Wirtschaft & Finanzen

Außenwerbung: Wie funktioniert ein sogenannter Kundenstopper?

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Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie man in einer vollen Einkaufsstraße dafür sorgen soll, dass die Kunden ausgerechnet in den einen und nicht in den anderen Laden gehen? Wer in der Lage ist, den Kunden im entscheidenden Moment abzuholen, der gewinnt langfristig. Genau dafür werden die sogenannten Kundenstopper hergestellt.

Was sind Kundenstopper?

Kundenstopper sind kleine Aufsteller aus Aluminium oder Kunststoff, die meistens vor oder im Umkreis eines Ladengeschäfts oder auch eines Restaurants aufgestellt werden. Sie verfolgen das Ziel, den Kunden mit einer speziellen Mixtur aus Wort und Bild so anzusprechen, dass er bestenfalls nicht einfach weiter läuft, sondern in die beworbene Lokalität einkehrt – daher der Name. Kundenstopper sind ein relativ einfaches Instrument des Outdoor-Marketings bzw. der Außenwerbung, können aber nach wie vor sehr gut funktionieren. In vielen Fällen sorgt der Kundenstopper sogar überhaupt erst dafür, dass das Geschäft als solches wahrgenommen wird.

Warum ist das so? Gerade in Ballungsräumen gibt es oft eine Überfülle an Läden und anderen Lokalitäten. Zudem sind diese Viertel zu den Stoßzeiten meist auch gut besucht. Menschen schalten in solchen belebten Gegenden in eine Art Abschirmmodus. Sie nehmen ihre Umwelt nicht mehr allzu bewusst war, um trotz der vielen Einflüsse Überblick und Orientierung behalten zu können. So kann es einem passieren, dass man in einer Einkaufsstraße, die man schon sehr oft entlanggelaufen ist, tatsächlich einen Laden übersieht und regelrecht erschrocken ist, wenn er einem das erste Mal auffällt.

Irgendwie kommt einem der Laden meist optisch bekannt vor – aber man hat nie darüber nachgedacht, worum es sich da eigentlich handelt. Das kann natürlich tödlich für das Geschäft sein. Selbst das beste Angebot nützt nichts, wenn es von potentiellen Kunden einfach übersehen wird. Und es ist nicht die beste Option, hier zu reagieren, indem man lauter und schriller wird. Schlimmstenfalls vergrault man dadurch die Kunden sogar.

Wie funktionieren Kundenstopper?

Kundenstopper müssen strategisch gut platziert werden, um ihren vollen Effekt zu entfalten. Bestenfalls stehen sie direkt auf dem Weg, den ein potentieller Kunde nutzen würde – dabei dürfen sie allerdings nicht im Weg stehen. Schließlich möchte man den Kunden nicht schon frustrieren, bevor man ihn angesprochen hat. Dann ist natürlich auch wichtig, was auf dem Stopper zu sehen ist. Restaurants und Bars werben hier meist mit großen Abbildungen von Speisen und Getränken samt einem guten Angebotspreis (zum Beispiel für ein Menü), um die entsprechenden Reize beim Kunden unmittelbar auszulösen.

Wer Kleidung, Technik oder anderes verkaufen möchte, kann nicht immer auf solche unmittelbaren Reize setzen und sollte daher vor allem mit gut erkennbaren Preisen oder einem gut gemachten Foto werben. Faustregel: weniger ist mehr! Ist der Kundenstopper mit Schrift und Bild überladen, wird er – genau wie alles andere – vom Kunden als Reizüberflutung wahrgenommen und schlimmstenfalls einfach ausgeblendet.

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