Wirtschaft & Finanzen

Wirtschaftswissenschaften: Was ist der Break-Even-Point?

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Der Break-Even-Point (Gewinnschwelle) gehört zu den einfachsten und gleichzeitig wichtigsten Kennzahlen in den Wirtschaftswissenschaften. Jeder Student der Wirtschaftswissenschaften, sowie jeder Unternehmer sollte wissen, worum es sich dabei handelt. Dieser Artikel zeigt, was der Break-Even-Point darstellt und wie man ihn berechnet.

Was ist der Break-Even-Point?

Bevor man sich den Details widmet, sollte man sich einen Überblick darüber verschaffen, was die Gewinnschwelle eigentlich aussagt und warum sie so wichtig ist. Dazu stellen wir uns ein fiktives Unternehmerszenario vor: Ein Jungunternehmer hat eine Geschäftsidee und meldet ein Gewerbe an. Bevor er sein gewünschtes Produkt verkaufen kann, muss er es erst einmal produzieren, anschließend sollten Vertriebswege gefunden werden – und letzten Endes muss der Unternehmer auch dafür sorgen, dass sein Produkt beim Kunden bekannt wird, also muss er Werbung dafür machen. Das sind ziemlich viele Sachen, die erledigt werden müssen, bevor auch nur eine Einheit verkauft wurde.

Am Anfang befinden sich die meisten Unternehmen also in der sogenannten Verlustzone, sie generieren wenig bis keinen Umsatz und haben laufende und sogar steigende Kosten. Mit der Zeit ändert sich das. Der Unternehmer kann erste Umsätze verzeichnen, wenngleich sie vielleicht noch nicht sofort seine Kosten decken. Irgendwann wird der Umsatz aber immer höher, während die Kosten einigermaßen konstant bleiben. Dann erreicht der Unternehmer die sogenannte Gewinnschwelle oder den Break-Even-Point, der eigentlich genau jenen Moment meint, an dem sich Umsatz und Kosten die Waage halten.

Wie der Break-Even-Point konkret berechnet wird, kann man bei Wiwi24 nachlesen. Auf dem Wirtschaftsportal findet man außerdem eine grafische Darstellung der Berechnung, die es leichter macht, sich den Prozess vorzustellen.

Warum ist der Break-Even-Point so wichtig?

Gerade für Jungunternehmer ist der Break-Even-Point eine sehr wichtige Kennzahl, denn hierüber erfährt der Unternehmer, ob er mit der Planung seiner Ressourcen auf dem richtigen Weg ist oder nicht. Erreicht er den Break-Even-Point mit seinem derzeitigen Kurs nicht oder nicht rechtzeitig, muss er an den Stellschrauben drehen und gegebenenfalls Kosten senken oder den Absatz (bei gleichen Kosten) steigern. Außerdem ist der Break-Even-Point eine gute Kennzahl, um andere vom Erfolg des eigenen Unternehmens zu überzeugen – beispielsweise Geldgeber. Pfiffige Unternehmer können in einer fortgeschrittenen Phase der Unternehmensgründung sogar einigermaßen präzise vorhersagen, wann sie den Break-Even-Point erreichen werden.

Das ist wichtig, um bei längeren Unternehmungen die Kostenkontrolle zu wahren und eventuelle Kreditgeber zu beruhigen. Im Laufe einer Unternehmung wird sich so ziemlich jeder Unternehmer mit großer Sicherheit mehrfach mit der Berechnung des Break-Even-Points konfrontiert sehen. Er täte also gut daran, die entsprechenden Formeln im Schlaf zu beherrschen und an jedem Punkt seiner Unternehmung zu wissen, wie weit weg er von diesem kritischen Punkt noch ist – oder wie weit er ihn bereits hinter sich gelassen hat.

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