Home & Living

Design-Tipps für Wohnräume: Einrichtung im Kolonialstil

Svet_Feo/shutterstock.com

Auf der Suche nach einem möglichst extravaganten Einrichtungsstil entdecken immer mehr Menschen Altbewährtes und in Vergessenheit geratenes wieder – so etwa auch den Kolonialstil, der sich durch großzügige Verwendung von tropischen Hölzern und anderen exotischen Materialien auszeichnet.

Was ist der Kolonialstil?

Als Kolonialstil bezeichnet man einen historischen Einrichtungsstil, der vor allem in den ehemaligen Kolonien verschiedener westlicher Länder vorherrschend war. Die Kolonialisten brachten Stücke aus ihrer Heimat mit, bedienten sich aber auch an der von ihnen bevölkerten Umwelt. Daraus entstand ein recht einzigartiger Stil, der kontinentaleuropäische Designelemente mit – vom europäischen Standpunkt aus betrachtet – exotischen Elementen verbindet. Heute gilt der Kolonialstil als sehr luxuriös und erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit. Passende Möbelstücke sind nicht immer leicht zu finden. Wer sich für den Kolonialstil interessiert, kann allerdings hochwertige Kolonialmöbel ganz bequem online kaufen.

Vor allem dunkle Hölzer spielen beim Kolonialstil eine große Rolle. Es handelt sich dabei um eben jene tropischen Hölzer, die viele Kolonialisten bei ihren Expeditionen zum ersten Mal überhaupt sahen. Teak und Mahagoni sind hierfür zwei gute Beispiele. Diese Hölzer kann man heutzutage manchmal sogar im Baumarkt kaufen. In der damaligen Zeit waren sie aber etwas sehr Seltenes und Wertvolles. Viele Menschen hatten ein so dunkles Holz noch nie gesehen, es galt als ausgesprochen exklusiv, sich damit einzurichten. Heute lassen sich die dunklen Hölzer überall finden. A

ber nur „dunkel“ macht noch keinen Kolonialstil. Die Möbel müssen auch auf eine bestimmte Art und Weise hergestellt sein, um das echte Flair zu versprühen. Daher bieten manche Shops heute Möbel konkret mit der Bezeichnung „Kolonialmöbel“ an, um zu zeigen, dass sich hier bemüht wurde, den historischen Stil möglichst gut nachzuempfinden.

Accessoires machen den Unterschied

Allein mit Kolonialmöbeln hat man aber nur den ersten Schritt auf dem Weg zur Einrichtung im Kolonialstil gemacht. Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Accessoires. Im Kolonialstil werden exotische Materialien relativ wild kombiniert. Man muss sich vorstellen, wie die Kolonialisten vorgegangen sind: Zahlreiche Materialien, die ihnen völlig fremd waren (etwa Bambus), stellten sie wie Trophäen in ihren Zimmern auf. Wer die echte Atmosphäre möchte, geht am besten ganz genau so vor. Dabei darf die Einrichtung auf den ersten Blick auch ruhig ein wenig irritieren – oder wenigstens neugierig machen. Gelingt die Kombination, können solche Zimmer eine ganz eigenständige Anziehungskraft haben und sowohl gemütlich als auch mystisch wirken.

Beim Kolonialstil geht es darum, mit bekannten Sehgewohnheiten zu brechen ohne den Betrachter zu sehr herauszufordern. Dabei handelt es sich um einen nicht ganz leicht zu bewerkstelligenden Spagat. Wer das richtig anstellt, dem kann eine Inneneinrichtung gelingen, über die die Gäste noch lange nachdem sie wieder gegangen sind sprechen werden.

Dir gefällt unser Content?

Interessantes aus dem Web