Hobbys & Freizeit

Lifestyle-Trend Shisha: Warum jetzt immer mehr Menschen Wasserpfeife rauchen

Lilja Malanjak/shutterstock.com

Eigentlich ist die Shisha eine jahrhundertealte Erfindung zum Konsum von Tabak. Doch gerade jetzt wird sie in westlichen Breiten – insbesondere unter Jugendlichen – immer beliebter. Woran liegt das?

Die Shisha als Lifestyle

Bis vor kurzem war das Privileg einer oder gar mehrerer Shisha-Bars nur den Großstädten vorbehalten. Mittlerweile findet man aber auch in immer mehr kleinen Städten Bars und Cafés, in denen die Wasserpfeifen angeboten werden. Und damit nicht genug: Immer mehr Menschen besitzen mittlerweile auch eine eigene Shisha. Sie statten sich mit hochwertigem Equipment aus, um auch zu Hause mit den Freunden rauchen zu können. Gute Shisha-Schläuche von El Badia sind beispielsweise sehr beliebt. Das hierzulande erhältliche Shisha-Equipment war bis vor wenigen Jahren noch ausgesprochen spärlich. Anbieter wie El Badia konzentrieren sich darauf, eine große Auswahl an gutem Rauchzubehör an den Mann zu bringen.

Die Kunden freut‘s: Sie können sich ein authentisches Shisha-Erlebnis jetzt auch nach Hause holen. Gerade während der aktuellen Krise ist die Nachfrage dafür enorm gestiegen. Shisha-Bars und Shisha-Cafés, die in den vergangenen Jahren zu Treffpunkten nicht nur für die Jugend geworden sind, mussten zeitweise schließen. Und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie es in einigen Regionen Deutschlands wieder tun müssen. Wer daher auf sein geliebtes Rauchutensil nicht verzichten möchte, der deckt sich lieber ein.

Warum ist Shisha-Rauchen jetzt so beliebt?

Es gibt noch keine endgültige Erklärung dafür, warum das Shisha-Rauchen gerade jetzt und vor allem unter Jugendlichen so beliebt geworden ist. Fakt ist: Shisha-Bars gibt es schon seit vielen Jahren, und auch Shisha-Utensilien kann man nicht erst seit gestern beim Raucherbedarf oder in den sogenannten Headshops vorfinden. Es dauerte offenbar eine ganze Weile, eh das Rauchen der Wasserpfeife Teil der Jugendkultur geworden ist.

Eine große Rolle spielt dabei vermutlich die Bar bzw. das Café als sozialer Treffpunkt: Jugendliche können hier hingehen und müssen keinen Eintritt bezahlen, um sich zu treffen. Das Rauchen der Shisha ist um ein Vielfaches sozialer als die gemeine Zigarette. Üblicherweise wird eine Wasserpfeife bestellt, die dann mit mehreren Rauchern geteilt wird. So kann man nicht nur kosteneffizient an dem Erlebnis teilhaben, sondern sich auch gemeinsam darüber austauschen. Zudem ist die Shisha nicht mit einem so großen Stigma belegt wie die Zigarette. Allein schon, weil sie nicht so leicht verfügbar ist, ist das Suchtpotential etwas niedriger.

Nichtsdestotrotz wird auch beim Wasserpfeife-Rauchen Nikotin konsumiert. Viele Jugendliche scheinen die Wasserpfeife aber nicht primär des Rausches wegen zu konsumieren, sondern nutzen das gemeinschaftliche Ritual als soziales Bindemittel. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass uns dieser Trend noch eine ganze Weile begleiten wird – ob nun mit offenen oder geschlossenen Shisha-Bars.