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Murdannia (loriformis): Richtig pflegen, pflanzen und verwenden

Murdannia loriformis
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Murdannia (Murdannia loriformis) ist auch unter dem Namen Peking- Grases bekannt. Das Kraut punktet nicht nur mit seinem dekorativen Outfit, sondern ist anspruchslos in der Pflege. Außerdem soll es wunderbare Heilkräfte besitzen. Seine Heimat sind die tropischen und subtropischen Gebiete Asiens. Dort gedeiht es vor allem als kriechender Bodendecker und bleibt das ganze Jahr über gleichmäßig grün.

Murdannia loriformis: Grundlegende Informationen

Murdannia loriformis ist nahe mit den Tradescantien verwandt und zählt zur Familie der Commelinagewächse (Commelinaceae). Sie ist eine niedrig wachsendes Gewächs mit einer maximalen Höhe sowie Breite von bis zu 30 cm. Die dickfleischigen Blätter gedeihen lanzenförmig an saftigen Stielen. Sie sind olivgrün und mit einem hellgrauen Mittelfeld versehen.

Was braucht die Murdannia für einen gesunden Wuchs?

Im Grunde handelt es sich um eine genügsame Zimmerpflanze. Die Hauptansprüche für gesundes Wachstum und langes Leben sind ein warmer Standort und eine regelmäßige Wassergabe. Da sie nicht winterhart ist, gehört sie in unseren Breitengraden in einen Topf oder Kübel. Dabei wirkt sie sowohl stehend als auch hängend in der Ampel äußerst attraktiv. Entfalten sich die kleinen, zartvioletten bis cremeweißen Blüten an den dünnen Stängeln, ist sie kaum noch zu toppen.

Standort

Tropische Pflanzen mögen es warm. Die Murdannia braucht einen absonnigen bis halbschattigen Platz mit ausreichend Licht. Die richtige Temperatur beträgt das ganze Jahr über ab 12° C. Falls das Kraut fürs Wachsen im Freiland gedacht ist, sollte sie in einem beweglichen Topf oder Kübel stehen. Dann kann sie vor dem Kälteeinbruch mühelos ins Haus transportiert werden. Als Zimmerpflanze darf sie im Sommer nicht hinter der sonnigen Glasscheibe stehen, da ihre fleischigen Blätter unter der direkten Sonnenbestrahlung leiden und rasch an Standhaftigkeit verlieren.

Murdannia Standort
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Boden

Der geeignete Boden besteht aus einem nährstoffreichen, humosen und durchlässigen Substrat. Für die Zimmerpflanze reicht eine handelsübliche Erde aus. Wer die Murdannia nicht nur als prachtvollen Zimmerschmuck, sondern auch als Heilpflanze verwenden möchte, setzt sie in lockere, pestizidfreie Gemüse- oder Kräutererde.

Wasser

Gegossen wird, wenn das Substrat gerade angetrocknet und noch nicht ganz ausgetrocknet ist. Staunässe und im Topf stehendes Wasser sind zu vermeiden. Bei zu viel Nässe faulen die Wurzeln und die Pflanze verkümmert. Im Winter ist die Bewässerung deutlich geringer als im Sommer einzuplanen, denn die Pflanze sich in einer Ruhephase befindet.

Nahrung

Gedüngt wird erst im zweiten Jahr nach dem Neukauf oder Umtopfen. Im Folgejahr ist von April bis September monatlich Flüssigdünger notwendig. Die Dosierung sollte nicht zu hoch sein und am besten etwas weniger als die angegebene Dosierung betragen.

Umtopfen

Ist der Topf zu klein geworden, haben die Wurzeln die Erde vollkommen durchwachsen und einige zeigen schon aus dem Ablaufloch heraus. Dann muss die Pflanze in ein größeres Gefäß umgetopft werden. Der richtige Zeitpunkt ist im Frühjahr, damit sie sich bis zum Winter richtig erholen kann.

Murdannia loriformis richtig vermehren

Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge, die einfach in die Erde gesetzt werden. Für die Entwicklung betragen die optimalen Temperaturen zwischen 20 und 25 °C. So geht’s:

  • starke und gesunde Triebe auswählen. Jeder Trieb muss mindestens zwei Blattpaare besitzen
  • die Triebe mit einem sauberen und scharfen Messer schräg abschneiden
  • je nach Anzahl ein oder mehrere Töpfe mit Kräuter- oder Anzuchterde füllen
  • für jeden Trieb ein Loch in die Erde formen. Den Trieb hineinsetzen, mit Erde auffüllen und diese leicht festdrücken
  • mit nicht zu kaltem Wasser gießen
  • die bestückten Töpfe an einen hellen Platz ohne pralle Sonnenbestrahlung stellen
  • die Erde immer leicht feucht halten

Nach sechs bis acht Wochen bilden sich die ersten Wurzeln, und das Grün der Jungpflanze wächst. Wenn der Topf zu klein wird, solttn sie in einen größeren umziehen. Falls der Boden im Freiland warm genug ist, können sie auch ins Beet gesetzt werden. Optimal stehen pro Quadratmeter 3 bis 5 Pflanzen im Abstand von etwa 50 cm. Im kühlen Herbst müssen sie zum Überwintern ins Haus.

Murdannia als Heilmittel

Murdannia gilt schon seit Jahrtausenden in der traditionellen thailändischen Medizin als geschätztes Heilmittel. Die Wirkstoffe im frisch gepressten Saft sollen stark antioxydant und entgiftend sein und das Immunsystem stärken. Sie sollen die Enzymbildung in der Leber anregen, den Blutzucker senken und bei chronischer Bronchitis lindernd wirken. Doch vor allem als helfendes Mittel gegen das Wachstum von Tumoren im Darmsystem macht das Kraut Furore. Seit 1984 wird es in der Universität von Chang Mai hinsichtlich seiner Heilkraft erforscht.

heilpflanze
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Auch in Europa hat die Pharmaindustrie inzwischen ein Auge auf die Heilpflanze geworfen. Heute findet sie vor allem als Begleitmittel in der Chemotherapie ihren Einsatz. Da sie außerdem die seelische Ausgeglichenheit fördert, unterstützt sie auf ganz besondere Weise den Heilungsprozess.

Die Pflanze Zuhause verwenden

Im Hausgebrauch können die jungen Blätter und Triebspitzen im Salat, auf dem Brot oder als Smoothie direkt verzehrt werden. Der Geschmack erinnert an frische grüne Gurke. Die Herstellung von einem gesunden Smoothie geht so:

  • junge Blätter oder/und Triebspitzen klein schneiden und in ein Mixgerät geben
  • mit etwas Wasser zu einem gleichmäßigen Saft mixen
  • nach Bedarf mit etwas Honig süßen
  • schluckweise trinken

Murdannia loriformis: Das Fazit

Murdannia ist eine vielseitige Pflanze, die nicht nur sehr dekorativ ist, sondern auch wenig Pflege beansprucht. Nicht zuletzt bietet sie als frisch schmeckende Kraut einen zusätzlichen Wert auf dem Speiseplan. Die Heilwirkung von Murdannia ist kritisch zu betrachten. Die krebsvorbeugende bzw. krebstherapeutische Wirksamkeit von Murdannia oder ihrem Extrakte ist nicht wirklich belegt und gesundheitsgefährdende Nebenwirkungen, die die Gesundheit schädigen könnten, ist nicht auszuschließen.