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Dachabdichtung mit EPDM: Wissenswertes und häufig gestellte Fragen

Piyawat Nandeenopparit/shutterstock.com

Ein fachgerecht abgedichtetes Dach ist die Voraussetzung dafür, dass keine Nässe ins Innere des Gebäudes oder die Bausubstanz eindringt und eine effiziente Wärmedämmung möglich ist. Wie eine Dachabdichtung mit EPDM möglich ist und was sich hinter der Bezeichnung verbirgt, darüber informiert unser Artikel. Außerdem beantworten wir einige häufig gestellte Fragen zu EPDM.

Was ist EPDM und was sind die Materialvorteile?

Die Abkürzung EPDM bedeutet Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk und beschreibt ein hochwertiges Material, welches zum Abdichten von Flachdächern verwendet wird. Die spezielle EPDM Dachfolie ist die Basis bei der Abdichtung von Dächern und kann wahlweise bereits als zugeschnittene Folie oder in Form von Folienbahnen erworben werden. Seit den 60er Jahren wird EPDM Folie als Alternative zur klassischen Dachpappe und Bitumen verwendet.

Der sicherlich größte Vorteil dieses Materials ist die hohe Dehnbarkeit, welche auch langfristig erhalten bleibt. Außerdem ist EPDM Folie vor Durchwurzelung geschützt, beständig gegenüber UV-Licht und vielen Chemikalien. Im Rahmen einer Dachsanierung kann EPDM direkt auf undicht gewordenem Bitumen verlegt werden und sorgt so wieder für eine fachgerechte Dachabdichtung. Auch das Verlegen auf EPS Dämmung ist bei diesem Material möglich.

Wie verlegt man eine Dachabdichtung mit EPDM?

Wichtig beim Verlegen einer EPDM Dachabdichtung ist es, dass eine geschlossene Schicht entsteht, welche mit dem Flachdach verbunden wird. Beim Kauf von Folienbahnen müssen diese nach dem Verlegen auf dem Flachdach miteinander verbunden werden und im Anschluss undurchlässig für Feuchtigkeit sein. Dazu können verschiedene Verfahren wie die Heißluft-Schweißtechnik oder der Einsatz von Klebenahtbändern genutzt werden.

Aus dem Bereich der Kautschukverarbeitung ist zudem das Verfahren der Vulkanisation bekannt, welches sich ebenfalls zum Verbinden der einzelnen Folienbahnen nutzen lässt. Eine Verbindung der Folie mit dem Flachdach kann durch Aufflämmen erfolgen oder mit Hilfe einer mechanischen Befestigung vorgenommen werden. Alternativ dazu ist auch ein teilweises Verkleben möglich.

Kann eine EPDM Dachabdichtung für Gründächer verwendet werden?

Ein mit EPDM Folie abgedichtetes Dach eignet sich hervorragend für die anschließende Begrünung. Die robuste und langlebige Folie kommt beispielsweise auch beim Teichbau zum Einsatz und ist durchwurzelungsfest. Außerdem ist sie sehr wartungsarm und daher die perfekte Basis für ein Gründach. Ist eine Begrünung des Flachdachs geplant, muss zu einer Folie in ausreichender Dicke gegriffen werden.

Was kostet EPDM Folie?

Die Kosten für EPDM Folie liegen zwischen etwa 10 und 25 Euro pro Quadratmeter und werden unter anderem von der Dicke, dem Zuschnitt und Einsatzbereich beeinflusst. Folie, welche lediglich zur Dachabdichtung verwendet werden soll, ist günstiger als Folie, welche im Anschluss an das Verlegen begrünt werden kann. EPDM Folie nach europäischem und amerikanischem Standard bietet EPDM XL an. Außerdem finden Hausbesitzer hier das passende Zubehör für die Dachabdichtung bei einer Dachsanierung oder dem Neubau eines Flachdachs.