Familie & Kinder

Schulschließungen & Co.: Nie war Nachhilfe so wichtig wie jetzt

fizkes/shutterstock.com

Schulschließungen, der Wegfall von Präsenzunterricht und Schule im Wechselmodell – Schüler müssen seit Beginn der Coronakrise täglich lernen, mit den Anforderungen des Bildungssystems zurechtzukommen. Nicht wenige Schüler können sich im heimischen Kinderzimmer oder nur mit Hilfe der Eltern nicht richtig organisieren oder schaffen es, den Stoff der unterschiedlichen Fächer überwiegend selbstständig zu erarbeiten.

Viele Schüler haben dies bereits auf den letzten Zeugnissen feststellen müssen. Auch gute Schüler, die bisher keine schulischen Schwierigkeiten hatten, merken nun, dass die anhaltenden Schließungen zu schlechteren Noten führen. Einige Schüler konnten Aufgrund von mangelnden Geräten zur Umsetzung von Videokonferenzen gar nicht am Homeschooling teilnehmen. Nie zuvor war Nachhilfe von so großer Bedeutung wie heute in der Coronakrise. Schüler können durch diese Förderung wieder eine Chance erhalten, das Klassenziel mit guten Noten zu erreichen oder sogar einen guten Abschluss zu schaffen.

Individuelle Förderung durch Nachhilfe

Findet Unterricht nur noch per Homeschooling oder höchstens im Wechselmodell statt, verpassen einige Schüler den Anschluss. In der Nachhilfe kann der Lehrer intensiv auf die Themen eingehen, in denen es dem Schüler oder der Schülerin an Wissen fehlt. Lücken können so individuell geschlossen werden, und das Verständnis intensiviert werden, dass der Lernende benötigt, um mit dem Fortschritt der restlichen Klasse Schritthalten zu können.

Keine Scham im Einzelunterricht

Viele Schüler trauen sich im Klassenverband nicht, offen anzusprechen, wenn sie etwas nicht verstanden haben. Auch wenn nicht wenige Schüler mit den Folgen des Homeschoolings zu kämpfen haben, schämen sich einige der jungen Menschen, ihre Unkenntnis zuzugeben. In der Nachhilfe gibt es jedoch keinen Grund zur Scham und der Schüler profitiert nun von den zusätzlichen Unterrichtseinheiten, in der er offen angeben kann, welche Themen ihm Probleme bereiten.

Im eigenen Tempo lernen

Jeder Schüler lernt auf verschiedene Arten und in seinem eigenen Tempo. Auch wenn das ein oder andere Thema erst im zweiten oder dritten Anlauf verstanden wird, in der Nachhilfe gibt es, anders als im klassischen Schulunterricht, die Möglichkeit, Unterrichtsthemen erneut zu erklären. Der Nachhilfelehrer kann die Themen intensiv und ohne Zeitdruck die Fragen seines Schülers beantworten und die entsprechenden Lerngebiete umfassend erklären.

In der Nachhilfe Lernstrategien erlernen

Vielen Schülern fehlt es an der richtigen Strategie, um das erlernte Wissen auch in Aufgaben oder bei Klausuren umzusetzen. In der Nachhilfe kann die Lehrkraft seinen Schülern Strategien mit an die Hand geben, mit denen der Schüler das Erlernte auch in Zukunft anwenden kann. Die erfahrenen Lehrer zeigen Methoden auf, die der Schüler dann auch auf anderen Gebieten nutzen kann.

Nachhilfe darf nicht dauerhaft sein

Ein Schüler muss nach einiger Zeit der Nachhilfe wieder selbst lernen, das Wissen umzusetzen, um den Anschluss an den aktuellen Schulstoff zu finden. Erhält der Schüler dauerhaft Nachhilfe, kann es für den Lernenden schwierig sein, die Anforderungen der Schule zu erfüllen. Besonders in dieser schwierigen Zeit der Krise, die sich auf Kinder und Jugend auswirkt, müssen Nachhilfestunden ermöglicht werden, um allen Schülern einen guten Abschluss ermöglichen zu können.

Nachhilfeangebote für alle Schüler

Die Regierung muss verhindern, dass zahllose Schüler Bundesweit unter den Folgen der Pandemie und der Schulschließungen leiden und nur einen minderwertigen Abschluss erreichen können. Bundesweite Nachhilfe für alle Schüler der Bundesrepublik sollen nach dem Schuljahr 2020/21 stattfinden. Dafür möchte man Lehramtsstudenten und pensionierte Lehrkräfte gewinnen und den Schülern in den Sommerferien zusätzliche Stunden ermöglichen, in denen die Schüler ihren Wissensstand verbessern können und so leichter den Anschluss finden.