Wirtschaft & Finanzen

Rechtsschutzversicherung: Darum ist sie so wertvoll

©istock.com/simpson33

Im Gegensatz zur KFZ-Haftpflicht- sowie der Krankenversicherung sind Rechtsschutzversicherungen nicht verpflichtend. Das darf über die Sinnhaftigkeit einer solchen Versicherung jedoch nicht hinwegtäuschen – in manchen Bereichen gilt das ganz besonders.

Rechtsschutzversicherung kann Existenzen sichern

Laut offizieller Statistik gab es im Jahr 2019 beinahe 23 Millionen Rechtsschutzversicherungsverträge in Deutschland. Dies ist keine allzu kleine Zahl; dennoch mangelt es nicht an Fällen, in denen eine Police sinnvoll wäre, aber trotzdem nicht abgeschlossen wird. Einer der Gründe dafür ist schnell gefunden: Mangels Sachkenntnis ist vielen potenziellen Kunden gar nicht bewusst, wie hilfreich die Versicherung tatsächlich sein könnte.

Für ein besseres Verständnis ist ein Blick auf die möglichen Kosten hilfreich: Die Rechtsschutzversicherung tritt üblicherweise für die Übernahme der Anwaltskosten sowie von Gutachter- und Gerichtskosten ein. Die Sätze einer Anwaltskanzlei liegen dabei etwa im niedrigen dreistelligen Bereich; je nach Fachbereich ist auch deutlich mehr keine Seltenheit. Das bedeutet, dass auf Beteiligte eines Verfahrens schnell Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro warten – ganz ungeachtet des Ausgangs des Verfahrens. Für viele Menschen können solche Beträge zu existenzbedrohenden Situationen führen. Das gilt ganz besonders dann, wenn sie unerwartet anfallen und kein finanzielles Polster vorhanden ist.

Im Fall der Fälle: Kosten-Nutzen-Rechnung mit klarer Aussage

Umso wichtiger ist es, bei der Auswahl einer Versicherung von Anfang an auf den richtigen Einsatzbereich zu achten. Einen Eindruck davon, wie spezialisiert heutige Rechtsschutzversicherungen ausgerichtet sind, liefern etablierte Anbieter wie die DEURAG. Besonders nützlich ist die Verkehrsrechtsschutzversicherung, da hohe Schadens- bzw. Streitbeträge dort naturgemäß an der Tagesordnung sind. Das betrifft nicht nur Unfälle mit Sachschäden von weit jenseits der 10.000 Euro, sondern auch andere Konflikte wie die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Autokäufer und -verkäufer, falls zum Beispiel erst nach der Transaktion ein schwerwiegender Mangel augenscheinlich wird.

Die Verkehrsrechtsschutzversicherung bietet hier umfassenden Kostenschutz. Für einen Preis ab rund 10 Euro monatlich entgeht der Versicherte Kosten in möglicherweise fünfstelliger Höhe und braucht sich keine Sorgen über die Tücken des Verkehrsrechts zu machen. Dass sich dieses Geschäft lohnt, liegt auf der Hand. Ähnlich wichtig ist der Vermieterrechtsschutz für Immobilienbesitzer. Auch hier summieren sich die Posten nämlich schnell auf, falls es zu Problemen kommt. Das können ausstehende Mieten sein, Zwangsräumungen, Mietkautionen oder außergewöhnlich teure Reparaturmaßnahmen, etwa als Folge großflächiger Schimmelbildung. Hierbei kann im schlimmsten Fall ein Immobilienschaden in Höhe von über 100.000 Euro drohen.

Wichtig dabei: Gerade wegen des recht ausgeprägten Mieterschutzes in Deutschland sollten Vermieter auf eine Versicherung zurückgreifen, um für gleiche Chancen zu sorgen. Dies gilt speziell für Vermieter mit mehreren Mietobjekten. Schließlich erhöht sich mit der Anzahl der Mieter auch das Risiko von Rechtsstreitigkeiten.