Gesundheit & Medizin

Störende Ohrgeräusche: Welche möglichen Ursachen gibt es?

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Ein leises, aber dauerhaft vorhandenes Rauschen im Ohr, ein schriller Pfeifton, ein Piepsen oder Zischen – Ohrgeräusche treten bei Betroffenen in ganz unterschiedlicher Form auf. Sie haben jedoch alle gemeinsam, dass sie eine starke Belastung im Alltag sind und Betroffene einen hohen Leidensdruck erfahren. Wir sind den möglichen Ursachen für Ohrgeräusche auf den Grund gegangen.

Morbus Menière

Eine häufige Ursache von Ohrgeräuschen ist die Erkrankung Morbus Menière, die das Innenohr betrifft. Neben einem dauerhaften Geräusch im Ohr treten vor allem Drehschwindel und damit verbundene Übelkeit bei Betroffenen auf. Ebenso kann es zu einem Hörverlust oder der starken Beeinträchtigung des Hörvermögens kommen. Da Morbus Menière in der Regel schubweise auftritt, kann es zwischen zwei Attacken zu einem vollständigen Rückgang der Ohrgeräusche und aller anderen Symptome kommen. Diese treten bei einer neuen Attacke jedoch erneut auf. Hier sind die wichtigsten Fakten über die Entstehung, Symptome und mögliche Behandlungen bei Morbus Menière zusammengefasst.

Tinnitus

Eine weitere Ursache für lästige Geräusche im Ohr kann Tinnitus sein. Diese Erkrankung des Ohres ist in Deutschland weit verbreitet und betrifft etwa zwölf Prozent der Menschen ab einem Alter von 60 Jahren. Tinnitus kann jedoch auch jüngere Menschen betreffen und ist keineswegs eine Erkrankung des Alters. Wie bereits erwähnt, kann das Ohrgeräusch dabei sehr unterschiedlich ausfallen und auch in verschiedener Lautstärke wahrgenommen werden. Hier sind alle Anzeichen eines Tinnitus ausführlich beschrieben. In einigen Fällen tritt Tinnitus auch als Folge eines Hörsturzes auf und kann durch ein schnelles Einleiten von medizinischen Maßnahmen erfolgreich behandelt werden, bevor der Tinnitus chronisch wird.

Weitere Ursachen für Ohrgeräusche und Prävention

Neben den beiden genannten Erkrankungen des Ohres gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die ein temporäres oder dauerhaftes Ohrgeräusch auslösen können. Da für die optimale Funktion des Innenohrs eine ausreichende Durchblutung unerlässlich ist, gehören Bluthochdruck und Diabetes zu möglichen Auslösern von Ohrgeräuschen. Sie lassen sich als Ursache jedoch in der Regel gut behandeln, was häufig zu einem Abklingen der Geräusche im Ohr führt. Ebenso können dafür Nackenverspannungen, Ohrentzündungen, Otosklerose, eine Nasennebenhöhlenentzündung und eine Verletzung des Trommelfells ursächlich sein.

Zusätzlich zu diesen physischen Faktoren spielt Stress eine entscheidende Rolle unter den Ursachen und Auslösern von lästigen Ohrgeräuschen. Im Bereich der Prävention ist die Stressreduktion daher eine wichtige Aufgabe. Durch verschiedene Entspannungstechniken, Sport als Ausgleich zum stressigen Alltag und einem Umdenken bei alltäglichen Routinen und Stressfaktoren kann daher das Risiko für stressbedingte Ohrgeräusche reduziert werden. Hierzu ist es wichtig, dass Betroffene ihr persönliches Stresslevel dauerhaft deutlich reduzieren und einen effektiven Ausgleich zu unvermeidbarem Stress finden. Das wirkt sich anschließend nicht nur positiv auf Ohrgeräusche aus, sondern führt darüber hinaus zu einem deutlich gesünderen Lebenswandel.