noch intaktes Kleidungsstück nicht mehr oder passt nicht mehr richtig, kann es durch das Verkaufen, Verschenken oder Tauschen vor dem Müll bewahrt werden.

Wie Modehersteller den Trend aufgreifen

Viele Hersteller von nachhaltiger Mode lassen sich mittlerweile zertifizieren und erhalten im Anschluss daran entsprechende Siegel. Diese geben Verbrauchern Auskunft über die Unbedenklichkeit der Produkte im Hinblick auf Fairness und Umweltschutz. Inzwischen wird es unter Modeherstellern auch immer verbreiteter, dass diese die Produktionsstätten und Lieferanten für ihre Kollektionen transparent machen. Damit bieten sie Verbrauchern die Möglichkeit, sich über den gesamten Herstellungsprozess zu informieren und bewusst nachhaltig Mode zu kaufen. Zudem setzen beispielsweise Eco-Labels auf Produktionsstätten im Herkunftsland.

Das spart den langen Transportweg der Kleidungsstücke, schont dadurch die Umwelt und fördert die regionale Wirtschaft. Der Entwicklung weg von Fast Fashion und hin zu deutlich nachhaltigerer Slow Fashion ist ein Prozess und für Verbraucher mit vielen kleinen Veränderungen in ihrem Konsumverhalten und dem Alltag verbunden. Diese Veränderungen erfordern etwas Zeit, Beschäftigung mit dem Thema und Geduld. Im Endeffekt zahlen sie sich jedoch vielfach durch einen schonenden Umgang mit der Umwelt, Fairness gegenüber Arbeitskräften und einem zufriedenen Gefühl beim eigenen Konsumverhalten aus.

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