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E-Zigaretten und Umwelt: Eine nachhaltige Alternative?

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Immer mehr Menschen möchten aufs Rauchen verzichten oder auf gesundheits- und umweltfreundlichere Alternativen umsteigen. Das hat unterschiedliche Gründe: Wohl die meisten wollen wegen ihrer und der Gesundheit ihrer Liebsten oder aufgrund der Kosten aufhören. Danach kommen „banalere“ Gründe wie der Geruch von Zigarettenrauch, der sich in der Wohnung, der Kleidung und den Haaren verfängt und oft sehr hartnäckig ist.

Definitiv nicht an erster Stelle bei den Gründen steht die Umwelt – dabei leidet die besonders stark unter Zigarettenkippen und Co. Die, die deshalb auf Zigaretten, nicht aber aufs Rauchen verzichten möchten, steigen daher oft auf E-Zigaretten um. Aber sind die wirklich besser als herkömmliche Tabakwaren?

Stark abhängig vom Typ

Wie umweltfreundlich die elektronische Zigarettenalternative ist, hängt stark davon ab, was genau gekauft wird. Sämtliche Produkte haben eins gemeinsam: Sie sind sauberer als solche mit Tabak, denn es fällt weder herumfliegende Asche an, noch bleiben Zigarettenstummel über. Besonders umweltfreundlich sind Modelle, die mehrfach benutzt werden können. Für deren Benutzung können die Konsumenten E Liquids kaufen, die es in ganz verschiedenen Geschmacksrichtungen, mit und ohne Nikotin gibt. Hochwertige Produkte haben eine lange Lebensdauer und aufladbare Akkus, belasten die Umwelt also weniger als Zigaretten.

Wer schneidet besonders schlecht ab?

Der Umwelt wenig zuträglich sind dagegen Einwegartikel. Denn die werden im Schnitt nur wenige Tage benutzt, bevor sie unbrauchbar sind und – im besten Fall – im Müll landen. Zudem werden sie oft falsch entsorgt: Denn aufgrund der Tatsache, dass es sich um, wenn auch kleine, Elektrogeräte handelt, gehören sie weder in die gelbe Tonne noch in den Restmüll, sondern sind Sondermüll. Für die Akkus und/oder Batterien werden außerdem wertvolle Ressourcen benötigt – das verschlingt gleichzeitig Energie, die anderswo besser eingesetzt werden könnte.

Sind E-Zigaretten also schlechter für die Umwelt?

Das kann man so nicht sagen. Denn: Müll fällt auch beim Rauchen an, und das nicht zu knapp. Neben den leeren Zigarettenschachteln bleibt bei jeder einzelnen Zigarette ein Stummel aus Filter und Resten des Tabaks übrig. Oft wird der jedoch nicht im Müll entsorgt, sondern gedankenlos in die Umwelt geschnippst. Mit fatalen Folgen: Bereits eine einzelne Zigarettenkippe kann eine ganze so vergiften, dass daraus trinkende Tiere Vergiftungserscheinungen davontragen. Was die Tausenden Zigaretten-Überbleibsel mit unserem Grundwasser anrichten, lässt sich leicht erahnen. Zudem benötigen die Überreste einer jeden Zigarette rund 10 bis 15 Jahre, bis sie verrottet sind.

Umweltfreundlich rauchen – geht das also gar nicht?

Am besten ist es natürlich immer, ganz auf das Rauchen zu verzichten. Das ist besser für Umwelt, Gesundheit und den Geldbeutel. Doch nicht jeder kann oder möchte das; für viele gehört die Zigarette zu Bier oder Kaffee zum liebgewonnenen Entspannungsritual. Wer das Rauchen nicht abstellen möchte, sollte im Idealfall auf hochwertige E-Zigaretten zurückgreifen. Denn die lassen sich je nach Geschmack befüllen, können über einen langen Zeitraum stets wiederverwendet werden und haben aufladbare Akkus. Dadurch produzieren sie mit Abstand den wenigsten Müll aller Rauchalternativen. Zugleich ist ihre Verwendung wesentlich günstiger als die von klassischen Tabakprodukten oder den anderen elektronischen Varianten. Und besser für die Gesundheit sind sie sowieso.

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