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Häuserbau per 3D Druck: In wenigen Schritten zum Eigenheim

Sergey Nivens/shutterstock.com

Der 3D Druck ist eine der wichtigsten Fertigungsmethoden der Gegenwart. In vielen Branchen verlassen sich die Macher auf die Technologie, bei der aus Kunststofffäden komplexe Objekte entstehen. Längst ist es auch möglich, für den 3D Druck Metall zu verwenden. Und einige Firmen haben sogar Geräte entwickelt, mit denen sie ganze Häuser aus Beton ausdrucken können.

Roboterarme verteilen Beton

Theoretisch kann jeder Gegenstand ab einer gewissen Größe per 3D Druck hergestellt werden. Schließlich sieht die Fertigungsform vor, dass das gewünschte Objekt schichtweise aufgebaut wird. Allerdings kann der Gegenstand nicht größer sein als der Drucker – es sei denn, das Gerät geht auf einer freien Fläche seiner Aufgabe nach. Genau das tun die Roboterarme, die einige Firmen für den Hausbau per 3D Druck entwickelt haben. Die speziellen Drucker sind mobil und spritzen eine Betonmischung aus einer Düse, während sie sich über die Baustelle bewegen. Glaubt man einigen Experten, dann gehört dieser Fertigungsmethode die Zukunft.

Ein Haus in nur 24 Stunden

Bereits im Sommer 2018 entstand im französischen Nantes das erste Wohnhaus per 3D Druck. Seine Grundfläche beläuft sich auf 95 Quadratmeter. Nach der Fertigung der Mauern, die immerhin nur 54 Stunden in Anspruch nahm, mussten allerdings noch Bauarbeiter anrücken, um Fenster und Türen einzubauen und das Dach aufzusetzen. Anfang 2020 sorgte das US-amerikanische Unternehmen ICON für Aufsehen, als es ein Haus innerhalb von 24 Stunden per 3D Druck entstehen ließ.

Neben der unglaublich geringen Bauzeit überzeugen auch die Kosten: Lediglich 4.000 Dollar fielen für die Fertigung des Hauses an. Dieser Preis ergab sich unter anderem aus den verhältnismäßig geringen Kosten für die verwendeten Materialien. Sollten Bauwerke aus dem 3D Drucker zum Standard werden, dann kann sich also bald jeder problemlos ein eigenes Haus leisten.

Andere Fertigungsmethoden

Verschiedene Elemente des Hauses können hingegen nicht vom 3D Drucker hergestellt werden. Dazu gehören zum Beispiel die Buchsen aus Plastik, in denen später Steckdosen oder Lichtschalter versenkt werden. Für die Produktion solcher zylinderförmigen Objekte kommt üblicherweise eine andere Fertigungsmethode zum Einsatz: das CNC-Drehen. Dabei entfernt ein Gerät mit Schneidewerkzeugen und Bohrern überschüssiges Material aus einem festen Block, bis nur noch die gewünschte Form übrig ist.

Mit diesem Verfahren lassen sich zahlreiche identische Produkte in höchster Präzision fertigen. Wer Drehteile online bestellen will, der kann sich dafür an Unternehmen wie 3D Hubs wenden. Sie stellen anhand der CAD-Datei und einiger weiterer Informationen fest, wie ein Projekt realisiert werden kann und wie viel es kosten wird.

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