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Steinpflanzen: Den heimischen Steingarten in Szene setzen

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Ingrid Balabanova/shutterstock.com

Ein Steingarten auf dem eigenen Grundstück ist ein toller Blickfang und lässt sich ganz individuell gestalten. Es steht eine breite Vielfalt aus Stauden, Gräsern, Blumen und Gehölzen zur Wahl. Die Pflanzen verwandeln das Steinbeet ganzjährig zum wahren Herzstück des Gartens. Dazu sind die meisten Steinpflanzen sogar besonders robust und pflegeleicht.

Steinpflanzen: Welche Möglichkeiten gibt es?

Unterschiedlichste Wuchshöhen erschaffen eine spannende Optik, die zum Erkunden einlädt und das Auge fesselt. In Betracht kommen Pflanzen, die sich auch in karger, sonnendurchfluteter und sandig-trockener Umgebung wohlfühlen. Ein alpines Flair, welches schöner nicht sein könnte, direkt vor der eigenen Haustüre.

Gehölze: Das dekorative Grundgerüst

Tatsächlich sind es die immergrünen Zwerggehölze, die als Steingarten-Grundgerüst fungieren. Sie sind das ganze Jahr über der optische Ruhepol im Steingarten und selbst im Winter sorgen diese unter einer glitzernden Schneeschicht für einen besonderen Zauber. Die meisten Gehölze haben eine Wuchshöhe von knapp 150 cm. Folgende Zwerggehölze sind beliebte Hingucker:

  • Der Kirschlorbeer: Die dunkelgrüne Lorbeerkirsche gehört bei der Gestaltung des Steingartens definitiv ins ausgewählte Sortiment. Denn die facettenreiche Gattung hält einige prächtige Arten bereit. Je nach Wahl kann der Kirschlorbeer als Bodendecker mit niedrigem Wuchs oder mit aufrechter Statur neben den anderen Pflanzen agieren. Der Standort sollte grundsätzlich sonnig bis halbschattig sein. Die Wuchshöhe beträgt 25 bis 150 cm.
  • Die Lavendelheide: Dieses Ziergehölz mit rotem Blattaustrieb versprüht eine magische Stimmung. Von März bis Mai erstrahlen die weißen bis zart-rosafarbenen Glöckchenblüten, die ebenfalls gern bestaunt werden. Das grüne Blätterkleid bleibt das ganze Jahr über bestehen. Die Wuchshöhe des Schattenglöckchens kann zwischen 30 bis 100 cm variieren. Der Standort sollte halbschattig sein.
  • Der Buchsbaum: Mit seiner malerischen Ausstrahlung ist der Buchsbaum ungemein beliebt bei vielen Hobbygärtnern. Durch die äußerst gute Schnittverträglichkeit, setzt das Ziergehölz als Skulptur oder Kugel einen Blickfang. Ist eine formschöne Hecke gewünscht, dann ist der Buchsbaum die beste Wahl. Die Wuchshöhe beträgt 50 bis 100 cm. An einem sonnigen bis halbschattigen Standort fühlt sich der Buchsbaum am wohlsten.
buchsbaum
NadyaTk/shutterstock.com

Tipps zur Pflege

Grundsätzlich besitzen die Gehölze alle eine hohe Toleranz gegen Trockenheit und sind allgemein sehr anspruchslos. Die Pflege ist aus diesem Grund unkompliziert und selbst für diejenigen geeignet, die über keinen besonders grünen Daumen verfügen. Folgendes gilt zu beachten:

  • bei Dürre und Kahlfrost direkt auf die Baumscheibe gießen
  • frühjahrsblühende Zwerggehölze nach der Blüte zurückschneiden
  • sommerblühende Steinpflanzen im Februar/März schneiden
  • alle 4-6 Wochen von März bis Juli mit Kompost, Pflanzenjauche oder Hornspänen düngen
  • in den Frühjahrsmonaten gründlich auslichten

Dauerblüher Steinpflanzen: Langblühend & Farbenfroh

Zu den begehrtesten Steinpflanzen zählen zudem die Dauerblüher, mit ihrer prachtvollen Blütezeit, die nicht enden will. Dieser Aspekt reduziert den Arbeitsaufwand immens und sorgt fast das ganze Jahr über für einen bunten Farbenmix im Steingarten. Gärtner-Lieblinge sind:

  • Die Färberkamille: In einem sehr intensiven Goldgelb erstrahlen die Margeriten-ähnlichen Blüten den ganzen Sommer über. In der Natur liebt die Färberkamille vor allem Lagen in der vollen Sonne mit trockener, magerer und sandig-kiesiger Erde. Dieser Dauerblüher wird gerne von Schmetterlingen sowie Bienen umschwärmt und kann 30 bis 60 cm groß werden.
  • Die Duftnessel: Diese Staude ist mit ihren lila Blütenkerzen und dem zarten Duft ein wahres Fest für die Sinne. Weitere Arten der Duftnessel erstrahlen in einem Blau, Rosa oder Weiß. Das Nessel-artige Erscheinungsbild wird durch die gezähnten Blätter unterstrichen. Sie ist eine gern verwendete Kräuterpflanze mit einer Wuchshöhe von 60 bis 80 cm.
  • Das Goldkörbchen: Die liebliche Steinpflanze trägt goldgelbe Blüten, die von Mai bis Oktober zu sehen sind. Generell macht das Goldkörbchen auch in gängiger Erde nicht schlapp und ist deshalb durchaus allerorts anzutreffen. Die Wuchshöhe beträgt 25 cm in einer sonnigen bis halbschattigen Lage.
duftnessel
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Tipps zur Pflege

Um die allgemeine Fähigkeit zur Remontierung der Pflanzen zu aktivieren, sollten die bereits verwelkten Blütenstängel nach dem allerersten Flor unbedingt um die Hälfte abgeschnitten werden. So wird Platz für einen neuen Austrieb geschaffen. Je nach Bedarf entscheidet jeder selbst, ob die Blumen sich selbst per Aussamung vermehren. Nach dem zweiten Flor werden die verwelkten Blüten am besten schon im Frühherbst abgeschnitten. Somit können die Samenstände nicht reifen. Der generelle Schnitt der eingezogenen Pflanzenteile erst im Spätwinter vornehmen!


Polsterstauden: Die Sonnenanbeter unter den Steinpflanzen

Folgende Schönheiten machen im Steingarten immer eine gute Figur:

  • Das Schleierkraut: Eine Pflanze, die mit zartem Blütenschleier und träumerischem Flair punktet. Das Schleierkraut zaubert eine wunderbare Optik entlang der Gartenmauer oder im Kiesbeet. Besonders gut gedeihen kann das Kraut in vollsonnigen Standorten mit sandig-kiesigem Boden. Die Wuchshöhe beträgt: 30-40 cm.
  • Der Polster-Phlox: Diese Steinpflanze setzt Blickpunkte mit ihren Sternenblüten und breitet sich im Laufe der Zeit immer weiter als floraler Teppich aus. Bei milden Temperaturen behält der Polster-Phlox sogar im Winter das Laubkleid. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni und die Wuchshöhe beträgt knapp 5 bis 10 cm.
  • Das Blaukissen: Im Frühling, Spätsommer und im Herbst erstrahlen die hellblauen Blüten im Steingarten. Die Polsterstaude dekoriert über viele Jahre hinweg mit ihrer farbenfrohen Blütenpracht auch das Kiesbeet oder die Mauerkrone. Besonders wohlfühlen kann sich das Blaukissen in sonnigen Lagen mit kalkhaltigem Boden. In optimaler Lage wächst die Staude bis zu 10 cm.
schleierkraut
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Tipps zur Pflege

  • kein Dünger
  • verwelkte Blüten regelmäßig abschneiden
  • bei Trockenheit gießen
  • im Frühjahr bodennaher Rückschnitt

Filigrane Gräser: Lückenfüller, die Leichtigkeit versprühen

Neben Dauerblüher, Polsterstauden und Gehölzen schenken folgende Gräser-Arten dem Steingarten eine abwechslungsreiche Gestaltung:

  • Die Schopf-Segge: Herrliche Farben von Hellgrün bis hin zu intensiven Bronzefarben. Diese Grasart ist mit ihren verschiedenen Farbnuancen herrlich anzusehen. Die Schopf-Segge eignet sich perfekt für einen Teich innerhalb des Steingartens. Je nach Wunsch kann diese Grasart 20 bis 60 cm hoch wachsen. An einem trocken-sandigen Standort gedeiht die Steinpflanze ebenfalls. Blütezeit ist von August bis September.
  • Das Lampenputzergras: Begeistern kann das Lampenputzgras im Steingarten mit filigranen Blättern, zarten Stängeln und einer schönen Herbstfärbung. In der Zeit von Juli bis Oktober erscheint die elegante Ährenblüte. Diese erblüht sowohl am sonnigen sowie am halbschattigen Standort. Die Wuchsbreite befindet sich zwischen 60 bis 80 cm und die Höhe zwischen 40 und 60 cm.
  • Das Prärie-Bartgras: Das mittelhohe Ziergras besitzt eine leicht gebogene Silhouette im oberen Bereich und ist sonst straff sowie aufrecht zu bestaunen. Von August bis Oktober besticht das Prärie-Bartgras mit silbrigen Blütenähren. Im Herbst sind warme Farbtöne zu sehen und im Winter ein Strohgelb. Generell ist diese Grasart sehr robust und hält Schneedruck stand. Die Wuchshöhe beträgt 60 bis 100 cm.
lampuzengras
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Tipps zur Pflege

  • vor Winter-Einzug den Schopf mit Sisal zusammenbinden
  • mit Nadel- oder Laubreisig den Wurzelbereich anhäufeln
  • Rückschnitt im Spätwinter