Wirtschaft & Finanzen

Fertigungsverfahren in der Industrie: 3D-Druck, CNC-Fräsen und Spritzguss

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Schon seit einiger Zeit ist der Markt für Fertigungsverfahren wieder kräftig in Bewegung gekommen. Der 3D-Druck und die CNC-Fräse setzen althergebrachte Verfahren mächtig unter Druck. Welches Verfahren ist geeignet, um auf der Höhe der Zeit zu produzieren? Dieser Artikel klärt auf.

Fertigungsverfahren müssen je nach Bedürfnis ausgewählt werden

Wie eigentlich bei allem gilt auch in der Industrie: Es gibt kein Verfahren, welches alle Wünsche erfüllt, keine „one size fits all“-Lösung. Auch wenn 3D-Druck und CNC Fräsen derzeit in aller Munde sind und konstant weiterentwickelt werden: Für wirklich sämtliche Anwendungsbereiche sind sie nicht unbedingt geeignet. So viel muss man den Verfahren allerdings lassen: Wo noch vor wenigen Jahren jeder Ingenieur den Kopf über viel zu hohe Preise geschüttelt hätte, ist ein einfacher 3D-Druck heute leicht und günstig zu realisieren. Das additive Fertigungsverfahren wird von verschiedenen Dienstleistern angeboten.

Es genügt, die geometrischen Daten des gewünschten Objekts digital zu übermitteln – die Anfertigung übernimmt der Dienstleister mit einem Minimum an Arbeitskraft. Fast alles, was die Detailfertigung betrifft, entscheidet die Maschine weitgehend autonom. Ähnlich verhält es sich bei der CNC Fräse: Hier wird aus einem Rohstoff ein Objekt gefertigt, allerdings nicht, indem Material auf- sondern indem solches abgebaut wird. Mittlerweile werden auch die Materialien weiter im Hinblick auf die beiden neuartigen Fertigungsverfahren entwickelt. Es ist nun um ein Vielfaches günstiger, Prototypen anfertigen zu lassen. Und es geht meist auch sehr viel schneller. Bedeutet das das Aus für traditionelle Fertigungsverfahren wie den Spritzguss?

Wie der Spritzguss vom 3D-Druck profitieren kann

Gleich vorweg: Wer heute noch in großen Stückzahlen produzieren möchte, für den führt auch weiterhin kein Weg am bewährten Spritzguss Verfahren vorbei. Hier wird nur einmal eine Form angefertigt, mit der anschließend blitzschnell große, gleichartige Serien produziert werden können. Die Stücke gleichen sich dabei bis ins Detail und sind enorm fest. Das können aktuell weder 3D-Druck noch CNC-Fräse in dieser Geschwindigkeit leisten. Diese beiden Verfahren sind eher für kleinere Serien geeignet. Aber: Es deuten sich so langsam Synergien an. Viele Unternehmen entdecken die sich gegenseitig befruchtenden Effekte von 3D-Druck, CNC-Fräse und Spritzguss für sich.

So kann die Spritzguss-Form beispielsweise benutzt werden, um Objekte in ihrer Grobform herzustellen. Für die Feinabstimmung sorgt anschließend die Fräse. Außerdem ist es so leichter, aus großen Serien kleinere Variationen herzustellen. Gerade für die Produktentwicklung eröffnet das ungeahnte Möglichkeiten: Sie können sehr viel schneller kleinere Abwandlungen an ihren Prototypen umsetzen und somit eine große Vielfalt an verschiedenen Bauweisen testen. Die Zukunft wird zeigen, wer die optimale Verbindung der althergebrachten und der neuartigen Technologien am besten zu nutzen weiß. Es bleibt weiterhin spannend.

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