Gesundheit & Medizin

Pomelo in der Schwangerschaft: Das Superfood für Mama und Baby

pomelo
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Schwangere Frauen sollen in der Schwangerschaft viel Obst essen, um die Vitaminversorgung sicherzustellen. Gerade Zitrusfrüchte sind in diesem Fall hoch im Kurs. Doch während Orangen und Mandarinen häufig zu sauer und vor allem bei Sodbrennen eher ungünstig sind, treffen die bitteren Grapefruits und Pampelmusen nicht jeden Geschmack. Dann stellt sich die Frage nach einer leckeren und saftigen Alternative und schnell fällt die Wahl auf die Obstsorte Pomelo, eine Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine mit süß-säuerlichem Geschmack und leicht herber Note.

Doch darf diese auch in der Schwangerschaft verzehrt werden? Welche Vorteile bringt das schmackhafte Obst und muss beim Verzehr etwas beachtet werden? Die Antwort auf diese Fragen gibt der folgende Artikel!

Darf Pomelo in der Schwangerschaft verzehrt werden?

Der Verzehr von Pomelo stellt in der Schwangerschaft generell kein Problem dar und versorgt Mama und Baby mit zahlreichen Vitaminen und Nährstoffen. Wenn in der Schwangerschaft jedoch Medikamente eingenommen werden müssen, sollte auf den Verzehr der Pomelo verzichtet werden! Denn Pomelo enthält Naringin, eine chemische Glykosidverbindung, welches zu Wechselwirkungen mit Arzneimitteln führen kann. Dies hängt natürlich von den jeweiligen Medikamenten ab, generell kann es aber zu Neutralisierung oder Verstärkung der Wirkung kommen. Dies kann in der Schwangerschaft schwerwiegende Folgen für das ungeborene Kind oder die Mutter haben.

Wer in der Schwangerschaft Medikamente einnehmen muss sollte also zunächst mit dem behandelnden Frauenarzt Rücksprache halten, um mögliche Wechselwirkungen auszuschließen. Je nach Medikament gibt dieser dann grünes Licht für den Verzehr von Pomelo oder empfiehlt eben den Verzicht auf die leckere Frucht. Die Wechselwirkung mit Medikamenten gilt aber nicht nur für Pomelo sondern betrifft auch alle anderen Zitrusfrüchte, zum Beispiel Pampelmuse, Orange, Grapefruit, Zitronen, Clementine oder Mandarine.

Welche Vorteile bringt der Verzehr von Pomelo?

Die Pomelo ist die größte Zitrusfrucht der Welt und kann mit ihren besonderen Wirkstoffen sogar kleiner Schwangerschaftsbeschwerden lindern. So verfügt sie zum Beispiel über einen niedrigen glykämischen Index und lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Dies wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden der Schwangeren aus und bringt bei einem möglichen Schwangerschaftsdiabetes entscheidende Vorteile. Deshalb kann Pomelo selbst in diesem Fall in Maßen unbedenklich verzehrt werden. Auch bei Schwangerschaftsübelkeit ist der Verzehr von Pomelo durchaus hilfreich. Die leichten Bitterstoffe reduzieren das Gefühl von Übelkeit und steigern damit das Wohlbefinden in der Frühschwangerschaft.

pomelo in der schwangerschaft
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Überhaupt ist Pomelo ein wahrer Gute-Laune-Macher und wirkt sich positiv auf das körperliche Wohlbefinden aus. Die wertvollen Inhaltsstoffe regulieren vegetative Störungen und helfen somit bei Nervosität oder Reizbarkeit. Denn diese gibt es aufgrund der hormonellen Umstellung in der Schwangerschaft sehr häufig. Pomelo kann die trübe Stimmung vertreiben und bringt wieder etwas gute Laune. Auch bei Verdauungsbeschwerden in der Schwangerschaft wirkt sich der Verzehr von Pomelo positiv aus.

Die Beschwerden sind der erhöhten Produktion des Hormons Progesteron geschuldet, welches die Darmmuskulatur entspannt und somit Blähungen und Verstopfung auslöst. Hier helfen die in der Pomelo enthaltenen Bitterstoffe und Ballaststoffe, welche die natürliche Darmaktivität anregen und so für eine gute Verdauung sorgen.

Vitamin- und Nährstoffgehalt

Vitamin C

Die Pomelo ist ein wahrer Vitamincocktail und steckt zudem voller Mineralien und Spurenelemente, die enorm wichtig für die Entwicklung des ungeborenen Babys sind. In erster Linie ist sie natürlich reich an Vitamin C, wobei sie mit 60 mg je 100 g zu den vitaminreichsten Obstsorten überhaupt zählt. Dieses ist wichtig für die Stärkung des Immunsystems und reguliert verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper. Es wird zudem für den Aufbau von Bindegewebe, Knochen und Zähnen des ungeborenen Kindes und für die Bildung roter Blutkörperchen benötigt. Da es vom Körper nicht selber hergestellt werden kann, muss kontinuierlich für Nachschub über die Ernährung gesorgt werden.

Kalium

Neben Vitamin C verfügt die Pomelo aber auch über einen äußerst hohen Kaliumgehalt von circa 260 mg je 100 g. Somit zählt die Pomelo neben Bananen und Kartoffeln zu den besten Kaliumlieferanten. Und das ist auch gut so, denn ohne Kalium würde im menschlichen Körper einiges nicht so funktionieren, wie es sollte. Das Elektrolyt ist nämlich für die optimale Flüssigkeitsverteilung im Körper verantwortlich und hilft dem Blutdruck stabil zu bleiben. Gerade der Blutdruck sollte in der Schwangerschaft stets im optimalen Bereich liegen und kritische Werte nicht unter- oder überschreiten. Mit dem regelmäßigen Verzehr von Pomelo kann niedrigem oder hohen Blutdruckwerten also optimal vorgebeugt werden. Auch für den Säure-Basen-Haushalt spielt Kalium eine wichtige Rolle und besitzt zudem einen positiven Einfluss auf das Nervensystem.

Magnesium

Auch die optimale Versorgung mit Magnesium spielt eine große Rolle in der Schwangerschaft und kann mit dem Verzehr von Pomelo unterstützt werden. Magnesium hat einen positiven Einfluss auf die Aktivität der Muskulatur und beugt Muskelkrämpfen in der Schwangerschaft vor. Die schmackhafte Zitrusfrucht liefert hierbei circa 16 mg je 100 g.

früchte in der schwangerschaft
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Nährstoffgehalt in der Übersicht:

  • 30 kcal
  • 0,5 g Ballaststoffe
  • 60 mg Vitamin C
  • 260 mg Kalium
  • 16 mg Magnesium

Wird Pomelo in der Schwangerschaft gut vertragen?

Auch wenn die leckere Frucht schnell dazu verleitet, sollte Pomelo in der Schwangerschaft nur in Maßen verzehrt werden! Durch übermäßigen Verzehr kann es nämlich zu einer Übersäuerung im Magen kommen und anschließend zu unangenehmen Sodbrennen. Wer in der Schwangerschaft eh schon zu Sodbrennen neigt, der sollte den Verzehr sogar stark einschränken oder im besten Fall darauf verzichten.

Worauf sollte vor dem Verzehr geachtet werden?

Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist eine schwere Erkrankung und kann zu Fehlgeburten oder Schäden am ungeborenen Kind führen. Deshalb sollte eine Infektion vermieden und rohes Obst und Gemüse ausschließlich gewaschen verzehrt werden. Da die Pomelo eine sehr dicke Schale besitzt, besteht aber eher ein geringes Risiko der Kontamination. Dennoch sollte die Pomelo schon allein zum Schutz vor Pestiziden vor dem Schälen unter fließendem Wasser abgespült werden.

Pomelo in der Stillzeit?

Nach der Schwangerschaft möchten die meisten Frauen ihr Baby stillen. Natürlich stellt sich auch hier die Frage nach geeigneten Obstsorten. Pomelo kann in diesem Fall bedenkenlos verzehrt werden, es sei denn das Baby reagiert empfindlich auf Fruchtsäuren und bekommt einen wunden Po.