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TÜV-Termin: Worauf sollte man achten?

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Bei der Hauptuntersuchung wird entschieden, ob ein PKW auch künftig am Straßenverkehr teilnehmen darf. Der TÜV-Termin ist gerade für Besitzer älterer Autos ein gnadenloses Datum. Werden erhebliche Mängel festgestellt, droht der Schrottplatz oder das Fahrzeug muss für teures Geld erneut geprüft werden. Es ist sinnvoll, vor dem TÜV-Termin einige Punkte selbst zu überprüfen.

Vorbereitung auf die TÜV-Abnahme

Beinahe jedes vierte Fahrzeug fällt bei der TÜV Abnahme durch, häufig aufgrund von Beleuchtungsmängeln. Mit diesen Vorbereitungen lassen sich Zeit und Geld sparen:

  • Die Beleuchtungsanlage kann einfach selbst überprüft werden. Fern- und Abblendlicht, Bremslichter und Blinker müssen einwandfrei funktionieren. Glühlampen können meist selbst ersetzt werden, bei LED- oder Xenon-Scheinwerfern bleibt der Weg in die Werkstatt jedoch nicht erspart. In den Blinkern darf zudem kein Wasser stehen. Plexiglas-Einhausungen von Scheinwerfern werden mit der Zeit trüb und verkratzt, sodass sie kaum Licht durchlassen. Ein Austausch oder eine gründliche Politur verschaffen hier Abhilfe.
  • Die Bremsanlage ist wesentlich für die Verkehrstauglichkeit eines PKWs. Vor dem TÜV-Termin das Funktionieren der Handbremse zu testen und einen Blick auf Bremstrommeln, Schläuche, Leitungen und Scheiben zu werfen sowie bei Bedarf Bremsflüssigkeit nachzufüllen oder zu tauschen macht sich bezahlt.
  • Druck und Profiltiefe der Reifen können ebenfalls leicht selbst überprüft werden. Zusätzlich sollte man Felgen und Reifen auf etwaige Schäden wie Beulen, Einschnitte oder Risse absuchen. Einseitig abgefahrene Reifen deuten auf eine verstellte Spur oder einen Lenkungsschaden hin.
  • Schäden an der Lenkung machen sich häufig durch Flattern oder Vibrationen des Lenkrades bemerkbar. Zeigt sich bei der Überprüfung des Lenkspiels, dass sich das Lenkrad zwei oder mehr Finger breit drehen lässt, ohne dass sich die Reifen bewegen, sollte man eine Werkstatt aufsuchen.
  • Bei Rostflecken an tragenden Teilen kann die TÜV-Plakette verweigert werden, wenn die Gefahr einer Durchrostung innerhalb der nächsten Monate besteht. Schleifen, Spachteln und Beilackieren bannen die Gefahr, weisen Holme oder Bodenbleche bereits Rostfraß auf, hilft nur mehr professionelles Schweißen. Derartige, notwendige Autoreparaturen sollten am besten in einer Werkstätte durchgeführt werden. Die Fachkräfte können Auskunft darüber geben, ob sich die Schweißerei lohnt.
  • Geringfügigen Ölverlust gibt es für den TÜV nicht, deshalb ist es ratsam, den Motor gründlich zu waschen und rund 20 Kilometer zu fahren. So lässt sich am sichersten überprüfen, ob der Motor Öl verliert. Auch defekte Behälter von Scheibenwisch- und Kühlwasser sowie Bremsflüssigkeit müssen repariert werden.

Vorab ist noch zu beachten, dass Warnwesten, Verbandskasten und Warndreieck an Bord sind, damit man mit gutem Gewissen zum TÜV-Termin fahren kann.