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Bajram serif mubarek olsun: Grußformeln zum islamischen Opferfest

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Das islamische Opferfest ist neben dem Zuckerfest zum Ende des Ramadan ein bedeutender Feiertag. In arabischsprachigen Ländern heißt das Fest Eid al-Adha. In der Türkei ist es bekannt als Kurban Bayrami. Sein Datum bestimmt sich jährlich nach dem Mondkalender und verschiebt sich daher in jedem Jahr um mehrere Tage nach vorne. Es findet im Abstand von 70 Tagen zum Ende des Fastenmonats Ramadan statt und dauert vier Tage lang.

Bajram serif mubarek olsun: Gebräuchliche Festtagsgrüße zum Eid al-Adha

Zum viertägigen Opferfest gehört ein bestimmter Festtagsgruß, der regional unterschiedlich ausfällt. „Bajram serif mubarek olsun“ ist die Grußformel, die in Bosnien und Herzegowina gebräuchlich ist. Es bedeutet ins Deutsche übersetzt: „Mögest Du ein gesegnetes Fest haben“. Die Antwort darauf lautet: „Allah razi olsun“. Als weiterer Gruß zum Fest ist in Bosnien und Herzegowina „Bajram barećula“ verbreitet. „Bajram serif mubarek olsun“ ist außer in Bosnien und Herzegowina, wo der Anteil der Muslime relativ hoch ist, unter Gläubigen in weiteren Staaten des ehemaligen Jugoslawien gebräuchlich. Albanische Muslime verwenden abweichend von „Bajram serif mubarek olsun“ den Glückwunsch „Bajram Bubareq“.

In der Türkei wünscht man einander zum Fest „Kurban Bayramin kutlu olsun“ oder „Kurban bayraminiz mübarek olsun“, was „Frohes Opferfest“ bedeutet. Traditionell wenden sich türkische Muslime nach dem Festessen an den Gastgeber mit den Worten „Allah kabul etsin“. Sie bringen damit den Wunsch zum Ausdruck, Allah möge das Tieropfer annehmen. Im arabischsprachigen Raum lauten die Grußformeln zum Opferfest „Id mubarak“, was bedeutet „Es ist gesegnet“ oder „Kull ‚am wa antum bi chair“. Letzterer Gruß vermittelt den Gedanken der Freundschaft und Hilfsbereitschaft, der während dem Fest eine große Rolle spielt. Übersetzt bedeutet „Kull ‚am wa antum bi chair“ wörtlich „Jede Mutter und Du sind mein Anteil“.

Die Bedeutung des Opferfests

Das Opferfest erinnert an die Geschichte des Abraham, des gemeinsamen Stammvaters der Muslime, Juden und Christen. Nach einer Sure im Koran ergeht es Abraham (arabisch Ibrahim) ebenso wie in der hebräischen Bibel und im Alten Testament der christlichen Bibel. Er wird von Gott angewiesen, ihm seinen Sohn zu opfern. Als Gott die Demut Abrahams erkennt, zeigt er sich barmherzig und verhindert das Menschenopfer im letzten Moment. Abraham opfert nachfolgend aus Dankbarkeit einen Widder.

Gläubige Muslime sehen in dieser Geschichte eine Bestätigung dafür, dass sie vollkommen auf Allah und seine Barmherzigkeit vertrauen können. Der Prophet Mohammed etablierte das Opferfest als Erinnerung an die Geschichte des Ibrahim während seiner ersten Pilgerreise nach Mekka.

Wie wird das Opferfest heutzutage begangen?

Das Opferfest fällt zeitlich zusammen mit der jährlichen großen Pilgerfahrt nach Mekka. In muslimischen Gesellschaften der Welt gibt es Gepflogenheiten zum Opferfest, die vorgegebenen Riten folgen und sich regional leicht voneinander unterscheiden. An diesem Tag schlachten die Gläubigen entweder Schafe, Hammel, Ziegen, Kamele oder Rinder nach vorgegeben Riten, die während der Feierlichkeiten im Kreis der Familie verzehrt werden. Es ist üblich, einen Anteil von einem Drittel des Fleisches an Bedürftige abzugeben. In früheren Zeiten war dies für arme Leute meist die einzige Gelegenheit des Jahres, Fleisch zu essen.

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