Reisen & Tourismus

Sehenswürdigkeiten des UNESCO-Weltkulturerbes in Tschechien

Luciano Mortula - LGM/shutterstock.com

Tschechien ist eines der am meisten unterschätzten Nachbarländer der Bundesrepublik Deutschland. Das ist schade, denn das Land, das im Südosten an das unsere grenzt, hat einiges zu bieten und eignet sich daher perfekt für einen Roadtrip.

Eine Rundreise durch das schöne Tschechien bietet einem Einblicke in den reichen Kulturschatz des Landes, das ein Schmelztiegel vieler Epochen, Religionen und kulturellen Einflüssen ist. Wer Tschechien mit dem Auto bereisen möchte, ist besonders flexibel, muss dabei jedoch die Mautpflicht auf den Autobahnen beachten. Glücklicherweise kann man die Vignette für Tschechien online kaufen, um dann die nachfolgenden Sehenswürdigkeiten zu besuchen.

Cesky Krumlov

Natürlich hat vor allem die Hauptstadt Prag besonders viele Stätten des UNESCO-Weltkulturerbes zu bieten, doch auch die ländlicheren Regionen begeistern Touristen – so auch Cesky Krumlov, zu Deutsch Krumau. Krumau ist ein kleines böhmisches Städtchen, das schon seit 1992 von der UNESCO als Kulturdenkmal gelistet wird. Das Besondere an dieser Kleinstadt ist der architektonische Bestand, der vom Mittelalter über Renaissance und Barock bis hin zum Rokoko reicht. Das Aushängeschild Krumaus ist Schloss Krumlov, das als zweitgrößtes Schloss Tschechiens gilt – gleich nach der Prager Burg. Besucher können die Burg von April bis Oktober besichtigen.

Karlsbad

Karlsbad ist vielen Deutschen als Kultur- und Badeort bekannt. Doch nur echte Kenner wissen, welche kulturellen Schätze das tschechische Kleinod zu bieten hat. Karlsbad lebt von der Bäder- und Jugendstilkultur, die sich auch architektonisch wie ein roter Faden durch die böhmische Stadt zieht. Wer nach Karlsbad fährt, sollte auf jeden Fall einen Besuch bei der Mühlenbrunnenkolonnade sowie bei der Kirche St. Peter und Paul einplanen und auch ein wenig in den Parks des Erholungsortes lustwandeln.

Altstädter Ring

Bei einem Roadtrip durch Tschechien auf Spuren des UNESCO-Welterbes darf natürlich ein Besuch in der Hauptstadt Prag nicht fehlen. Dort steht der Altstädter Ring auf dem Programm: Die Metropole Prag zählt wie Paris in Frankreich zu den schönsten Städten Europas und zeichnet sich unter anderem durch ihr historisches Stadtzentrum aus. Der Altstädter Ring gilt als Marktplatz Prags und erstreckt sich auf insgesamt 9.000 Quadratmeter. Dort wartet auch eines der bekanntesten tschechischen Kulturdenkmäler – die Astronomische Uhr im Südosten des Rings. Ein besonderes Highlight stellen die vielen Boutiquen, Cafés und auch Straßenkünstler dar, die Gästen einen kurzweiligen Aufenthalt bescheren.

Hradschin

Die „Goldene Stadt“ Prag wartet neben dem Altstädter Ring auch noch mit der größten Burganlage der Welt auf, die sich auf dem Berg Hradschin befindet. Ein Besuch des Hradschin im Nordwesten Prags sollte bei einer gut geplanten Reise also auf keinen Fall fehlen. Neben der Burg selbst, dem ehemaligen Sitz tschechischer Herrscher, befindet sich auf dem Hradschin auch der bekannte Veits Dom, der durch feinsten Barock-Stil begeistert. Wer dort die Domglocke läuten hört, lauscht übrigens der sogenannten Sigismundglocke, der größten Glocke Tschechiens.

Karlsbrücke

Sieht man sich Bilder von Prag an, ist darauf fast immer die Karlsbrücke abgebildet. Sie ist das Kennzeichen der tschechischen Hauptstadt. Die Karlsbrücke ist nicht nur eine der ältesten steinernen Brücken der Welt, sondern ist auch Europas längste Steinbrücke – das Bauwerk erstreckt sich über 500 Meter und schlägt damit im wahrsten Sinne des Wortes eine Brücke über die breite Moldau.

Hradec Kralove

Wir verlassen Prag und begeben uns in die Stadt Hradec Kralove – ein der ältesten Städte Tschechiens. Pittoresk am Zusammenfluss von Elbe und Adler gelegen, begeistert die Königsstadt Hradec Kralove durch ein bezauberndes Flair. Das Must-See? Das charmante historische Stadtzentrum mit den bunten Häuschen.

Budweis

Der Name Budweis ist vor allem denjenigen bekannt, die gerne mal ein Bier trinken. Budweis ist die Heimat einer der bekanntesten tschechischen Brauereien, verzaubert Besucher aber nicht nur deshalb. Budweis war ein wichtiger Knotenpunkt der europäischen Wirtschaft – die erste Eisenbahnlinie Europas fand dort ihren Ursprung.

Panska skala

Auch die Natur Tschechiens ist atemberaubend schön. Der Panska skala wird auch Herrenhausfelsen genannt und gilt als bekanntestes Naturdenkmal des Landes. Die natürliche Basalterhebung begeistert Wanderer und Naturliebhaber durch sein einzigartiges Aussehen und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Der Herrenhausfelsen sollte deshalb Bestandteil eines jeden großzügigen Tschechien-Trips sein und bietet ein herrliches Kontrastprogramm zu quirligen Städten.