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Elektrische Lattenroste: Sinnvoll oder nur ein vorübergehender Trend?

Miodrag Trajkovic/shutterstock.com

Seit einiger Zeit bieten Bettenhersteller und -vertriebe elektrisch verstellbare Lattenroste an. Sie werben damit, dass die elektrischen Lattenroste den Schlafkomfort deutlich verbessern können. Gleichzeitig bedeutet mehr Technik im Bett natürlich auch höhere Kosten. Lohnt sich das?

Wie funktionieren elektrische Lattenroste?

Elektrische Lattenroste verfügen über mindestens einen, meistens jedoch gleich mehrere Motoren entlang der Liegefläche. Die Motoren sind kräftig genug, um das Lattenrost mit einer Matratze und einer darauf liegenden Person zu wölben oder zu glätten. Durch die stufenlose Verstellung soll eine für den Rücken angenehmere Liegeposition erreicht werden. Insbesondere Menschen mit Rückenproblemen wird daher nahegelegt, auf diese Technik zurückzugreifen. Und tatsächlich: Ein elektrischer Lattenrost mit Motor kann ggf. die richtige Wahl sein, wenn in herkömmlichen Betten trotz Luxusmatratze häufig der Rücken plagt.

Die verschiedenen Positionen, die man mit einem elektrischen Lattenrost einstellen kann, unterstützen die Rückenmuskulatur und entlasten insbesondere die häufig schmerzende Lendenwirbelsäule. Wer den Großteil seines Tages im Sitzen verbringt, mutet seinem Rücken viel zu und kann beim Liegen ein wenig Entlastung gut gebrauchen. Ganz flaches Liegen empfinden insbesondere Menschen, bei denen eine gekrümmte Sitzhaltung zum Alltag gehört, allerdings eher als unangenehm. Elektrische Lattenroste verfügen üblicherweise über einen Motor im Kopf- und einen im Fußteil. Damit lässt sich das Bett entlang der Knie-Achse und entlang der Halswirbelsäule wölben.

Je nachdem, wie stark sich der Lattenrost bewegen lässt, braucht man für die elektrische Variante unter Umständen noch etwas Platz im Bereich unter dem Bettkasten. Manche einfachere Modelle können aber auch ohne große Umbauten genutzt werden.

Sind elektrische Lattenroste nur etwas für alte Menschen?

Oft wird sich über elektrische Lattenroste verächtlich geäußert, weil ihre Funktionsweise an typische Krankenhaus- oder Pflegeheim-Betten erinnert. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, auch ohne altersbedingte Rückenschmerzen zu einem solchen verstellbaren Lattenrost zu greifen. Sehr viele Menschen sehen ihr Bett nicht nur als einen Ort, an welchem geschlafen wird. Sie nutzen das Bett nach einem langen Tag auch zum Fernsehen, zum Entspannen oder lesen etc. Oft verrenken sie sich dabei recht kontraproduktiv, um zum Beispiel einen guten Blick auf den Fernseher zu erlangen.

Ein verstellbarer Lattenrost kann dabei helfen, eine angenehme Position zwischen dem Sitzen und dem Liegen zu erreichen, welche man sich auch mit vielen Kissen nur schwer selbst „bauen“ kann. Das verstellbare Fußteil entlastet die Hüftknochen, das verstellbare Kopfteil wiederum vor allem die Halswirbelsäule. Und das kann wichtig sein: Wer täglich eine verkrampfte Haltung in seinem Bett annimmt, klagt schon bald über Rücken-, und später auch über Kopfschmerzen. Die Möglichkeit, eine entspannte Liegeposition einzunehmen, ist mehr als nur Komfort – sie ist eine langfristige Investition in die eigene Gesundheit.

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