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Wäsche wird nicht sauber: Welche Möglichkeiten gibt es?

Wäsche wird nicht sauber
Africa Studio/shutterstock.com

Heute ist ein Leben ohne Waschmaschine fast nicht mehr vorstellbar. Früher musste die Wäsche aufwendig mit Muskelkraft wieder sauber gemacht werden, in der Gegenwart erledigt das die Maschine. Doch immer mal wieder kommt es vor, dass die frisch gewaschene Wäsche nicht richtig rein aus der Trommel kommt. In unserem Ratgeber-Text verraten wir, welche Ursachen oft dahinter stecken.

Wäsche wird nicht richtig sauber: Zahlreiche Ursachen für das Problem

Eigentlich ist es so einfach: Waschmaschinentür auf, Wäsche in die Trommel geben, Türe wieder verschließen, Waschmittel hineingeben, Programm wählen und Maschine starten. Nach dem Waschvorgang lässt sich dann die saubere und frisch riechende Wäsche aus der Waschmaschine nehmen. Bei vielen Menschen läuft das Waschen aber nicht so komplikationslos ab. Wenn die Kleidung nicht wirklich rein wird, kann das an vielen Dingen liegen.

Die Waschmaschine wird zu voll beladen

Natürlich ist es verführerisch, so viel wie möglich Wäsche in einem Waschvorgang zu reinigen. Ratsam ist das aber nicht. Denn wenn zu viele Kleidungsstücke in der Trommel liegen, kann das Waschmittel nicht mehr richtig an die Textilien gelangen und so wird die Wäsche nicht wirklich rein. Viele moderne Maschine haben mittlerweile eine Waage integriert, die anzeigt, ob das Gerät zu schwer beladen ist. Aber auch ohne Waage lässt sich leicht feststellen, ob die Textilien in die Trommel gequetscht wurden. Es sollte immer nach oben immer noch eine Handbreit Platz vorhanden sein, damit sich Waschmittel und Wasser gut verteilen können.

Moderne Waschmaschine und falsches Waschmittel

Die modernen Waschmaschinen sollen die Kleidung schon bei niedrigen Temperaturen reinwaschen. Viele Waschmittel sind aber auf Wärmegrade von 40, 60 oder sogar 90 Grad ausgelegt. Nur dann entfalten sie ihre volle Reinigungskraft. Bei Temperaturen von 30 Grad kann die Wäsche also gar nicht wirklich sauber werden. Helfen kann es übrigens auch, einfach das Waschmittel zu wechseln. So wäscht laut Stiftung Warentest Pulverwaschmittel viel besser als Flüssigwaschmittel.

waschmittel
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Verschmutzte Waschmaschine

Gerade ältere Waschmaschinen sind meist verschmutzt und das oftmals an mehreren Stellen. Ein Schwachpunkt ist beispielsweise das Waschmittelfach, in dem sich Dreck sehr gut sammeln kann. Deshalb sollte es regelmäßig gereinigt werden, dafür eignen sich alte Zahnbürsten sehr gut. Viele Fächer lassen sich ganz einfach ausbauen und können so gewaschen werden. Aber auch das Innere der Trommel kann dreckig sein, genau wie das Bullauge der Maschine. Auch diese Bereiche müssen regelmäßig von Verschmutzungen befreit werden.

Auch im Gummi sammelt sich oft Schmutz, weswegen auch dieser mit einem feuchten Lappen abgewischt werden sollte. Natürlich können auch Bereiche verschmutzt sein, die sich nicht so einfach erreichen lassen. Hier hilft es, einen Waschgang mit einem Hygienespüler laufen zu lassen oder ab und an eine Maschine Kochwäsche zu starten. So haben Bakterien und Co. keine Chance.

Wäsche wird nicht sauber: Das Flusensieb ist verstopft

Eine der häufigsten Ursachen für verschmutze Wäsche aus der Waschmaschine ist das Flusensieb. Es wird in vielen Haushalten nicht beachtet und bekommt erst die nötige Aufmerksamkeit, wenn die Wäsche nicht richtig sauber aus der Maschine kommt. Wer es gar nicht erst so weit kommen lassen möchte, der sollte das Flusensieb etwa einmal im Monat von Staub und Schmutz befreien. Dafür hält man es einfach unter warmes, fließendes Wasser, so können auch kleinste Partikel entfernt werden.

Beschädigte Trommelrippen

Eine weitere Fehlerquelle können beschädigte Trommelrippen sein. Sie wälzen die Wäsche um, und helfen so, den mechanischen Waschvorgang auszuführen. Sie sind aus Metall oder Kunststoff gefertigt und können im Laufe der Zeit kaputt gehen. Sind die Trommelrippen defekt, müssen sie ausgetauscht werden. Technisch Begabte können das selbst erledigen, alle anderen beauftragen damit besser einen Servicetechniker.

Der automatischer Saugeffekt

Die Wurzel allen Übels kann außerdem der automatische Saugeffekt sein. Zu ihm kommt es, wenn keine Luft während des Wasserabpumpens eingelassen wird. Infolgedessen läuft das dreckige Wasser nach dem Abpumpen in die Maschine zurück. Der Ablaufschlauch sollte sich mindestens 65 Zentimeter über dem Boden befinden und allenfalls zehn Zentimeter tief im Siphon stecken. So bleibt um den Schlauch herum noch genug Luft.

Eine verstopfte Ablaufpumpe

Die Ablaufpumpe zieht während des Waschens mehrmals das Wasser aus der Trommel hinaus. Ist diese Pumpe defekt oder funktioniert nicht richtig, kann die Flüssigkeit nicht optimal abgepumpt werden. Die Textilien werden schlecht gespült und nicht wirklich rein. In diesem Fall sollten zuerst der Ablauffilter gereinigt und das Flügelrad der Ablaufpumpe kontrolliert werden. Das Rad muss frei rotieren können. Ist die Pumpe beschädigt, hilft nur noch das Einsetzen einer neuen Ablaufpumpe.

defekte waschmaschine
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Das Heizelement ist defekt oder beschädigt und die Wäsche wird nicht sauber

Wie auch die Ablaufpumpe, kann auch das Heizelement verhindern, dass die Waschmaschine richtig wäscht. Es dient, wie der Name schon verrät, dazu, das Wasser zu erwärmen. Man kann die Funktionsfähigkeit des Heizelements selbst checken, dabei sollte aber einiges beachtet werden. Zum Beispiel, dass die Maschine für die Überprüfung vom Strom genommen werden muss. Oder man beauftragt damit den Techniker.

Der Keilriemen ist verrutscht oder gerissen

Der Riemen ist das Verbindungsglied zwischen Motor und Trommel. Ist der Keilriemen verrutscht oder gerissen, kann das den Waschvorgang erheblich stören. Wenn sich die Waschtrommel nicht mehr dreht, aber trotzdem noch zu hören ist, dass der Motor läuft, dann ist wahrscheinlich der Keilriemen die Ursache. Zum Glück ist der Austausch recht einfach. Der Riemen befindet sich bei Topladern hinter der rechten oder linken Blende. Bei Frontladern ist er an der Hinterseite zu finden.

Wäsche wird nicht richtig sauber: Die Kohlebürsten sind abgetragen

Die Motorkohlebürsten der Waschmaschine werden auch als Schleifkohlen bezeichnen. Ihre Funktion ist es, den drehenden Teil des Motors mit Strom zu versehen. Im Laufe der Zeit nutzen sich diese Kohlebürsten ab. Dann berühren sie schließlich nicht mehr die inneren elektrischen Motoranschlüsse. Infolgedessen kann die Waschmaschine nicht mehr richtig waschen und die Kleidung kommt schmutzig aus der Trommel. Läuft der Motor gar nicht mehr, sind oft abgeschliffenen Kohlebürsten der Grund. Dafür neigt man das Gerät etwas und klopft mit einem Hammer auf die Motorwelle. Nun kann man noch einmal versuchen die Maschine zu starten oder tauscht die Kohlebürsten gleich ganz aus. Sie müssen in jedem Fall mindestens einen Zentimeter lang sein.

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