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Kartoffelgratin einfrieren: Tipps und Schritt-für-Schritt Anleitung

Kartoffelgratin einfrieren
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Vollmundig, cremig und mit leichtem Biss – Kartoffelgratin gehört sicherlich zu den beliebtesten Kartoffelgerichten. Wenn Sie dann einmal die große Gratinlust packt, kann es natürlich passieren, dass Sie zu große Mengen zubereiten. Jetzt ist es aber keine Lösung, die Reste wegzuschmeißen. Wie wäre es also mit dem Einfrieren?

Kann man Kartoffelgratin überhaupt einfrieren?

Bevor klargestellt werden kann, ob sich Kartoffelgratin einfrieren lässt, müssen die verschiedenen Zutaten einmal durchgegangen werden. Denn wenn Kartoffeln sich nicht einfrieren lassen, lässt es sich das Kartoffelgratin ebenso nicht. Doch die gute Nachricht: Grundsätzlich können Sie Kartoffeln sehr wohl einfrieren. Dabei ist es jedoch wichtig, in welchem Zustand diese sind. Denn sind die Kartoffeln roh, sollten Sie sie auf keinen Fall einfrieren. In diesem Fall wird nämlich die ganze enthaltene Stärke zu Zucker abgebaut.

Das Ergebnis nach dem Auftauen ist dementsprechend süß, während die Konsistenz überdies matschig wird. Doch auch bei gekochten Kartoffeln ist dasselbe der Fall. Hier wird die Stärke durch den Frost ebenso zu Zucker umgebaut. Der Unterschied liegt jedoch darin, dass verarbeitete Kartoffeln weitaus weniger Stärke enthalten. In Sachen Geschmack und Konsistenz müssen sie dennoch ein paar Minuspunkte einbüßen.

Gefrorene Milch und Milchprodukte: Das müssen Sie beachten

Neben Kartoffeln besteht das beliebte Kartoffelgratin außerdem aus Sahne, Milch und Käse. Doch lassen sich diese auch so einfach einfrieren? Die gute Nachricht: Ja, viele Milchprodukte lassen sich unkompliziert im Tiefkühler einfrieren. So können Sie abgepackte Milch einfach in den Tiefkühler legen. Dasselbe gilt für Sahne und Käse. Nur bei manchen Milchprodukten, wie Mascarpone ist Vorsicht geboten. Diese können nach dem Auftauen nämlich bröckelig werden oder gerinnen.

kartoffelauflauf aufbewahren
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Kartoffelgratin ungebacken einfrieren: Keine gute Idee!

Vielleicht gehören Sie zu jenen Personen, die alle Mahlzeiten für die ganze Woche gerne im Voraus vorbereiten und dann einfrieren. Doch ist das auch bei Kartoffelgratin so einfach möglich? Nachdem erörtert wurde, ob sich frische Kartoffeln und Milchprodukte einfrieren lassen, steht fest: Das ungebackene Kartoffelgratin sollten Sie keinesfalls einfach in den Tiefkühler stellen. Sollten Sie dieses beispielsweise zu einem anderen Zeitpunkt herausnehmen und backen wollen, müssen Sie mit einem minderwertigen Ergebnis rechnen. So ist die Konsistenz nun ganz matschig, während die Kartoffeln zudem süß schmecken.

Fertiges Kartoffelgratin einfrieren

Während Sie das ungebackene Kartoffelgratin zwar keinesfalls einfrieren sollten, sieht dies bei Resten von der Speise schon ganz anders aus. Sind die Kartoffeln nämlich bereits zubereitet, wird das Geschmackserlebnis weniger in Mitleidenschaft gezogen. Das heißt aber keinesfalls, dass der Geschmack keine Einbußen erfährt. Denn auch hier muss damit gerechnet werden, dass die Kartoffeln später von matschiger Konsistenz sind, ihren Biss verloren haben und zudem weitaus süßer schmecken. Der typische Kartoffelgeschmack hat sich somit verändert. Dem hingegen passiert den restlichen Geschmackskomponenten nichts.

Haben Sie kein Problem mit kleinen Veränderungen ist es also durchaus ratsam, die Reste vom Kartoffelgratin im Gefrierschrank zu verstauen und in den nächsten Monaten einfach zu verspeisen. Sollten Sie jedoch vorkochen wollen, ist hiervon abzuraten. So schmeckt das Kartoffelgratin frisch schlichtweg besser. Übrigens: Entgegen der üblichen Kartoffeln vertragen Süßkartoffeln Frost viel besser. Aus diesem Grund können Sie es auch einfach mit einem Süßkartoffelgratin probieren, welches Sie einfrieren.

Haltbarkeit im Tiefkühler

Fertige Kartoffelgerichte, wie eben Kartoffelgratin, sollten Sie nicht zu lange im Tiefkühler lassen. Da die Stärke hier zu Zucker abgebaut wird, verändert quasi jeder Tag den Geschmack des Gerichts. Idealerweise verspeisen Sie das tiefgefrorene Kartoffelgratin daher innerhalb von wenigen Wochen und maximal drei Monaten. Sollten Sie das Kartoffelgratin wiederum in den nächsten zwei Tagen essen wollen, können Sie es auch einfach im Kühlschrank aufbewahren und zum Aufwärmen in die Mikrowelle oder den Backofen stellen.

kartoffelgratin im tiefkühler
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So frieren Sie Kartoffelgratin ein

Möchten Sie Kartoffelgratin einfrieren, können Sie dies ganz einfach machen. Sie benötigen hierfür lediglich Gefrierboxen, in welchen Sie das Kartoffelgratin luftdicht verpacken können. Wie beim Einfrieren von jedem Gericht ist es zudem wichtig, dass Sie die Speise erst komplett auskühlen lassen, bevor Sie sie in den Tiefkühler packen. Vergessen Sie außerdem nicht, das Datum aufzuschreiben. So behalten Sie die Haltbarkeit stets im Überblick.

Ein weiterer Tipp beim Einfrieren von Kartoffelgratin ist es, dass Sie die Reste in Portionen einfrieren. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Sie beim nächsten Mal nicht direkt eine halbe Form Gratin verspeisen wollen. Nutzen Sie daher kleine bis mittelgroße Gefrierboxen. Alternativ können Sie auch probieren, das Kartoffelgratin in Tiefkühlbeutel zu legen. Dafür ist es jedoch wichtig, dass die Speise nicht zerfällt und sich tatsächlich in schöne Stücke portionieren lässt.

Tiefgefrorenes Kartoffelgratin auftauen leicht gemacht

Haben Sie Kartoffelgratin im Tiefkühler aufbewahrt und möchten Sie dieses verspeisen, haben Sie gleich mehrere Möglichkeiten, um dies zu tun. Am einfachsten ist es, wenn Sie die Boxen rechtzeitig aus dem Gefrierschrank holen. So können Sie das Kartoffelgratin ganz einfach über Nacht im Tiefkühler auftauen lassen. Am Folgetag reicht es wiederum, dass Sie das aufgetaute Gratin einfach in der Mikrowelle oder im Ofen aufwärmen. Alternativ legen Sie es bei niedriger Hitze in eine Pfanne, schließen Sie die Pfanne und lassen Sie das Gratin vorsichtig auf diese Weise erhitzen.

Sie können das Kartoffelgratin aber auch direkt gefroren zubereiten. Dafür legen Sie es in eine Ofenform, bestreuen es erneut mit Käse und lassen es wie gewohnt bei niedriger Temperatur im Ofen auftauen und aufwärmen. Dies ist auch eine gute Möglichkeit, um das Gratin noch einmal aufzupeppen. So können Sie noch Kräuter, wie Schnittlauch oder Petersilie, andere Käsesorten, Champignons, Mais, Paprika oder andere Zutaten über das Kartoffelgratin streuen und dieses somit backen. Dadurch lässt sich auch der unter Umständen veränderte Geschmack der Kartoffeln übertönen.