Gesundheit & Medizin

2021 endlich rauchfrei werden: So klappt der Rauchstopp

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Zum neuen Jahr nehmen sich viele Menschen gute Vorsätze vor. Einer der größten Klassiker ist der Rauchstopp. Doch kaum ein Neujahrsvorsatz lässt sich so schwer realisieren.

Rauchen ist kein Laster, sondern eine Sucht

Bei Neujahrsvorsätzen muss zwischen unliebsamen Angewohnheiten und echter Sucht unterschieden werden. Wer sich zum Beispiel die Reduktion des Körpergewichts vornimmt, kann dies auf zwei Arten angehen: weniger essen und mehr bewegen. Hier ist es vor allem eine Frage der Selbstdisziplin, dem Nachmittagstief nicht mit dem Griff zum Schokoriegel zu begegnen und auch bei schlechtem Wetter einen Spaziergang um den Block zu unternehmen.

Beim Rauchen handelt es sich jedoch um eine echte Abhängigkeit vom Suchtstoff Nikotin. Die sogenannte Nikotinsucht entsteht dadurch, dass das beim Rauchen inhalierte Nikotin das Gehirn verändert. Schon nach kurzer Zeit hat sich das Gehirn so sehr an den Stoff gewöhnt, dass er ständig danach verlangt. Besonders gefährdet sind Jugendliche, bei denen das sogenannte Belohnungszentrum im Gehirn noch stärker reagiert. Sie entwickeln darum schneller eine Tabakabhängigkeit und kommen später umso schwerer von dieser Nikotinsucht los.

Sanfte Rauchentwöhnung der bessere Weg

Einfach von heute auf morgen am 1. Januar mit dem Rauchen aufzuhören, ist darum kein guter Vorsatz. Nur wenige Menschen bringen die enorme Selbstdisziplin mit, die für den sogenannten kalten Entzug (Cold Turkey) erforderlich ist. Der Körper reagiert auf das Fehlen der Droge mit starken Entzugserscheinungen wie Nervosität, Aggressivität, depressiver Stimmung, Zittern und gesteigerter Appetit.

Viel besser ist darum der sanfte Entzug, bei dem der Suchtstoff nach und nach verringert wird. Schon lange sind Hilfsmittel wie Nikotinpflaster und -kaugummis erhältlich, die den Rauchstopp ermöglichen sollen. Allerdings haben sie einen entscheidenden Nachteil: Die typische Beschäftigung, die mit dem Rauchen einhergeht (Zigarette herausholen, anzünden, konsumieren) fehlt. Viele Raucher wissen nicht, wohin mit ihren Händen und werden nervös, wenn ihnen bei Stress das typische Gegenmittel fehlt. Selbst ohne Stress fehlt die vertraute Rauchpause, insbesondere am Arbeitsplatz. Hier kommt die E-Zigarette als effektives Hilfsmittel beim Rauchstopp ins Spiel.

Vom Raucher zum Dampfer

Mit der E-Zigarette bleiben die typischen Rauchrituale erhalten. Zudem kann durch den Einsatz verschiedener Liquids der Nikotinkonsum allmählich reduziert werden. So kann gelingt die Entwöhnung vom Suchtstoff gelingen. Bei einer Studie der University of London 2019 zeigte sich die E-Zigarette als doppelt so wirksam beim Tabak-Stopp wie Nikotinersatzprodukte: Mit ihr gelang es 18 % der Teilnehmer, dauerhaft von der Sucht loszukommen, während es bei anderen nur 9,9 % waren. Ist dann erst einmal die Nikotinsucht besiegt, kann im zweiten Schritt die Entwöhnung von den Rauchritualen und damit von der E-Zigarette erfolgen.

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