Gesundheit & Medizin

Teebaumöl gegen Milien: Richtig anwenden und vorbeugen

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Teebaumöl stammt ursprünglich aus Australien und gilt bereits seit jeher als ein probates Hausmittel zum Einsatz gegen diverse Krankheitsbilder. Nach Europa gelang das beliebte ätherische Öl nach Überlieferungen durch den britischen Weltumsegler James Cook im Jahr 1770. James Cook beobachtete die Ureinwohner Australiens dabei, wie sie einen Sud aus Teebaumblättern anfertigten, um ihn für Wunden und Hautirritationen zur Behandlung zu nutzen. Diese Entdeckung geriet jedoch im 18. Jahrhundert und darüber hinaus wieder in Vergessenheit.

Erst im Jahre 1925 erlebte das Teebaumöl auch abseits des australischen Kontinents ein Revival. In diesem Jahr wurde die wissenschaftliche Wirkung von Teebaumöl nachgewiesen. Bis heute erfreut sich Teebaumöl zur Behandlung unterschiedlicher Krankheitsbilder international einer großen Beliebtheit. Mittlerweile ist die bakterizide, antiseptische sowie fungizide Wirkung erwiesen.

Teebaumöl gegen Milien: Die Inhaltsstoffe

Bei Teebaumöl handelt es sich um ein ätherisches Öl, dass zur Stammfamilie der Myrtengewächse gehört. Durch die sogenannten Wasserdampfdestillation von Zweigen und Blättern erfolgt die Gewinnung des beliebten Teebaumöls. Das reine Teebaumöl ist zudem für eine klare bis hin zu einer tief gelblichen Farbe in Kombination mit einem würzigen Geruch bekannt. Die wissenschaftlich nachgewiesene Heilwirkung stammt aus den Inhaltsstoffen Cineol und Terpinen. Die Teebaumölgewinnung ist im Vergleich anderer ätherischer Öle teuer. Bedenken sollten Käufer, dass die gewünschte medizinische Wirkung jedoch nur bei hochwertigem Teebaumöl eintritt.

Was sind Milien?

Bei Milien handelt es sich um kleine Knötchen, die direkt unter der äußeren Hautschicht eines Augenlids, am Kinn, der Nase oder den Wangen angesiedelt sind. Mitunter werden Milien auch umgangssprachlich als Grießkörner bezeichnet. Charakteristisch ist, dass Milien im Regelfall großflächig im Gesicht auftreten. Oftmals leiden Babys unter dieser Hautauffälligkeit. Es finden sich jedoch ebenso Fälle im Jugend- oder im Erwachsenenalter. Farblich zeichnen sich die Grießkörner entweder durch eine gelbe oder weiße Farbe aus.

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Wodurch entstehen die Knötchen?

Der Entstehungsprozess von Milien noch nicht vollkommen wissenschaftlich geklärt. Es ist bekannt, dass Grießkörner immer dann entstehen, wenn Keratin oder Hautzellen in der Hautoberfläche eingebunden werden. Medizinisch ist es zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar, weshalb dieser Vorgang in der Epidermis überhaupt entsteht. Es handelt sich jedoch hierbei nicht um keine Art der Akne, denn Akne wird vollumfänglich durch Hormone ausgelöst, die zu starken Entzündungen der Haut führen.

Der Sonneneinfluss kann zur Bildung von Milien beitragen. Da die Haut durch eine aktive Sonneneinstrahlung aufgeraut wird, ist es schwierig, dass die toten Hautzellen einfach abfallen. Milien treten im Regelfall gemeinsam mit anderen Hautschädigungen auf, beispielsweise nach Verletzungen oder dem Konsum von Medikamenten. In Einzelfällen können Milien auch ohne eine aktive Behandlung abklingen.

Faktoren, die eine Bildung von Millien begünstigen

In der Medizin findet sich immer wieder ein gehäuftes Auftreten von Milien bei Frauen, die besonders jung sind, oder bereits die Menopause erreicht haben. Aufgrund dessen nehmen Ärzte an, dass es möglicherweise einen hormonellen Zusammenhang geben kann, der jedoch noch nicht abschließend wissenschaftlich bestätigt wurde. Parallel hierzu kann eine genetische Veranlagung mit dem Auftreten von Milien einhergehen. Grundsätzlich ist eine nachhaltige und gründliche Hautpflege zu empfehlen, denn Milien präferieren es auf besonders trockener und schuppiger Haut zu entstehen. Eine feuchtigkeitsspendende Pflege sowie Peelings zur Reinigung können einer Milienentstehung infolgedessen vorbeugen.

Teebaumöl gegen Milien: Tipps zum Kauf

Teebaumöl, kann auch zur Behandlung von Milien erfolgreich eingesetzt werden. Doch Nutzer sollten zwingend ein paar Aspekte beim Kauf von Teebaumöl als Hausmittel beachten. Wer hochwertiges Teebaumöl erwerben möchte, sollte sich aufgrund der hohen Qualitätsansprüche für australisches oder neuseeländisches Teebaumöl entscheiden, denn hier finden sich besonders hochwertige Konzentrationen und Produkte. Auf dem Markt von Teebaumölen gibt es beispielsweise häufig preiswerte Angebote, die aus Indonesien stammen. Bei diesen Teebaumölen werden jedoch oft aus Kostengründen minderwertige Öle hinzugemischt.

hochwertiges teebaumöl gegen milien
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Die Wirksamkeit dieser Produkte lassen jedoch deutlich nach. Ein weiterer Indikator für reines Teebaumöl ist eine klare oder gelbe Farbe auf. Um die Reinheit des Öls zudem zu gewährleisten, sollte nur Teebaumöl erworben werden, dass eine ISO-Zertifizierung aufweist. Auf der Packung findet sich darüber hinaus der Anteil an Terpinen. Dieser Anteil muss bei durchschnittlich 40 % liegen. Cineol gilt als weiteres Qualitätsmerkmal, auf das Käufer achten sollten. Der Wert von Cebol sollte drei bzw. vier nicht überschreiten. Andernfalls kann es zu Hautirritationen und Reizungen kommen.

Der aktive Einsatz von Teebaumöl gegen Milien

Teebaumöl gilt gemeinhin als Hausmittel bei bestehenden Hautirritationen und Wunden. Das ätherische Öl weist neben einem frischen, würzigen Geruch jedoch noch eine Reihe von weiteren positiven Aspekten auf, von denen Betroffene profitieren können. Die Gründe, weshalb es zur Bildung von Milien kommt, sind bis heute nicht abschließend und ganzheitlich geklärt. Dennoch gibt es Tendenzen, die für eine Bildung von Milien sprechen. Die Hautpflege und Hautreinigung sind wichtige Faktoren zur Vorbeugung von Grießkörnern. Tote Hautzellen und trockene, ungepflegte Haut sind ein Nährboden zur Bildung von Grießkörnern.

Teebaumöl sollte in reiner Form auf ein Wattepad gegeben werden, um die Haut zu säubern und tote Hautschichten zu entfernen. Zudem bietet Teebaumöl eine antibakterielle sowie entzündungshemmende Wirkung, sodass bestehende Problematiken und Verschmutzungen von der Hautoberfläche nachhaltig entfernt werden können. Wichtig ist es bei der Anwendung von Teebaumöl in Kombination mit Hautirritationen, dass eine regelmäßige und langfristige Nutzung erfolgt, denn hierdurch kann es durchaus zu Beseitigung von Milien kommen.

Unser Fazit

Betroffene, die unter Milien leiden, wissen häufig nicht, warum diese Hautauffälligkeit auftritt. Wissenschaftlich sind die genauen Auslöser noch nicht abschließend erforscht. Es gibt lediglich Tendenzen hierzu. Die Behandlung und Entfernung von Milien können auf unterschiedliche Weise erfolgen. Eine mitunter vorbeugende Wirkung weist Teebaumöl auf. Um jedoch einen besonders nachhaltigen Effekt zu haben, ist es dringend zu empfehlen hochwertiges Teebaumöl zu erwerben und regelmäßig anzuwenden.