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Schlau ist sexy: Wie du mit Allgemeinwissen punktest

Roman Samborskyi/shutterstock.com

Gutes Allgemeinwissen ist privat und beruflich von Vorteil. Es macht gesellschaftlich etwas her, sich auf verschiedensten Gebieten auszukennen. Das richtige Argument zur richtigen Zeit, der hilfreiche praktische Tipp, das interessante Gesprächsthema: Ein hohes Niveau an Allgemeinwissen wirkt sexy.

Rund 34 Millionen Menschen ab 14 Jahre sehen es in Deutschland als wichtig und erstrebenswert an, sich stetig neues Wissen anzueignen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2022. Eine Parship-Umfrage von 2015 wiederrum zeigt, dass umfassendes Allgemeinwissen bei der Entscheidung für eine Person, mit der eine Beziehung in Frage kommen würde, bei 54 % der Frauen und 50 % der Männer eine Rolle spielt.

Das Allgemeinwissen auf hohem Niveau zu halten und stetig neu aufzufrischen, ist also wichtig und dies nicht nur bei der Suche nach einem Tandem. Gespräche mit Personen aus dem Bekanntenkreis, Diskussionen im Kollegium oder Unterhaltungen mit Familienangehörigen fallen jedem von uns deutlich leichter, wen wir auf angeeignetes Wissen zurückgreifen können. Es gibt noch weitere Nebeneffekte: Gelingen Gespräche und sorgen für Aufmerksamkeit, dann stärkt dies das Selbstbewusstsein und wirkt sich positiv auf die Lebenseinstellung aus.

Personen, die frisch ins Berufsleben starten oder eine neue berufliche Herausforderung suchen, müssen häufig Einstellungstests überstehen. Dort gehören Abfragen zum Allgemeinwissen zum Standard. Assessment-Center haben sich dafür auf Tests spezialisiert, denn Unternehmen wünschen sich Beschäftigte, die nicht nur in der Vergangenheit gute Noten geschrieben haben, sondern sich darüber hinaus gerne mit Neuem beschäftigen und lern- sowie wissbegierig sind.

Was gehört alles zum Allgemeinwissen?

Allgemeinwissen ist als Begriff nicht klar definiert. Was also genau dazu gehört, kann niemand so richtig beantworten. Es sind alle Informationen und Wissensbestandteile, die jede Person haben bzw. kennen sollte. Allgemeinwissen ist Voraussetzung für die Allgemeinbildung. Dazu gehören „entscheidende sowie notwendige Kenntnisse und Befähigungen, die es ermöglichen, aktiv und kritisch an der Gestaltung möglichst aller Bereiche der modernen Gesellschaft teilnehmen zu können“ (wikipedia). Das ist ziemlich viel und macht so manchem wahrscheinlich Angst.

Muss es aber gar nicht. Es ist völlig normal, dass das Wissen in bestimmten Bereichen deutlich besser ist als in anderen. Möglicherweise hat der Schulunterricht in diesem einen Fach gut funktioniert. Oder die Leidenschaft für dieses Thema ist außerordentlich groß. Schon Albert Einstein meinte, dass er keine besondere Begabung hätte, aber leidenschaftlich neugierig sei. Es ist also absolut okay, in einigen wenigen Gebieten sehr bewandert zu sein, aber in anderen Bereichen einfache Fragen nicht beantworten zu können. Wichtig ist nur, zu wissen, wo es Lücken im Allgemeinwissen gibt, um sie gezielt abzubauen und Inselbegabungen entgegenzuwirken.

Viele Bereiche werden zum Allgemeinwissen gezählt, etwa Sprache und Literatur, Geschichte und Politik, Geografie und Medien, Wissenschaft und Technik, Sport und Mode. Häufig hängt es von der Kultur und dem sozialen Umfeld ab, was zu einer bestimmten Zeit als Teil des Allgemeinwissens angesehen wird. Im Internet-Zeitalter ist zum Beispiel Medienkompetenz ein unabdingbarer Teil geworden, da es jetzt sehr wichtig ist, die riesigen Mengen an Informationen mit den richtigen Recherchetechniken zu filtern und zu priorisieren.

Allgemeinwissen hegen und pflegen

Um Allgemeinwissen aufzubauen und zu verbessern, gibt es unzählige Möglichkeiten. Sich mit neuen Dingen zu beschäftigen, ist eine davon. Das Denken bleibt dabei offen, weil es Unbekanntes entdeckt. Die Gehirnzellen sind bei dieser Leistung deutlich mehr gefordert. Sie kramen nicht nur altes hervor, sondern ordnen ein und sortieren neu. Täglich die Nachrichten zu verfolgen und sich über die Headline hinaus mit ihnen auseinanderzusetzen, ist ebenfalls von Bedeutung für das Allgemeinwissen. Wer sich über die Tagespolitik informiert, sich mit anderen Kulturen beschäftigt oder technische Innovationen beobachtet, gewinnt viele Informationen. Diese kann er später in Gesprächen und Diskussionen anbringen.

Lesen bildet ungemein, das versprach die Aufklärung und sie hat auch heute noch recht. Lesen ist eine der größten Chancen, um das Allgemeinwissen aufzubauen, zu verbessern oder zu trainieren. Dabei ist es ziemlich egal, welches Medium gelesen wird: Roman oder Lexikon, Zeitschrift oder Blog, Suchmaschine oder App. Für alle jene, die es mit dem Lesen doch nicht so haben, bieten sich Dokumentationen und Wissenssendungen beim linearen Fernsehen oder Streamingdienst der Wahl an, um Wissen zu ergattern. Auch Kurse an Volkshochschulen oder Universitäten laden dazu ein, mehr über die Welt und was sie im Innersten zusammenhält, zu erfahren. Podcasts, Videos, Spiele – sie alle vermitteln Wissen und dieses trägt zur Kommunikationsfähigkeit bei.

In Zeiten von Fake-News ist es zudem wichtig, richtige und falsche Informationen voneinander zu unterscheiden. Geerdetes Allgemeinwissen hilft dabei. Es können Sachverhalte in Beziehung gesetzt und Zusammenhänge erkannt werden. Es fällt zudem leichter, mit aussagekräftigen Beispielen zu argumentieren und Halbwissen oder gar Falschinformationen aufzudecken.

Fazit

Ein gutes Allgemeinwissen speist sich aus der Neugierde. Wer sich aktuell auf dem Laufenden hält, hält auch sein Allgemeinwissen auf hohem Niveau. Allgemeinwissen ist beruflich wie privat hilfreich, verstärkt den Eindruck von Selbstbewusstsein und positiver Lebenseinstellung. Schaffe also Möglichkeiten, um jeden Tag ein bisschen mehr zu wissen. Es wird sich auszahlen – nicht nur bei der Partnerschaftssuche.

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