Gesundheit & Medizin

Vasektomie: Sichere Verhütung ohne Hormonbelastung

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Die eigene Familienplanung ist abgeschlossen und das Thema Verhütung rückt wieder in den Fokus. Für viele Paare ist Verhütung jedoch längst keine reine Frauensache mehr. Wer auf die hormonelle Belastung der Antibabypille verzichten möchte, der findet in der Vasektomie eine alternative Verhütungsform. Wann diese Verhütungsmethode in Frage kommt, was genau eine Vasektomie ist und was man beachten sollte, das erfährt man hier.

Was ist eine Vasektomie?

Die Vasektomie ist die Sterilisation des Mannes und daher eine dauerhafte Verhütungsmethode. Hierbei werden die Samenleiter durchtrennt und es wird meistens zusätzlich ein Stück von wenigen Zentimetern Länge entnommen. Das verhindert später ein erneutes Zusammenwachsen der bereits getrennten Samenleiter. Dieser Eingriff ist mit verschiedenen Operationstechniken möglich und wird üblicherweise ambulant bei örtlicher Betäubung durchgeführt. Bei näherem Interesse findet man umfangreiche Informationen zum Vasektomie Ablauf im Internet.

Die Vasektomie beim Mann ist deutlich einfacher, schneller durchzuführen und verursacht geringere Kosten als die Sterilisation der Frau. Deshalb interessieren sich immer mehr Paare nach Abschluss der Familienplanung für diese Verhütungsform. Die Vasektomie gilt zudem als sehr sicher, was ein weiter Vorteil gegenüber anderen Verhütungsmethoden ist. Nach dem einmaligen Eingriff müssen sich Paare anschließend nicht mehr mit der Verhütungsfrage beschäftigen.

Welche Folgen und Risiken gibt es bei einer Vasektomie?

Direkt nach dem Eingriff kann es zu leichten Schwellungen, Druckschmerz und Blutergüssen kommen. Der Patient sollte sich einige Tage lang schonen und auf sportliche Aktivitäten oder starke körperliche Anstrengung verzichten. Die möglichen Beschwerden klingen jedoch in der Regel bereits nach wenigen Tagen ab. In Einzelfällen treten außerdem Wundheilungsstörungen auf. Über die individuellen Risiken einer Vasektomie klärt der behandelnde Arzt in einem ausführlichen Vorgespräch auf. In den ersten Wochen nach einer Vasektomie können sich noch befruchtungsfähige Spermien in der Samenflüssigkeit befinden.

Deshalb müssen Paare in dieser Zeit unbedingt alternative Verhütungsmethoden verwenden. Frühestens zwölf Wochen nach dem Eingriff erfolgt eine Untersuchung der Samenflüssigkeit, ein so genanntes Spermiogramm. Hierüber kann der Erfolg des Eingriffs ermittelt werden. Danach haben Paare einen zuverlässigen Verhütungsschutz, der ganz auf eine Hormonzufuhr verzichtet.

Für wen kommt die Vasektomie in Frage?

Bei der Vasektomie handelt es sich um eine dauerhafte Verhütungsmethode. Deshalb kommt sie nur für Paare in Frage, die ihre Familienplanung bereits abgeschlossen haben oder definitiv keine eigenen Kinder möchten. Eine solche Entscheidung gegen eigene Kinder ist erst in fortgeschrittenem Alter zuverlässig zu treffen, weshalb einige Mediziner die Vasektomien bei bisher kinderlosen Patienten erst ab einem Alter von 30 Jahren durchführen.

Zwar lässt sich die Durchtrennung der Samenleiter in einem aufwändigen Verfahren bestenfalls rückgängig machen, das sollte jedoch bei der Entscheidung für eine Vasektomie keine Option sein. Eine Wiederherstellung der vollen Funktionalität kann nämlich nicht gewährleistet werden. Außerdem sind solche Eingriffe mit einem erheblichen Aufwand und hohen Kosten verbunden.

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