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Tajin: Gewürz mit Potential aus Südmamerika

Tajin Gewürzmischung
Sea Wave/shutterstock.com

Das Gewürz Tajin kommt aus Mexiko. Allerdings handelt es sich hierbei streng genommen um eine Gewürzmischung. Die Bestandteile sind puristisch. Schließlich besteht Tajin nur aus 3 Komponenten:

  • dehydriertem Limettensaft
  • gemahlenen, getrockneten Chili
  • Meersalz

Die Einfachheit der Herstellung sorgt aber nicht für weniger Begeisterung. Was schon seit Jahrhunderten in Mexiko beliebt ist und massig verkonsumiert wird, hat in den letzten Jahrzehnten auch in den USA Einzug gehalten. In den letzten Jahren hält die populäre Gewürzmischung auch auf dem europäischen Markt Einzug. Nicht ohne Grund, der mexikanische Gewürzgenuss erweist sich als wahrer Alleskönner, um verschiedenen Speisen den letzten Pfiff zu geben.

Herkunft und Herstellung von Tajin

Wie erwähnt kommt Tajin aus Mexiko. Erfunden wurde es vermutlich im 19. Jahrhundert, wobei die Herstellung ähnlicher Gewürze oder Gewürzmischungen in Mexiko einen weitaus älteren Ursprung besitzen dürfte. Die Einfachheit des Rezepts hat viel mit der Regionalität der Zutaten zu tun. Immerhin gelten Chili und Limetten als elementarer Grundbestandteil in der mexikanischen Küche. Praktischerweise gibt es in dem Land kaum ein Fleckchen Erde, in dem nicht eine oder beide Pflanzen beheimatet sind.

Die Herstellung von Tajin kann dabei sowohl als Pulver oder als Sauce erfolgen. Im europäischen Markt gilt die Gewürzmischung in Pulverform als führend. Von der Gewürzmischung können gerade Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten profitieren. Die traditionelle Gewürzmischung kommt nämlich ohne Farbstoffe, künstliche Aromen und ohne den Zusatz von Zucker aus. Allerdings verwenden verschiedene Anbieter ein Trennmittel.

Herstellung von Tajin
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Geschmack: Würzig, aber nicht scharf

Der Name Tajin leitet sich vermutlich vom spanischen Äquivalent ab und bedeutet so viel wie „Blitz“. Eine passende Beschreibung für die Gewürzmischung. Wer dabei skeptisch ist und eine feurige Schärfe erwartet, der kann beruhigt aufatmen. Der Geschmack ist zwar würzig, aber keinesfalls überladend scharf. Die angenehme Säure und der leicht salzige Geschmack runden das Ganze ab. Ein wahrer „Geschmacksblitz“.

Verwendung von Tajin

Im Grunde eignet sich Tajin für alles. Schließlich harmoniert die milde Würze und der säuerliche Geschmack mit nahezu allen Lebensmitteln. Sollte man aber über die Verwendung von Tajin nachdenken, lohnt es sich auf jeden Fall das Gewürz bei folgenden Lebensmitteln auszuprobieren:

  • Snacks
  • Obst und Gemüse
  • Getränke
  • Fisch und Fleisch

Snacks

Die Mexikaner lieben ihr Tajin. Daher findet es gerade bei den Tortillas großen Anklang. Selbstverständlich lässt es sich auch bei anderen Chipssorten einsetzen. Wer zu seinen Tortillas eine selbstgemachte Salsa haben möchte, sollte auch hierbei auf eine Prise Tajin setzen. Aber auch abseits der bewährten Tortillas kommt das Gewürz zur Geltung. So kann es, in der richtigen Dosierung, gerade bei Käse für eine zusätzliche Unterstreichung des Aromas sorgen. Dezent darüber gestreut sorgt es nicht nur für eine optische Aufwertung.

Als besonders empfehlenswerte Käsesorte gilt hierbei Schafskäse. Wer mutig ist, der sollte vor einem anhaltenden Trend nicht haltmachen. Aktuell ist Tajin äußerst beliebt, wenn es um die Verfeinerung von Popcorn geht. Das Gewürz wird hierbei über das fertige Popcorn gestreut; ob salziges oder süßes Popcorn spielt dabei keine Rolle, erlaubt ist, was gefällt.

tortilla chips
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Obst und Gemüse

Wer denkt, sich bei „Obst“ verlesen zu haben, irrt gewaltig. Das Gewürz gehört in Mexiko traditionell auf verschiedene Obstsorten. Gerade bei fruchtigen Obststücken wie beispielsweise Mango oder Wassermelone entfaltet Tajin das volle Aroma. Aber auch auf weniger exotischeren Obstsorten wie Äpfeln oder Birnen kommt der Geschmack gut zur Geltung. Bei dem Thema Gemüse kann die Gewürzmischung ebenfalls punkten. Sei es als Pulverform auf Rohkost wie Tomaten oder Gurke oder als Zutat bei Eintöpfen. Der säuerliche Geschmack unterstreicht die Fruchtigkeit. Bei einem Bohneneintopf punktet das Gewürz außerdem durch seine pikante Note.

Getränke mit Tajin

Tajin ist auch bei Getränken nicht zu unterschätzen. Als Verzierung am Getränkerand stellt es nicht nur eine optische Bereicherung dar. Bei einer Bloody Mary wirkt das Gewürz beispielsweise geschmacksunterstützend, wobei der Tabasco je nach Belieben angepasst werden sollte. Wer Tajin bei der Getränkezubereitung ausprobieren möchte, sollte sich am beliebten Michelada, einem mexikanischen Bier-Cocktail, ausprobieren. Die Herstellung ist simpel und benötigt pro Drink folgende Zutaten:

  • 2 TL Tajin
  • ½ TL Zucker
  • 2 Limetten
  • ½ TL scharfe Sauce (nach Bedarf)
  • 1 mexikanisches Lagerbier
  • Eiswürfel

Zucker und Tajin auf einen kleinen Teller geben und vermengen. Die Limetten halbieren und mit einer halben Limette den Glasrand befeuchten. Den Gläserrand auf dem kleinen Teller kreisend bewegen, bis er komplett mit der Gewürzmischung bedeckt ist. Die restlichen Limetten auspressen. Das Glas mit Eiswürfeln füllen und den Limettensaft, sowie Worcestersauce und die scharfe Sauce (beispielsweise Tabasco) hinzugeben. Den Rest mit Bier auffüllen und gut umrühren.

Bloody Mary Cocktail
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Fisch und Fleisch

Bei Fisch oder Fleisch darf Tajin auf keinen Fall fehlen. Beim Fleisch eignet sich das Gewürz für nahezu alle Sorten, wobei es gerade bei Hackfleisch und Hähnchen sein volles Potenzial entfaltet. Insbesondere bei dem beliebten Gericht Chili con Carne kommt der würzig aromatische Geschmack gut zur Geltung. Auch Fisch lässt sich mit Tajin würzen. Über gebeizten oder geräucherten Lachs gestreut, sorgt er mit seiner leicht säuerlichen Note und milden Schärfe für einen großartigen Meerrettichersatz. Aus diesem Grund sollte das Gewürz auch bei Garnelen oder Muschelgerichten auf keinen Fall fehlen.

Tajin Gewürz: Unser Fazit

Die Gewürzmischung Tajin ist ein wahrer Alleskönner. Ob man das Gewürz dabei auf jedem Gericht verwenden möchte oder sämtliche Rezeptvariationen testen will, bleibt jedem selbst überlassen. Fakt ist auf jeden Fall, dass das Gewürz nicht nur durch seine puristische Zubereitung und dem Fernbleiben von Geschmacksverstärkern punktet, sondern durch seine Aromen zu vielen Gerichten perfekt harmoniert.