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Offenheit in der Partnerschaft: Grundpfeiler einer glücklichen Beziehung

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Wer eine gute und gesunde Beziehung führen will, muss auf einige Aspekte achten. Das Gefüge aus zwei Persönlichkeiten kann mitunter eine Menge Herausforderungen mit sich bringen. Die wichtigste Grundlage für eine gesunde Beziehung beziehungsweise Partnerschaft stellen Offenheit und Ehrlichkeit dar. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, denn auch zu viel Offenheit kann für den jeweiligen Partner zur Überlastung werden und die gemeinsame Beziehung gefährden. Es gilt also den perfekten Mittelweg und die richtige Dosis, Offenheit und Ehrlichkeit zu finden.

Offenheit in der Partnerschaft: Keine Angst vor Konfrontationen

Wer eine offene und ehrliche Kommunikation anstrebt, der darf sich nicht vor Konfrontationen verstecken. Offenheit ist wichtig in einer Beziehung, sie bedeutet aber auch, dass der jeweilige Partner der Beziehung unter Umständen unangenehme Dinge erfährt. Genau das ist jedoch wichtig. Denn mit dem Hinweis auf störende Charaktereigenschaften oder Ähnliches kann erst ein Diskurs entstehen und gemeinsam daran gearbeitet werden, diese zu verhindern. Ängste vor Konfrontationen sollten also größtenteils abgelegt worden sein. In einer offenen und ehrlichen Beziehung lassen sich nämlich direkte Konfrontationen so gut wie nie vermeiden. Sie sind elementarer Bestandteil einer guten Beziehung und sorgen dafür, dass sich beide Parteien wohlfühlen.

Den Mittelweg gehen

Doch genau hier begegnet man bereits dem ersten Knackpunkt. Zu viel Offenheit ist eher kontraproduktiv für eine gesunde Beziehung. Das bedeutet im Klartext, dass dem Gegenüber in der Partnerschaft nicht jeder kleine Gedanke mitgeteilt werden muss. Das kann nämlich schnell zu Irritationen und damit einhergehenden Problemen führen, welche schnell die Beziehung gefährden können.

Um direkt ein Beispiel zu nennen. Sollte einer der beiden Parteien beispielsweise Zweifel an der Beziehung kommen, was durchaus vorkommen kann, wenn auch nur für kurze Zeit, dann sollten diese Gedanken zunächst bei der Person verbleiben. Denn oftmals handelt es sich dabei nur um stimmungsabhängige Gedankenimpulse, welche einem Menschen kurz durch den Kopf schießen. Sollte diese Person seinem Beziehungspartner oder Beziehungspartnerin diese Gedanken nun direkt mitteilen, kann das Gegenüber diesem kleinen Gedankenimpuls schnell eine große Bedeutungshoheit zurechnen.

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Das Resultat könnte in diesem Fall fatal sein. Denn während die eine Seite jetzt Angst bekommt, dass die Beziehung gefährdet werden könnte und zwanghaft Gründe dafür sucht, können weitere Konfliktsituationen zwischen beiden Personen entstehen, welche die gesamte Beziehung bedrohen könnten. Aus diesem Grund ist es wichtig, im Hinblick auf Offenheit und Ehrlichkeit in einer Beziehung immer einen gesunden Mittelweg zu gehen. Beide Parteien sollten abwägen, welche Gedanken sie dem Gegenüber mitteilen wollen und welche nicht, anstatt einfach jeden kurzen Impuls sofort anzusprechen.

Offenheit durch Rücksichtnahme in der Partnerschaft

Neben der Selektion der richtigen Gedanken, die man seinem Gegenüber mitteilt, ist im Hinblick auf Offenheit in der Beziehung auch das „Wie“ ein wichtiger Punkt. Wie teilt man seinem Gegenüber am besten persönliche Gedanken mit? Hier ist vor allem gegenseitige Rücksichtnahme gefragt, denn auch schnell kann es hier explizit bei sensiblen Themen zu Missverständnissen kommen, die unschöne Auswirkungen mit sich bringen können.

Hier spielt ein besonderes Phänomen eine wichtige Rolle, und zwar der unrealistische Gedanke, dass die innere sowie die äußere Gedankenwelt eines Menschen eins sein kann. Das führt wieder zurück zum Punkt, dass zu viel Ehrlichkeit schädlich sein kann. Doch wenn man seine innere Gedankenwelt niemals komplett mit der äußeren Welt beziehungsweise der anderen Person in der Partnerschaft teilen kann, wie kann man sich also mitteilen?

Die Antwort ist ganz einfach und heißt schlichtweg: Kompromissbereitschaft und Rücksichtnahme

Wer ohne Rücksicht auf Verluste sein Innerstes nach außen stülpt und einfach alles das macht, worauf er oder sie Lust hat, wird sehr schnell wieder ohne Partnerschaft dastehen. Von daher ist es ganz klar von großer Wichtigkeit, dass die gegenseitigen Wünsche, Empfindungen und Bedürfnisse ordentlich und respektvoll kommuniziert werden. Die andere Partei sollte dabei weder die andere Person einschränken, noch sich alles gefallen lassen und alles abnicken.

In einer gesunden und ehrlichen Beziehung geht es nämlich darum, die Wünsche und Bedürfnisse des Partners zu akzeptieren, aber die eigenen Bedürfnisse deswegen nicht hinten anzustellen. Da jeder Mensch ein ganz eigenes Individuum mit persönlichen Vorlieben und Wünschen ist, lässt sich eine gewisse Kompromissbereitschaft nicht vermeiden.

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Offenheit in der Partnerschaft: Kommunikation ist der Schlüssel

Diese Methoden beziehen sich auf alle Aspekte einer Beziehung. Seien es sexuelle Vorlieben im Schlafzimmer oder soziale Aktivitäten im Leben. So gilt für Ersteres, bestimmte Wünsche und Vorlieben klar im Vorfeld anzusprechen und nicht einfach während des Akts damit loszulegen. Vor allem, wenn es sich um speziellere Vorlieben handelt. Geht es um soziale Aktivitäten außerhalb der Beziehung wie beispielsweise das Ausgehen ohne den Partner oder die Partnerin, so ist es auch hier wichtig, dies im Vorfeld klar zu kommunizieren und nicht einfach zu machen.

Für die Gegenseite gilt ebenfalls, falls diese Probleme mit gewissen Aspekten haben sollte, nicht sofort auf stur zu schalten, sondern stattdessen einen Kompromiss zu finden. Wichtig ist, sein Gegenüber in einer Partnerschaft nicht einzuschränken und in seinem persönlichen Wesen zu beschneiden. Das kann auf Dauer keine Beziehung aushalten und hat schlichtweg nichts mit einer offenen und ehrlichen Beziehung zu tun.

Eine Beziehung voll Offenheit ist das Ziel

Eine glückliche Beziehung zwischen zwei Menschen brauch an sich nicht viel, um zu funktionieren. Das richtige Maß an Offenheit und Ehrlichkeit ist meistens der richtige Weg zum Ziel. Es gilt abzuwägen, welche Gedanken man seinem Beziehungspartner mitteilen möchte, ohne diesen zu verletzen oder sich selbst eingeschränkt zu fühlen. Wichtig ist auch, sein Gegenüber zu akzeptieren und dessen Wünsche bestmöglich versuchen zu realisieren, ohne dabei Abstriche im Hinblick auf die eigene Gefühlswelt zu machen.

Das kann mitunter zum Balanceakt werden und je nachdem, welche Charaktere zusammen eine Partnerschaft eingehen, auch mitunter zu Komplikationen führen. Den einen wird es leichter, den anderen schwerer fallen. Eine pauschale Aussage lässt sich hier leider nicht festlegen. Das Einzige, was sich für jede Partnerschaft universell sagen lässt, ist, Offenheit und Ehrlichkeit bilden die Grundpfeiler einer langen und gesunden Beziehung zwischen zwei Menschen.

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