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Suppe zu scharf: So kann man sie noch retten

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Zwischen teuflisch scharf und gut gewürzt, liegt oft nur eine Prise. Frischer Pfeffer, eine große Chilischote, saftiger Ingwer oder pikanter Senf sind in feinen Dosen eine aromatische Bereicherung für warme Suppen. Doch wenn einem beim Probieren die Puste ausgeht, hat der Koch oder die Köchin die Grenze des geschmackvollen Würzens überschritten. Damit die Suppe damit kein Fall für die Mülltonne wird, gibt es hier einige Tipps, um die Schärfe zu mildern.

Suppe zu scharf: Mit Flüssigkeit strecken

Besonders gut für Suppen ist die Methode des Verdünnens geeignet. Je nach Konsistenz und Beschaffenheit der Suppenflüssigkeit ergeben sich verschiedene Möglichkeiten.

Klare Suppen oder Brühen

Für klare Flüssigkeiten eignen sich ebenfalls klare Flüssigkeiten zum Strecken der Suppe. Ganz nach Geschmack können Fleisch- oder Gemüsebrühen zur Suppe gegeben werden. Der Vorteil von gewürzten Flüssigkeiten ist, dass das charakteristische Aroma der Suppe erhalten bleibt und die Grundwürze nicht verwässert. Reines Wasser mildert nicht nur den Schärfegrad, sondern wirkt sich auf alle Gewürze aus. Alternativ kann auch ein Weißwein bei einer hellen Suppe oder ein Rotwein bei einer dunklen Basis, wie zum Beispiel einer Gulaschsuppe verwendet werden. Die Flüssigkeit wird in kleinen Portionen zugeführt. Je ein bis zwei Kellen zur Suppe geben und aufkochen. Anschließen probieren und gegebenenfalls den Vorgang wiederholen, bis der gewünschte Schärfegrad erreicht ist.

Cremige Suppen

Für Suppen die auf püriertem Gemüse basieren eignen sich zum Strecken Produkte auf Milchbasis. Milch, Sahne, Schmand, Frischkäse oder deren pflanzliche Alternativen sind geeignet, um einer Gemüsecremesuppe die Schärfe zu nehmen. Während Milch und Sahne die Suppe etwas dünnflüssiger machen können, bleibt bei den kompakteren Milchprodukten die Konsistenz erhalten. Ebenso wie bei den klaren Suppen werden die Milchprodukte in kleinen Mengen zugegeben und zwischendurch abgeschmeckt, damit die Suppe nicht plötzlich fad schmeckt.

Mit Physik gegen Chilischärfe

Die Schärfe von Chilischoten und Paprika basiert auf dem Wirkstoff Capsaicin. Dieser Stoff ist besonders konzentriert in den Häutchen zwischen Fruchtfleisch und Kernen enthalten. Das Capsaicin ist in Fett löslich, jedoch nicht in Wasser und diese Eigenschaft können sich Köche zu nutzen machen. Einer zu scharfen Suppe kann einfach eine Tasse Öl zugegeben und untergerührt werden. Das Öl wirkt wie ein Schwamm und nimmt das Capsaicin auf. Während des Kochens steigt das Öl an die Oberfläche und kann mit einem Schöpflöffel oder einem Küchenkrepp entfernt werden.

Mit Süße gegen die Schärfe

Bei einem leichten Zu viel an Schärfe kann der Einsatz von Zucker oder Honig den Schärfegrad mildern. Hierfür die süßen Zutaten mit einem Teelöffel unter die Suppe rühren und probieren. Damit der ursprüngliche Geschmack nicht verfälscht wird, sollten Zucker und Honig nur sparsam eingesetzt werden. Bei Suppen auf Tomatenbasis kann Zucker die Säure der Tomaten abmildern und insgesamt für einen runden Geschmack sorgen.

Rohes Gemüse als Retter

Ein alter Haushaltstrick bei einem versalzenen Essen ist das Mitkochen einer rohen Kartoffel. Das Prinzip kann auch bei einer zu scharfen Suppe angewendet werden. Einfach einige rohe Karotten oder Kartoffeln zur Suppe geben und für einige Zeit mitkochen. Das Gemüse herausnehmen, wenn es weich ist und zur Seite stellen. Das Gemüse nimmt Aromen aus der Suppe und mildert daher die Schärfe.

Zu scharfe Suppe: Wenn alles nichts hilft

Bleibt die Suppe auch nach diesen Tipps zu scharf, um genussvoll gegessen zu werden, kann die Suppe in gleicher Menge noch einmal gekocht werden. Beide Suppenansätze vermengen und die Hälfte der Suppe einfrieren und zu einem späteren Zeitpunkt verzehren. Mit dieser Methode werden die Lebensmittel gerettet und es ist eine schnelle Mahlzeit vorbereitet. Wird eine scharfe Suppe serviert kann es als mildernd empfunden werden, wenn ein Stück Brot oder ein Glas Milch zum Essen gereicht wird. Zu einem scharfen Currygericht harmonieren süßliche Bananen und fruchtige Weintrauben, die Gleichzeit das Schärfegefühl mildern.

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