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Aubergine innen braun: Kann man sie trotzdem noch essen?

Aubergine innen braun
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Prall, fest und meistens violett – so haben Sie Ihre Auberginen gekauft. Doch möchten Sie das Gemüse, welches regional auch als Melanzani oder Eierfrucht bekannt ist, verarbeiten, bemerken Sie beim Aufschneiden plötzlich braune Stellen. Diese können sich durch das weiße Fruchtfleisch ziehen. In anderen Fällen haben sich die Kerne braun verfärbt. Oder haben Sie die aufgeschnittenen Auberginen kurz am Küchentresen stehen gelassen und beim nächsten Blick sind sie plötzlich braun gefärbt? Die gute Nachricht: Das ist meistens kein Grund zur Sorge.

Deswegen werden Auberginen innen braun

Braune Stellen in der Aubergine erscheinen meistens im Zuge der Reifung. (Über-)reife Exemplare verfärben sich somit. Darüber hinaus können Sie bemerken, dass das Fruchtfleisch von Auberginen nach dem Aufschneiden sehr schnell bräunt. Dies passiert aufgrund der Reaktion mit dem Sauerstoff, also der Oxidation.

So vermeiden Sie braune Stellen im Inneren der Aubergine

Haben Sie Auberginen für den Verzehr vorbereitet, können Sie diese mit Zitronensaft beziehungsweise Essig beträufeln oder mit Öl einpinseln. Beides vermeidet, dass eine schnelle Oxidation stattfindet. Darüber hinaus werden die geschnittenen Auberginenscheiben vor der Weiterverarbeitung gerne kräftig eingesalzen. Auf diese Weise sollen dem Gemüse Bitterstoffe entzogen werden. Doch grundsätzlich ist dies heute nicht mehr unbedingt notwendig. Denn den meisten Auberginensorten wurden die Bitterstoffe bereits mehr oder weniger weggezüchtet. Dennoch können Sie das Verfahren nutzen, um braune Stelle nach dem Aufschneiden zu vermeiden und den Geschmack zu verbessern.

Trotzdem noch genießbar?

Ursprünglich ist das Fruchtfleisch von Auberginen weiß beziehungsweise hellbeige. Dennoch ist es völlig normal, dass Sie beim Aufschneiden braune Punkte oder Verfärbungen entdecken. Dies gilt insbesondere für die Kerne, welche sich oftmals braun verfärben. Dies ist aus gesundheitlicher Sicht unbedenklich. Und auch in Sachen Genuss kann gesagt werden, dass sich der im Grunde neutrale Geschmack nicht verändert. Dies gilt jedoch nur, wenn die braunen Stellen wirklich der Oxidation zugrunde liegen. Ist die Aubergine großteils braun, ist es ebenso möglich, dass die verfault ist. In diesem Fall sollten Sie das Gemüse keinesfalls verzehren.

frische auberginen
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Nährwertverlust durch braune Stellen in der Aubergine?

Auberginen beinhalten Vitamine, wie Vitamin C oder auch solche aus der Gruppe der B-Vitamine. Dabei ist jedoch zu beachten, dass sich diese in der Regel in der Schale befinden. Diese wird wiederum gerade beim Braten oftmals entfernt. Da Auberginen außerdem zu einem großen Teil aus Wasser bestehen, bringen Sie nur wenige Kalorien mit und eignen sich dadurch ideal für Personen, welche auf ihre Ernährung achten. Dass hier und da eine Stelle der Eierfrucht braun ist, hat darauf wenig Auswirkung. Jedoch gilt wie bei vielen anderen Gemüsearten, dass Sie das Gemüse keinesfalls tot kochen sollten. In diesem Fall gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Schmecken wird es trotzdem.

So sehen frische Auberginen aus

Damit Sie sich nicht über braune Stellen in der Aubergine wundern müssen, wählen Sie am besten von Anfang an einwandfreie Exemplare. Diese machen sich durch ein paar Anhaltspunkte ganz einfach bemerkbar. Dabei macht es auch keinen Unterschied, um welche Sorte der Aubergine es sich handelt. So kommen die Eierfrüchte in Purpur, Helllila, beinahe Schwarz, Rosa, Weiß oder auch Grün. Je nach Sorte ist die Schale durchgängig eingefärbt oder gestreift. Die Frische der Aubergine erkennen Sie jedoch in jedem Fall an der festen Schale und der glatten Oberfläche.

Dabei sieht die Eierfrucht beinahe poliert aus und sollte ohne etwaigen verschrumpelnden Stellen oder Dellen gekauft werden. Auch ein Druck auf das Gemüse gibt mehr Aufschluss. Da das Innere der Eierfrucht etwas schwammig, aber dennoch fest sein sollte, sollten beim Eindrücken keine Delle entstehen. Dennoch wird eine reife Frucht etwas nachgeben und keinesfalls zu hart sein. Genauso sagt ein frischer, sattgrüner Stiel viel über die Frische aus.

Vorsicht bei unreifen Eierfrüchten

Da es sich bei Auberginen um sogenannten Nachtschattengewächse handelt, sollten Sie bei unreifen Exemplaren Vorsicht wahren. Denn in diesem Fall beinhaltet das Gemüse noch Solanin, welches sich negativ auf den Körper auswirkt. Ist die Aubergine zu hart und gibt bei Druck gar nicht nach, ist sie wohl noch unreif und sollte nicht verzehrt werden. Dennoch können Sie sie einfach nachreifen lassen. Dafür lagern Sie die Aubergine für ein paar Tage.

Tipp: Auch bei Auberginen kann das gemeinsame Lagern mit Tomaten oder Äpfeln zu einer schnelleren Reifung führen. Achten Sie jedoch darauf, dass das Gemüse nicht überreif wird.

braune flecken auf aubergine
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Verfaulte Auberginen erkennen

Ist die Aubergine braun verfärbt, spricht dies nicht per se für Fäulnis. Doch auch verfaulte Auberginen sind braun. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie eine verdorbene Eierfrucht erkennen. In der Regel macht sich dies jedoch anhand mehrerer Eigenschaften bemerkbar. Denn eine verfaulte Aubergine ist nicht nur braun, sondern ebenso matschig. Ist dies der Fall, ist schnell klar, dass Sie die Eierfrucht nicht mehr verzehren sollten. Die Farbe muss sich zudem nicht unbedingt ins Braune entwickeln. Genauso ist ein Übergang von Dunkel- zu Helllila möglich. Darüber hinaus sind eine stark verschrumpelte Haut und Nässe Indizien für Fäulnis. Hat sich bereits Schimmel an der Aubergine gebildet, ist der Fall klar.

Trotzdem: Auch ältere Aubergine lassen sich noch problemlos verzehren. So können Sie leicht schimmlige Stellen einfach wegschneiden. Genauso ist eine verschrumpelte Haut kein Indiz dafür, dass Sie die Eierfrucht nicht mehr essen sollten. Am besten achten Sie hier auf Ihr Bauchgefühl. Da die Aubergine im Laufe der Lagerung generell weicher und elastischer wird, ist sie auch in diesem Zustand noch genießbar. Lediglich das Schneiden erweist sich in diesem Fall als schwieriger.

Aubergine innen braun: Tipps zur richtigen Lagerung

Damit Sie sich nicht mit braunen Stellen in der Aubergine befassen müssen, sollten Sie zuerst die richtigen Exemplare wählen und diese danach richtig lagern. Der Kühlschrank ist hier nur bedingt der richtige Platz, da das Gemüse wärmeliebend ist. Um ein schnelles Überreifen und Verderben jedoch zu vermeiden, sollte die Umgebung etwas kühler als Raumtemperatur sein. Richtig gelagert halten sich die Auberginen dann auch eine gute Woche. Aufgrund des Risikos eines schnellen Nachlasses der Qualität sollten Sie das Gemüse dennoch grundsätzlich schnell verarbeiten.