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Suzuki (griechisches Essen): Eine delikate Spezialität

Suzuki Teller
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Die griechische Küche erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit. Beim Namen Suzuki fällt einem zunächst jedoch eher ein japanischer Automobil- und Motorradhersteller ein. Suzuki, auch Souzouki, Suzukakia oder Souzoukakia geschrieben, gehört jedoch zu den griechischen Spezialitäten. Diese vermitteln dem Genießer einen Hauch von griechischer Urlaubsatmosphäre. In Deutschland ist Suzuki eher weniger bekannt, doch fällt seine Zubereitung nicht weiter schwer. Es punktet zudem mit seinem herzhaften Aroma.

Grundsätzlich setzt sich die mediterrane Küche aus gesunden Gerichten zusammen. Dabei muss es sich keineswegs immer um Fisch oder Muscheln handeln, wie Suzuki unter Beweis stellt. Darüber hinaus kommen im Suzuki einige Zutaten vor, die Ähnlichkeit mit der deutschen Küche aufweisen. Unterschiede bestehen in erster Linie bei den verwendeten Kräutern und Gewürzen.

Woraus besteht Suzuki?

Suzuki ist ein griechisches Hackfleischgericht, das sich mit den in Deutschland sehr beliebten Frikadellen vergleichen lässt, wobei die Griechen von dieser Assoziation eher weniger begeistert sind. In zahlreichen griechischen Restaurants und Gaststätten wird das Gericht angeboten. Nicht zu verwechseln ist das Menü mit Souvlaki, einer weiteren griechischen Spezialität. Beim Souvlaki handelt es sich um Fleischspieße aus Lamm oder Schwein, die nicht in Form von Hackfleisch serviert werden.

An einem Grillabend besteht durchaus die Möglichkeit, das Souvlaki mit dem Suzuki zu kombinieren. Beide Gerichte können mit anderem Fleisch oder vegetarischen Menüs genossen werden. Sollte in einem Restaurant doch einmal eine Verwechslung passieren, ist dies nicht weiter tragisch, denn beide Gerichte schmecken ausgezeichnet. Ebenfalls nicht zu verwechseln ist das Gericht Suzuki mit dem gleichnamigen japanischen Hersteller von Autos und Motorrädern.

suzuki vom griechen
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Welche Beilagen werden zum Suzuki aufgetischt?

Als typische Zutaten des Suzuki gelten die „Gigantes“. Dies sind weiße Riesenbohnen, die in Griechenland verbreitet sind. Sie ähneln den Baked Beans. Als weitere mögliche Zutaten, die etwas einfacher sind, kommen Pommes Frites, Reis, Kartoffelpüree, ein frischer Salat oder ein Fladenbrot, das frisch gebacken ist, infrage. Wichtigster Bestandteil des Suzuki ist jedoch das Hackfleisch. Es stammt in den meisten Fällen vom Lamm, kann aber auch Rind, Schwein oder Geflügel entnommen werden. Das Hackfleisch wird dann in die Form von Frikadellen verarbeitet. Vermischt wird das Hackfleisch mit Brotstückchen und Kräutern.

Bei den Kräutern handelt es sich normalerweise um Thymian, Kreuzkümmel und frisch gehackten Knoblauch. Manchmal finden auch andere Kräuter Verwendung. Weitere würzende Zutaten sind Salz, Zimt und Pfeffer. Von manchen griechischen Köchen wird das Hackfleischgericht außerdem mit Zitronensaft versehen. Als wichtigstes Gewürz gilt der Kreuzkümmel. Der duftende Kümmel durchdringt das Fleisch und sorgt für ein unvergessliches Aroma. Dennoch sollte er in Maßen zur Anwendung kommen. Nach dem fertigen Formen der Laibe aus Hackfleisch kommen diese in die Pfanne oder werden gegrillt bzw. gebacken.

Mit oder ohne Soße?

Ursprünglich wurde Suzuki ohne eine Soße zubereitet. Mittlerweile gibt es aber auch Varianten mit schmackhafter Tomatensoße.

Rezept für die Zubereitung von Suzuki

In die griechische Küche Einzug hielt das traditionelle Suzuki Anfang des 20. Jahrhunderts. Seinen Ursprung hat es in der Stadt Smyrna, die heute Izmir heißt und in der Türkei liegt. Zu den Zutaten für das herzhafte Gericht, das sich ausgezeichnet für ein Essen mit der ganzen Familie eignet, gehören:

  • 800 Gramm Hackfleisch vom Rind oder Schwein
  • 4 gehackte Knoblauchzehen
  • 2 Eier
  • ½ Teelöffel Zimt
  • ¼ Tasse Olivenöl
  • 1 bis 3 Teelöffel gemahlenen Kreuzkümmel (je nach Geschmack)
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 5 Scheiben in Rotwein getränktes Brot, das trocken gepresst ist

Als Alternative zum Brot kann auch 1 Tasse Semmelbrösel Verwendung finden. Die Vorbereitungszeit nimmt ca. 70 Minuten in Anspruch. Die Kochzeit beträgt rund 20 Minuten. Die Gesamtzeit liegt also bei etwa 90 Minuten.

hackfleisch zubereitung
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Wer gerne eine Soße zum Suzuki isst, benötigt zusätzlich folgende Zutaten:

  • 3 Tassen Tomatensaft aus passierten Tomaten wie Passata
  • 1 Tasse Rotwein
  • 1 Esslöffel Tomatenmark
  • 2 gehackte Knoblauchzehen
  • 1 geriebene Zwiebel
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 2 Esslöffel grüne entkernte Oliven
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 1 Teelöffel Kreuzkümmel

Auf welche Weise wird das Suzuki zubereitet?

Erster Schritt der Suzuki-Zubereitung ist das Vermischen und Zusammenkneten sämtlicher Zutaten. Nach Belieben kann auch etwas frisch gepresster Zitronensaft hinzukommen. Dadurch erlangt das Menü eine besondere Frische und sorgt für mediterranes Flair. Alternativ lässt sich die Schale einer unbehandelten Zitrone verwenden. Nach dem Abschmecken des Hackfleischs mit den Gewürzen erfolgt das kräftige Verrühren der Mischung mit einem Kochlöffel. Dieser Mix wird anschließend für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt. Danach ist die Mischung zu marinierten Fleischbällchen in längliche Röllchen oder Laibchen zu formen. Besser verarbeiten lässt sich das Hackfleisch mit feuchten Händen. Dadurch klebt es auch nicht ständig an den Fingern.

souzouki mit kartoffeln
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Die Zubereitung der Hackfleischbällchen erfolgt am besten in einem Grill mit Holzkohle. Sie lassen sich aber auch mit Olivenöl in einer Pfanne braten. Ebenso ist es möglich, sie im Ofen zu backen, was als leichteste Variante gilt. Bei der Zubereitung in einem Holzkohlegrill erhält das Suzuki noch mehr Aroma. Dieses zeigt sich leicht rauchig. Allerdings ist diese Zubereitungsform hierzulande nur in der Sommerzeit möglich. Im Winter lässt sich das Suzuki dann in einer beschichteten Pfanne zubereiten. Durch die Zugabe von Olivenöl erhalten die Suzuki-Hackfleischbällchen einen wunderbaren Geschmack.

Zubereitung der Soße

Soll das Suzuki mit einer schmackhaften Tomatensoße verfeinert werden, wird zunächst eine Zwiebel in Olivenöl angebraten. Anschließend kommt gequetschter Knoblauch hinzu. Dieser ist 4 bis 5 Minuten lang zu braten. Dann sollten die Zwiebeln eine genügend weiche Konsistenz erreicht haben. Als weitere Zutaten kommen Tomatensaft, Tomatenmark, Wein, Kreuzkümmel, Zucker sowie ein Lorbeerblatt hinzu. Je nach Geschmack kann auch ein wenig Oregano beigefügt werden. Diese Mischung ist mit Salz und frisch gemahlenen Pfeffer zu würzen. Der Mix wird zum Kochen gebracht und köchelt etwa 10 bis 15 Minuten bis zum Verdicken der Soße vor sich hin.

Nächster Schritt ist, die inzwischen gegrillten, gebackenen oder gebratenen Suzuki-Hackfleischbällchen in die Tomatensoße zu geben. Dann wird behutsam umgerührt. Wichtig ist, darauf Acht zu geben, dass die Suzuki dabei nicht auseinanderbrechen. Ist das Gericht fertig zubereitet, kann es mit etwas Kartoffelpüree oder Reis serviert werden. Die Kombination mit der Tomatensoße gilt als überaus schmackhaft.