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Suppe einfrieren: Der ultimative Guide für Anfänger-Köche

Suppe einfrieren
Martin Rettenberger/shutterstock.com

Wir alle kennen die folgende Situation: Uns ist eine leckere Suppe gelungen, doch leider haben wir zu viel von der köstlichen Speise zubereitet, als wir und auch unsere Gäste essen können. Oder wir wollten das Gemüse, das wir frisch gekauft haben, gern in einer delikaten Speise verwerten. Klar liegt der Gedanke nahe, das Süppchen einzufrieren. Doch was muss man dabei beachten? Und wie lange hält sich die Suppe im Gefrierfach? Solche und weitere Fragen wollen wir in diesem Artikel beantworten.

Suppe einfrieren: Die Vorteile im Überblick

Wer Suppen nach dem Auskühlen der Speise einfriert, profitiert davon gleich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ermöglicht das Einfrieren der Suppen eine vielseitigere Ernährung, da es nicht mehrere Tage hintereinander Suppe gibt. Außerdem ist das Einfrieren eine sinnvolle Maßnahme gegen Lebensmittelverschwendung. Darüber hinaus macht sich diese Vorgehensweise auch recht bald finanziell positiv bemerkbar, und das übriggebliebene Geld in der Haushaltskasse kann man beispielsweise für den Einkauf hochwertiger Bio-Lebensmittel verwenden, aus der sich weitere feine Suppen zaubern lassen.

Gibt es Suppenarten, die sich besonders gut zum Einfrieren eignen?

Profi-Köche empfehlen in erster Linie das Einfrieren von Erbsensuppe, Linsensuppe und klarer Brühe. Alle anderen Suppen, wie etwa Gemüsesuppe, sollte man am besten pürieren. Nudelsuppe hingegen darf man niemals einfrieren, da die Nudeln nach dem Auftauen einfach nur noch matschig und daher nicht nur für den Gaumen des Gourmets ungenießbar sind.

Die Suppe portionsweise in Gefrierbeuteln einfrieren

Gefrierbeutel schützen die Suppe vor Luftzufuhr und beugen Gefrierbrand vor. Wer möglichst gleichmäßig verteilte Portionen erzielen möchte, kann den Gefrierbeutel in einen Messbecher legen. Wenn man zuvor anhand des Befüllens eines Suppentellers ausfindig gemacht hat, was die ideale Portion ist, kann sich auf diese Weise sicher sein, dass die Speise nach dem Auftauen dem perfekten Umfang entspricht. Will man nach dem Auftauen der Suppe nicht erneut in die Situation kommen, dass die vorhandene Speise zu viel zum Verzehren ist, der sollte die Suppe portionsweise einfrieren.

Auch Mütter, die sich einerseits wünschen, dass ihre Kinder vitaminreiche Speisen zu sich nehmen, aber dennoch Vollzeit in die Arbeit gehen, können anhand von portionsweise eingefrorener Suppe dafür sorgen, dass ihre Liebsten eine gesunde Speise zu sich nehmen. So steht im Nu ein warmes Mittagessen bereit, wenn man die Speise bereits am Vorabend im Kühlschrank auftaut. Dabei sollte man aber Folgendes beachten.

Gemüsesuppe
Sea Wave/shutterstock.com

Aus Liebe zur Umwelt und zum eigenen Gefrierschrank: Suppe abkühlen lassen

Bevor man eine Suppe einfriert, lässt man sie auskühlen, bis die Speise nicht mehr als warm empfunden wird. Die Gründe dafür: Friert man heiße Speisen ein, so verbraucht das unnötig viel Energie und schadet zudem dem Gefrierschrank. Außerdem beeinflusst die hohe Temperatur des Neuzugangs den benachbarten eingefrorenen Speisen in der Gefriertruhe, sodass deren Haltbarkeit sinken kann.

Auf welche Temperatur sollte der Gefrierschrank eingestellt sein?

Laut der Meinung von Köchen sollte die optimale Temperatur für das Einfrieren von Suppen minus 18 Grad betragen. Gab es einmal einen mehrstündigen Stromausfall, so geht man übrigens am besten auf Nummer sicher und taut alle Speisen auf, auch die Suppen.

Platz lassen, damit sich das Wasser ausdehnen kann

Bereits in der Grundschule haben wir gelernt, dass Wasser beim Gefrieren an Volumen zunimmt. Und doch passiert uns immer wieder der Fehler, dass wir vergessen, im Gefrierschrank genügend Platz einzuplanen. Dieser Fehler sollte natürlich vermieden werden, auch um die Gefriertruhe sauber zu halten.

Wie lange bleibt die Suppe im Gefrierfach frisch?

Eingefroren und vergessen? Dann hätte man die Suppe doch gleich ins Klo kippen können! Spätestens drei Monate nach dem Einfrieren sollte eine Suppe wieder aufgetaut werden. Eine Ausnahme zu dieser Regel allerdings stellt Hühnerbrühe dar, welche man ein ganzes Jahr lang einfrieren kann.

Suppe einfrieren: Was sind die Nachteile?

Klar, so gut wie frisch wird eine aufgetaute Suppe nie schmecken, da einige Lebensmittel wie etwa Kartoffeln durch das Gefrieren ihren Geschmack verändern, und wieder andere Produkte verändern ihr Aussehen. Auch die Konsistenz der in der Suppe enthaltenen Zutaten wird unter dem Gefriervorgang leiden. Letzterem kann man aber vorbeugen, indem man ausschließlich pürierte Suppen einfriert.

Trick für Crémesuppen

Alle Suppen, in welchen Milchprodukte verwendet werden, können beim Einfrieren ihre Konsistenz verändern: Die Milchprodukte können flockig werden, was nicht gerade zu einem ästhetischen Erscheinungsbild der Suppe beiträgt. Möchte man also eine Suppe auf Vorrat kochen, empfiehlt es sich, den Anteil an Milchprodukten, die auf der Zutatenliste der jeweiligen Suppe stehen, erst nach dem Auftauen der Speise beizumengen.

Trick für Gemüse- und Kartoffelsuppen

Ein häufiger Fehler bei diesen Arten von Suppen besteht darin, die Suppe zu lange kochen zu lassen. Dabei gehen nicht nur wertvolle Vitamine verloren, sondern die Qualität des Süppchens nimmt insgesamt ab. Deshalb sollte man lieber vorausschauend handeln und sich überlegen, welcher Teil des Topf-Inhaltes tatsächlich noch am selben Tag gegessen wird. Den Rest füllt man in einen anderen Topf, sodass die einzufrierende Suppe schneller auskühlen kann.

Suppen richtig einfrieren: Das Fazit

Wer pürierte Suppen gern einfrieren möchte, kann dabei im Prinzip wenig falsch machen, wenn gesunder Menschenverstand zum Einsatz kommt! Damit man nicht in die Situation gerät, in der man nicht mehr weiß, wann man welche Speise eingefroren hat, sollte man das Datum des Einfrierens am besten in ein kleines Notizbuch schreiben. An diese Handhabung gewöhnt man sich schneller, als man denkt!