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Japanisch lernen: So gelingt der Einstieg für Anfänger

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Andere Sprachen zu kennen, hilft nicht nur auf dem Arbeitsmarkt weiter. Manche Menschen wollen sich einfach weiterbilden. Mit Japanisch wählen sie dafür eine besonders schwierige Sprache.

Warum Japanisch lernen?

Japanisch ist eine der schwierigsten Sprachen der Welt. Sie zu erlernen, benötigt daher neben Zeit und Fleiß auch einen guten Lehrer. Es mag sich die Frage stellen, wozu man diesen Aufwand überhaupt betreibt, wo man doch mit Englisch so gut wie überall verstanden wird. Animefans haben einen guten Grund, aus dem sie Japanisch lernen wollen: Viele der in Japan beliebten Filme und Serien kommen erst spät ins Ausland. Fans müssen auf neue Staffeln daher lange warten oder auf Untertitel zurückgreifen. Viel schöner wäre es da natürlich, sich voll auf das Geschehen konzentrieren zu können, ohne ständig lesen zu müssen.

Außerdem darf man nicht vergessen, dass Japan eine Industrienation ist. Aktuelle Elektronik kommt häufig aus dem Inselstaat im Pazifik. Mit Sprachkenntnissen eröffnet man sich daher auch neue Türen auf dem Arbeitsmarkt. Darüber hinaus ist man als japanisch sprechender Europäer eine echte Rarität.

Wie man anfängt?

Japanisch hat kaum Ähnlichkeit mit Deutsch. Daher fühlen Einsteiger sich häufig erschlagen und wissen gar nicht, was sie als Erstes lernen sollen. Wichtig ist, dass du die Schrift nicht ausklammerst. Im Japanischen gibt es drei verschiedene Schriften: Hiragana, Katakana und Kanji. Hiragana und Katakana kommen zusammen auf 100 Zeichen. Die Schriften entsprechen unserem Alphabet und erleichtern das weitere Lernen. Später nimmt man auch Kanji hinzu. Die Schrift ist ebenfalls wichtig, weil sich die Bedeutung mancher Wörter nur anhand ihrer Schreibweise erkennen lässt. Zudem erleichtert die Beherrschung von Kanji das weitere Vokabeln lernen.

Am Ende sollte man auf etwa 2000 Zeichen kommen. Damit versteht man noch immer nicht alles, im normalen Sprachgebrauch reichen sie aber erst einmal aus. Mit der Grammatik sollte man noch vor Kanji anfangen. Sie ist völlig anders als im Deutschen. Durchhalten ist da angesagt. Mit ausreichend Fleiß und täglichen, kurzen Übungen schafft man aber auch das. Sitzt die Grammatik in ihren Grundzügen, sind Kanji und Vokabeln dran. Ein breiter Wortschatz ist dabei von Vorteil. Wiederholen und auswendig lernen steht an diesem Punkt ganz oben. Man sollte überlegen, was man häufig hört und sagen möchte und sich dann auf diese Wörter konzentrieren.

Höflichkeit

Ein Stolperstein beim Japanisch lernen sind die Höflichkeitsformen. Im Deutschen kennen wir drei, wobei eine nicht mehr benutzt wird: Duzen, Siezen und das veraltete Ihrzen. Die Japaner gehen gleich mehrere Schritte weiter. Wie man „ich“ sagt, verändert sich je nach Gesprächspartner. Auch die Namenssuffixe ändern sich entsprechend dem Verhältnis zu der angesprochenen Person. Spricht man mit fremden, erwachsenen Personen, nutzt man den Desu-masu-Stil. Dabei verändern sich die Verben und ihnen wird ein „-masu“ oder eine abgekürzte Form davon angehängt.

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